Mit leichter Hand und überbordendem Einfallsreichtum Ost die Austernprinzessin eine temporeich satirische Gesellschaftskomödie.

Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden Klassiker der Kinogeschichte wie der expressionistische Psychothriller Das Cabinet der Dr. Caligari oder die legendäre Tonfilmoperette Der Kongress tanzt. Dass das Weimarer Kino als Blütezeit des deutschen Films gilt, ist auch zahlreichen jüdischen Filmschaffenden zu verdanken, – was heute größtenteils in Vergessenheit geraten ist.

Murnau Filmtheater, kurz gefasst

Jüdische Filmschaffende – „Die Austernprinzessin?
Wann: Mittwoch, 9. Februar 2022, 18:30 Uhr
Wo: Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden (Anfahrt planen)
Eintritt: 8,00 Euro, ermäßigt 7  Euro, mit Wiesbadener Filmkunstkarte: 6 Euro

Handlung – Der schwerreiche amerikanische Geschäftsmann Quäker hat sein Vermögen mit Meeresfrüchten verdient und ist deshalb überall als Austernkönig bekannt. Seine temperamentvolle Tochter, die Austernprinzessin, will unbedingt einen europäischen adeligen heiraten. Ihr Vater verspricht, ihr einen Prinzen zu kaufen. Heiratsvermittler Seligsohn erhält Quakers Brief mit der Bitte, seiner Tochter eine standesgemäße Partie zu besorgen, und entscheidet sich ihr den Prinzen Nucki vorzuschlagen: Der ist zwar arm, aber schön. Nachdem er davon erfährt, schickt er seinen Dienstboten vor. Im glauben, der echte Prinz stünde vor ihr, heiratet die Millionärstochter ihn.

Aus dem Lexikon des internationalen Films

Das Lexikon bezeichnet Die Austernprinzessin als „reinste[n] ‚Comic Strip‘ – ein Millionär, der nicht einmal die Zigarette selbst halten muss, und eine Prinzessin, die, nur um die Tochter des Schuhcremekönigs zu übertrumpfen, einen Prinzen heiraten will. Nach Lubitschs eigener Aussage seine ‚erste Komödie mit einem definitiven Stil‘, der ‚Schritt von der Komödie zur Satire‘. Voller grotesker Komik und subtiler Gags. Lubitsch zeigt hier erstmals was in ihm steckt.“

Fakten zum Film

Die Austernprinzessin, 1919 – Drehbuch Ernst Lubitsch – Produktion PAGAU Berlin – Dauer 58. Minuten – Besetzung: Victor Janson: Austernkönig Mister Quaker; Ossi Oswalda: Ossi, seine Tochter; Harry Liedtke: Prinz Nucki;  Julius Falkenstein: Josef, Nuckis Freund; Max Kronert: Heiratsvermittler Seligsohn; Curt Bois: Kapellmeister; Gerhard Ritterband: Küchenjunge.

Bild oben – Filmplakat von Robert L. Leonard (1879-1943) – Gemeinfrei

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Die offizielle Internetseite der Murnau Stiftung finden Sie www.murnau-stiftung.de.

 

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