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Prof. Dr. Gunter Gebauer, FU Berlin, beim Interview des Polnischen TV-Senders TVP in der Französischen Botschaft am Pariser Platz in Berlin. ©2018 Wikipedia | StagiaireMGIMO | CC BY-SA 3.0

Professor Dr. Gunter Gebauer in Frankfurt ausgezeichnet

Professor Gebauer gilt in Deutschland wie international als ein unermüdlicher Kämpfer für einen doping- und manipulationsfreien Sport auf allen Leistungsebenen. Vergangenen Freitag würdigte der Deutsche Olympische Sportbund seine unermüdliche Arbeit mit dem DOSB-Ethikpreis 2018.

Volker Watschounek 6 Jahren vor 0

Sport und Leistung lassen sich komprimieren: Immer höher, immer weiter und immer schneller. Damit ist alles gesagt, die fundierte und kritische Auseinandersetzung mit den Entwicklungen des Sports fehlt aber.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am vergangenen Freitag dem Philosophen und Sportwissenschaftler Professor Dr. Gunter Gebauer den DOSB-Ethikpreis verliehen. Durch seine fundierte und kritische Auseinandersetzung mit den vielfältigen Entwicklungen des Sports hat Gebauer wichtige Denkanstöße – insbesondere im Hinblick auf ethisch-moralisches Denken und Handeln im Sport – gegeben.

„Professor Gebauer ist ein unermüdlicher Kämpfer für einen doping- und manipulationsfreien Sport auf allen Leistungsebenen in Deutschland und international, der immer die kritische Distanz gewahrt hat.“ – Professor Dr. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsidentin Bildung und Olympische  Erziehung

In seiner Laudatio sagte Rechtswissenschaftler Professor Dr. Wolfgang Schild von der Universität Bielefeld, dass Professor Gebauer einer der profiliertesten, scharfsinnigsten, in heftigem Medieneinsatz geschulter, schlagfertiger, humorvoller und gebildeter Philosoph sei, dessen grundlegende Arbeiten zum Sport, vor allem dem Hochleistungssport, hoch angesehen seien und viel diskutiert würden. „Einen besseren Sportphilosophen hätte die Jury nicht finden können!“

„Es zeichnet ihn aus, dass er Entwicklungen und Zustände im Sport außerordentlich kenntnisreich analysiert und bewertet und uns Wege weist, die Werte des Sports, auch die des Leistungssports, im Blick zu behalten und zu bewahren.“ – Professor Dr. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsidentin Bildung und Olympische  Erziehung

Nach dem Studium der Philosophie, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Linguistik und Sportwissenschaft wurde Prof. Gebauer 1969 an der TU Berlin im Fach Philosophie mit einer Arbeit über die Sprachtheorie Wittgensteins promoviert. 1975 habilitierte er sich mit einer Arbeit über eine Analytische Theorie des Verstehens. 1978 folgte er einem Ruf auf eine Professur für Philosophie und Soziologie des Sports an die Freie Universität Berlin.

Paris, Straßburg und Hiroshima

Gebauer war von 1991 bis 1993 Präsident der Internationalen Philosophical Society for the Study of Sports. Im Jahr 1993 wurde er Sprecher des Interdisziplinären Zentrums für Historische Anthropologie. 1995 übernahm er den Lehrstuhl für Allgemeine Philosophie an der Deutschen Sporthochschule in Köln, noch im gleichen Jahr ging er aber wieder als Professor für Philosophie an die FU Berlin. Gebauer übte zudem Gastprofessuren in Paris, Straßburg und Hiroshima aus.

Der DOSB-Ethikpreis

Der DOSB verleiht seit 2010 alle zwei Jahre den DOSB-Ethikpreis. Damit werden  Persönlichkeiten oder Gruppen geehrt, die sich in besonderer Weise um die Förderung der ethischen Werte im Sport verdient gemacht haben – insbesondere im Bereich der Werteerziehung, des sozialen und ökologischen Engagements oder im Sinne von Fairness und moralischer Integrität.

Die bisherigen Preisträger

2016: Prof. Dr. Gerhard Treutlein
2014: Transparency International Deutschland
2012: Prof. Dr. Gunter A. Pilz
2010: Prof. Dr. Hans Lenk

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