Um die Lärm und Schadstoffemissionen zu verringern, hat die Einführung elektrisch betriebener und wasserstoffbetriebener Linienbusse in urbanen Zentren hohe Priorität. Der Anfang bei ESWE Verkehr ist gemacht.

Der Umbau von ESWE Verkehr zu einem der modernsten Mobilitätsdienstleister in Deutschland geht in Wiesbaden Hand in Hand mit der Einführung des emissionsfreien öffentlichen Personalverkehrs. Mit der Ankunft der 3 von 56 Citaro Battariebussen gab Wiesbadener Verkehrsdienstleister am Montagmittag getreu dem Moto Wir geben kein Gas, wir geben Strom den Startschuss für ein emissionsärmeres Wiesbaden. Die Ankunft auf dem Weg zu einem emissionsfreien ÖPNV in Wiesbaden.

„Das Bundesumweltministerium fördert den Einsatz emissionsfreier Busse und unterstützt Wiesbaden auf dem Weg zu einem besonders umwelt- und klimaschonenden Nahverkehr, von dem die gesamte Stadtbevölkerung profitieren soll. Die Umstellung der Busflotte auf Elektroantrieb kann auch Vorbild für viele andere Kommunen sein.“Dirk Meyer, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium (BMU)

Für die Beschaffung der 56 Batteriebusse und den Ausbau der Ladeinfrastruktur hatte ESWE Verkehr bereits vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit eine Förderzusage erhalten. Die Fördersumme, mit der der Bund die Hessens Landeshauptstadt unterstützt, betrug bis heute 14,5 Millionen Euro. Dirk Meyer, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium (BMU), hatte zur Pressekonferenz in der Firmenzentrale von ESWE Verkehr eine Überraschung mitgebracht. Das BMU sichert der Modellstadt Wiesbaden die Erhöhung der Fördermittelzuwendung um 30,3 Millionen Euro auf insgesamt 44,83 Millionen Euro zu.

Andreas Kowol, Gert-Uwe Mende, Jörg Gerhard, Prof. Dr. Hermann Zemlin, Tarek Al-Wazir, Till Oberwörder

Andreas Kowol, Till Oberwörder, Jörg Gerhard, Tarek Al-Wazir, Dirk Meyer, Gert-Uwe Mende, Prof. Dr. Hermann Zemlin

 

 

Die beiden ESWE-Verkehr-Geschäftsführer Jörg Gerhard und Hermann Zemlin nahmen die Urkunde über die Fördermittelzusage feierlich in Empfang. Die Mittel ermöglichen die Bestellung weiterer 64 eCitaro-Fahrzeuge. Damit soll die Batteriebusflotte bis 2021 auf 120 Fahrzeuge steigen.

„Die neuen Busse werden nun im Erstbetrieb für Schulung- und Testzwecke eingesetzt. Damit wird der optimale Einsatz im Liniennetz ermöglicht un der zügige Übergang in den Regelbetrieb sichergestellt. Die nötigen Testläufe ermöglichen die jeweiligen Eigenheiten der Strecken und die notwendigen Ladeprozesse zu erproben.“ – Jörg Gerhard, ESWE-Verkehr-Geschäftsführer

Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, war die öffentliche Präsentation der Battariebusse eine Herzensangelegenheit, die er sich nicht entgehen ließ. Seine Kernbotschaft an die Zuhörer lautete ist, dass Wiesbaden einen neuen Maßstab für einen umweltfreundlichen Busverkehr setze. Wenn andere Städt einzelne Buslinien mit energiebetriebenen Bussen bereits umsetzten, seien dies im Vergleich zu dem Vorhaben in Wiesbaden  – Leuchttürme. Keine andere deutsche Großstadt hat sich ein ehrgeizigeres Ziel gesetzt. Wir brauchen diesen Ehrgeiz, denn wenn wir die Erderwärmung begrenzen wollen, müssen wir aus den fossilen Antrieben nahezu vollständig aussteigen. Das Land nutzt alle Möglichkeiten, um Wiesbaden dabei zu unterstützen.

„Steigt ein! Seid Frischluftvorbild auf der ganzen Linie.“ – Schriftzug auf Wiesbaden Bussen

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Gert-Uwe Mende, hob in seiner Rede besonders hervor, nun habe offiziell das Batteriebus-Zeitalter in Wiesbaden begonnen. Die Beklebung der Busse trägt einen Leitsatz, den ich allen Bürgern gerne zurufe: ‚Steigt ein! Seid Frischluftvorbild auf ganzer Linie‘. Mit Blick auf die Fördermittelzusage kommentierte Mende: Die Umstellung der Busflotte ist ein zentraler Baustein des Luftreinhalteplans. Die Fördermittel des Bundesumweltministeriums machen diese Umstellung erst möglich. Das ist ein toller Erfolg für die Landeshauptstadt und kann zum echten Standortvorteil werden. Es ist eine gute Investition in die Zukunftsfähigkeit von Stadt und Region.

„Unsere Elektro-Busse prägen damit nicht nur den derzeitigen Mobilitätswandel mit, sondern sorgen gleichzeitig für die Erhöhung der Lebensqualität in Städten.“Till Oberwörder

Der Leiter Daimler Buses, dem Lieferanten der neuen Wiesbadener Busse, Till Oberwörder, hebt in seiner Rede die Bedeutung für die Stadt und den Hersteller hervor: Jede Auslieferung unseres vollelektrischen eCitaro ist ein weiterer Schritt in Richtung des nachhaltigen und emissionsfreien ÖPNV. Unsere Elektro-Busse prägen damit nicht nur den derzeitigen Mobilitätswandel mit, sondern sorgen gleichzeitig für die Erhöhung der Lebensqualität in Städten. Zugleich freuen wir uns, dass ESWE Verkehr sukzessive ihren Fuhrpark auf Elektromobilität von Daimler Buses umstellt – das ist das ein großer Vertrauensbeweis in unser Gesamtsystem E-Mobilität Als Generalunternehmer ist Mercedes-Benz neben der Umstellung der Busflotte auch mit dem Umbau des gesamten Betriebshofmanagements betraut. Das ist in dieser Gesamtkombination bislang bundesweit einmalig.

Wasserstoffbusse

Im Zuge des Pressetermins erklärten die Geschäftsführer von ESWE Verkehr, dass man hinsichtlich der Wasserstoffbusse leicht im Verzug sei. Die Wasserstofftankstelle sei bereits fertig. Bis die ersten Wasserstoffbusse in mWiesbaden unterwegs seien, werde es aber noch bis 2020 dauern.

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Die offizielle Internetseite von Wiesbadens Verkehrsdienstleister finden Sie unter www.eswe-verkehr.de.

 

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