Die Weltgemeinschaft befindet sich mit ihren Maßnahmen gegen die Erderwämung in einem Wettlauf mit der Zeit. Aktuell hat die Klimaerwärmung einen deutlichen Vorsprung.

Die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher und auch die Erkenntnis, dass die angestrebten Ziele des Pariser Klimaabkommens realistisch betrachtet längst überholt sind. Björn Goldhausen, Meteorologe von WetterOnline, erklärt: Wenn die globalen Treibhausemissionen nicht sofort drastisch sinken, ist die Erde bereits 2030 im Durchschnitt um 1,5 Grad wärmer als in der vorindustriellen Zeit. Das Pariser Abkommen aber strebt eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad beziehungsweise unter 2 Grad zum Ende des Jahrhunderts an. Man würde demnach also bereits 70 Jahre früher die untere Ziellinie überrennen. Dieses Szenario sei sehr wahrscheinlich, da die bisherigen Maßnahmen zum Klimaschutz nicht ausreichen.

„Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer müssen gemeinsam an der Begrenzung des Klimawandels arbeiten. Dieser Strategiewechsel ist genauso erforderlich wie komplex und wird leider nicht von heute auf morgen gelingen, auch wenn dies dringend nötig wäre.“Björn Goldhausen, Meteorologe von WetterOnline

Der Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Weltklimarat) kommt in einem Bericht vom August 2021 zu dem Ergebnis, dass Klimafolgen wie Extremwetterereignisse eindeutig auf den menschengemachten Treibhauseffekt zurückzuführen sind. Die anthropogenen Treibhausemmissionen werden auch für die weitere immer schnellere Veränderung des Klimasystems verantwortlich sein.

„Die Intensität und Häufigkeit von Extremwetterereignissen, insbesondere von Hitzewellen, haben zugenommen. Laut dem Bericht des Weltklimarates ist neben vielen anderen Veränderungen der weltweite Temperaturanstieg schneller eingetreten als jemals in den letzen 20.000 Jahren zuvor.“ Björn Goldhausen, Meteorologe von WetterOnline

Dem Weltklimarat zufolge wird Anfang der 2030er Jahre der Anstieg der globalen mittleren Oberflächentemperatur den Wert von 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit erreichen. Mehrere berechnete Szenarien zeigen übereinstimmend einen Anstieg zwischen 1,6 und 2,4 Grad bis zum Jahr 2050 an. Bis 2100 ergeben fast alle Berechnungen einen Temperaturanstieg um 1,8 bis 4,4 Grad. Die Aussichten für die Zukunft sind für Björn Goldhausen beunruhigend.

„Die weltweiten Folgen wären immens, zumal sich der Anstieg nicht überall gleichermaßen zeigt. So ist es durchaus möglich, dass es bis zum Jahr 2100 in manchen Regionen der Erde um mehr als 5 Grad wärmer ist als vor Beginn der Industrialisierung.“ – Björn Goldhausen, Meteorologe von WetterOnline

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Foto oben ©2017 Wetteronline

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