Hochwasser ist die Kehrseite von Niedrigwasser, die Auswirkungen nur viel schlimmer. Nach den Niederschlägen der letzten Tagen treffen die Bewohner entlang des Rheins Vorkehrungen.

Nach den heftigen Regenfällen der letzten Tage bedroht das Hochwasser etwa in Mosel am Rhein bereits das Hab und Gut der Anwohner. Nach der aktuellen Hochrechnung, die auch die Nebengewässer sowie die Niederschlagsentwicklung berücksichtigt, wird im Bereich Wiesbadens der maximale Wasserstand am Donnerstag, 6. Februar, im Laufe des späten Vormittags erwartet. zu erwarten ist ein Pegelstand zwischen 5,75 und 6,15 Meter. Dabei liegen die ständig aktualisierten Messwerte aktuell etwas über den Prognosewerten. Ein höherer Wasserstand kann daher nicht ausgeschlossen werden.

Hochwasser-Vorsorge

Zum Schutz vor Hochwasser wurden am Dienstag mobile Hochwasserschutzwände in Kostheim aufgebaut. Dies ist ab einem Wasserstand von 5,30 Meter notwendig. Ob auch in Schierstein Schutzwände erforderlich sind, wird nach der nächsten Hochrechnung am Mittwoch entschieden. Maßgeblich ist hier ein Pegel von 6,30 Meter. Das Bild oben zeigt Schierstein im Jahr 2018.

Bereits ab 5,75 Meter werden die Schieber des Lindenbachs im Schiersteiner Hafen geschlossen und erforderliche Pumpen eingebaut. Die von der Gewässerunterhaltung im Umweltamt beauftragten Maßnahmen werden von den freiwilligen Feuerwehren Kostheim und Schierstein ausgeführt.

Hintergrund

Seit dem Jahr 2001 errichtet das städtische Umweltamt bei entsprechender Hochwasserlage die Schutzwände in den kritischen Bereichen der Ortslage Schierstein. Die so genannten Spundwände sind 1,20 Meter hoch und schützen bis zu einem Wasserstand von 7,30 Meter. Pumpen fördern bei Rheinhochwasser das aus dem Lindenbach ankommende Wasser, um ein Fluten der am Lindenbach gelegenen Grundstücke zu verhindern.

In Mainz-Kostheim schützen Dammbalken vor einer Überflutung bis zu einem Pegel von 7,90 Meter. (Foto: Corinna Walke)

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Offizielle Informationen zum Hochwasser in Wiesbaden finden Sie unter www.wiesbaden.de.

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