Ein Mann vor Ihnen bricht zusammen. Sie zucken, denken aber nicht wieder nach und sind sofort zur Stelle. Richtig gemacht: In Corona-Zeiten gilt die Pflicht des Helfens.

Seit Montag vergangener Woche müssen alle Personen ab 6 Jahre in Wiesbaden an bestimmten Orten einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auf Anordnung der Landesregierung gilt das in den Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs sowie für alle Geschäfte. Die Masken sollen täglich gereinigt werden. Im Netz kursieren die verschiedensten Empfehlungen, wie zum Beispiel die Masken in der Mikrowelle aufzubereiten. Dabei gilt es aufzupassen.

Mikrowelle und Metall

Bei den deutschen Feuerwehren häufen sich die Brände in Zusammenhang mit der oben genannten „Reinigungsmethode“. Hintergrund: Viele Masken haben einen formbaren Drahtbügel für den Nasenbereich. Wer diese Masken in die Mikrowelle legt, riskiert einen Brand, denn durch das Metall kann es in der Mikrowelle zu einer Funkenbildung kommen.  Das Robert-Koch-Institut empfiehlt wiederverwendbare Alltagsmasken bei 60 bis 90 Grad in der Waschmaschine zu waschen. Eine andere Alternative ist es, Masken zu bügeln.

Richtig helfen

In Corona-Zeiten sind viele Menschen sehr besorgt um ihre eigene Gesundheit und wollen sich selbst schützen. Wie können Sie in einem Notfall helfen, ohne sich selbst unnötig zu gefährden und eine Ansteckung mit SARS-CoV-2  zu riskieren?Unterlassene Hilfeleistung ist kein Kavaliersdelikt; auch jetzt nicht. Trotzdem steht der Eigenschutz an erster Stelle. Als erster Schritt sollte der Notruf abgesetzt werden, damit die Rettungskräfte schnell vor Ort sind. Ersthelfer, die zur Risikogruppe der älteren Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen gehören sollten andere Menschen bitten und auffordern, aktiv zu helfen. Ist niemand sonst in der Nähe, sollte versucht werden, so gut es geht, mit einem angemessenen Sicherheitsabstand zu helfen.

Ersthelfer schützen

Entscheiden Sie sich trotz Ansteckungsgefahr aktiv Hilfe zu leisten, sollte die folgenden Tipps beachten: Jeder KFZ-Verbandskasten verfügt über Einweg-Handschuhe. Diese sollten gemeinsam mit einem Mund-Nasen-Schutz – das kann auch das Dreieckstuch aus dem Verbandskasten sein – angezogen werden. Nach Möglichkeit erhält auch die Patientin oder der Patient eine Mund-Nasen-Abdeckung. Nach dem Ablegen der Schutzausrüstung ist ein gründliches Händewaschen oder Desinfizieren erforderlich. Auch die Kleidung sollte bei nächster Gelegenheit gewechselt werden.

Herzdruckmassage geht vor

Bei Herz-Kreislauf-Stillständen kann zunächst auf eine Beatmung verzichtet werden. Wichtig ist die Durchführung der Herzdruckmassage. Die Leitstellen-Mitarbeiter der Feuerwehr leiten Ersthelfende am Telefon zur richtigen Durchführung an. Sobald die Rettungskräfte vor Ort sind, führen sie eine Beatmung mit einem Beatmungsbeutel durch; bis dahin wird der im Blut vorhandene Sauerstoffvorrat aufgezehrt.

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Die offizielle Internetseite des DRK mit einem Erstee-Hilfe-Ratgeber finden Sie unter www.drk.de.

 

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