Am Samstag, 18. April, fand im Kulturforum Wiesbaden ein besonderer Trommelworkshop für junge Menschen mit Aphasie im Alter von 18 bis 45 Jahren statt. Die Veranstaltung wurde von der Wiesbadener Musik- und Kunstschule (WMK) in Kooperation mit dem Netzwerk Junge Aphasie organisiert und war mit zwölf Teilnehmenden vollständig ausgebucht.
Der Workshop entstand aus einem pädagogischen Impuls heraus: Im Anschluss an einen pädagogischen Tag zum Thema „Inklusion“ initiierten die WMK und das Netzwerk Junge Aphasie dieses besondere Projekt. Ziel war es, Menschen mit Sprach- und Körperbeeinträchtigungen durch Musik neue Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeiten zu eröffnen.
Geleitet wurde der Workshop vom Percussion- und Schlagzeuglehrer Malte Schmidt (WMK), der die Teilnehmenden behutsam in die Welt der Rhythmen einführte. Unterstützt wurde er von der Logopädin und Mentorin des Netzwerkes Beate Gollan, die den Workshop aus therapeutischer Perspektive begleitete.
Zu Beginn lernten die Teilnehmenden die westafrikanische Trommel Djembe sowie das sogenannte „Circle-Prinzip“ kennen: Ein gemeinsames Musizieren im Kreis, bei dem Rhythmus, Aufmerksamkeit und Interaktion im Mittelpunkt stehen. Im weiteren Verlauf des Tages wurde das musikalische Spektrum erweitert. Neben dem Trommeln kamen auch Stimme, Bodypercussion und weitere Klangmöglichkeiten zum Einsatz. So entstand ein lebendiger, gemeinschaftlicher musikalischer Prozess, der weit über sprachliche Grenzen hinausging.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden zeigte eindrucksvoll, wie Musik Brücken bauen und neue Zugänge zur Kommunikation eröffnen kann. Sowohl die WMK als auch das Netzwerk Junge Aphasie ziehen ein durchweg positives Fazit und können sich eine Fortsetzung des Formats gut vorstellen.
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