Ida ist ein Vorname – häufig wird es als weiblicher Vorname verwendet. Ida ist aber auch der Titel eines Romans über Oma Ida.

Katharina Adlers Urgroßmutter Ida Bauer gelangte als Patientin von Sigmund Freud zu ungewollter Berühmtheit. Der Debütroman Ida der Münchener Autorin Katharina Adler basiert nun auf ihrer Geschichte.

LesungIda
Wann: Mittwoch, 13. Februar 2019, 19:30 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr. An der Abendkasse 11 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Gespräch mit Marita Hübinger, ZDF

Freuds Fallschilderung Bruchstück einer Hysterie-Analyse machte das jüdische Mädchen Ida Bauer mit der petite hystérie und einer äußerst verschlungenen Familiengeschichte unter dem Namen Dora zu einer der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts. Als solche wurde Ida zum Stoff für verschiedene literarische Nacherzählungen.

„Als „Drehbuch“-Vorlage eignet sich Katharina Adlers Debütroman „Ida“ schon seiner „Opulenz“ wegen, verspricht Rezensentin Rose-Maria Gropp, die dem Buch aber auch darüber hinaus einiges abgewinnen kann.“ – Frankfurter Rundschau:

Ihre Urenkelin verleiht der Person mit ihrem Roman Ida eine Handlung, in der Ida mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wird. Sigmund Freud beschrieb in seinen Hysterie-Studien eine junge Frau, die wegen Stimmverlusts, Weltverlusts und schlechten Benehmens in seine Behandlung kommt – und diese zum Ärger des großen Meisters eigenständig abbricht. Bei Katharina Adler lernt der Leser die Frau jenseits des Falls kennen, ihre politische Aktivität in der österreichischen Sozialdemokratie, das enge Verhältnis zu ihrem Bruder, Beziehungen zu Mann und Sohn, Vermögensverlust, Exil und Leben in Amerika.

„Szenisch, springend, subjektiv und im Ton der k.u.k.-Zeit macht der Text die gesellschaftlichen Umbrüche der Kriegs- und Zwischenkriegszeit anhand der Figuren sichtbar.“ – Frankfurter Rundschau

Es ist die Geschichte einer Frau mit vielen Stärken und auch einigen Schwächen, die trotz aller Widrigkeiten bis zuletzt um ein selbstbestimmtes Leben ringt – zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Geschichte, in die sich ein halbes Jahrhundert mit seinen Verwerfungen eingeschrieben hat.

„Die jüdische Familiengeschichte erzählt die Autorin für Pines jenseits wissenschaftlicher Fußnoten in wienerischer Gemächlichkeit, entspannt und detailliert.“ – Die Welt

Katharina Adlers Roman spannt den Bogen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Ida ist zugleich Gesellschaftspanorama, Entwicklungsroman und Familiengeschichte und macht die gesellschaftlichen Umbrüche der Kriegs- und Zwischenkriegszeit anhand seiner Figuren sichtbar.

Zur Person Katharina Adler

Sie wurde 1980 in München geboren, wo sie nach Stationen in Leipzig und Berlin heute wieder lebt. Bereits für das Manuskript ihres Romandebüts Ida erhielt Adler das Literaturstipendium des Freistaats Bayern und wurde 2015 für den Alfred-Döblin-Preis nominiert. 2018, nach Erscheinen des Buches, folgte die Nominierung für den Klaus-Michael Kühne-Preis und den ZDF-aspekte-Literaturpreis.

 

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