Es ist nur ein Dummer Spruch und galt einst unter Jugendlichen auf dem Bolzplatz: „Wer 1:0 führt, der stets verliert.“ Am Mittwochabend gab er den Zweiflern recht.

Mittwochabend, 18:30 Uhr, ein Stunde früher als sonst. Die Vorzeichen standen nicht schlecht und es fing auch gleich gut an für die Hessinnen: 2:0 nach zwei Ballwechseln. Dann folgte der erste Aufschlag der Potsdamerinnen. Der war stark. Es stand 1:2 und die Brandenburger hatten ihre Mittel gefunden – die Wiesbadenerinnen  fanden in der gesamten Partie kein Mittel gegen diesen starken Aufschlag.

„Unser Problem war heute das Annahmespiel. Unser Gegner hat unsere Problemzone erkannt und gnadenlos ausgenutzt.“ – Dirk Groß, VCW Coach

Allein 13 Annahmefehler in der Statistik untermauern dies. Das sei einfach zu viel, resümierte Wiesbadens Diplom-Trainer Dirk Groß. Da half es dann auch wenig bis gar nicht, dass die Starting-Six um Tanja Großer, Selma Hetmann, Kimberly Drewniok, Irina Kemmsies, Simona Kóšová und Karolina Bednářová vom ersten Aufschlag weg gut in die Partie gekommen sind. 11:4 lautete der zwischenzeitliche Spielstand für Wiesbaden. Die Annahmeschwäche brachte Unsicherheit in das Spiel. Ehe sich die Spielerinnen versahen stand es 16:16. Der VCW hielt noch einmal dagegen, musste sich aber im ersten Satz mit 21:25 geschlagen geben.

Doublette

Der zweite Satz entwickelte sich ähnlich wie der erste. Wiesbaden punktete, zog davon, Potsdam glich aus und entschied den Satz für sich (22:25).

Satz für Wiesbaden

Zu Beginn des dritten Satzes konnte sich keines der beiden Teams einen klaren Vorsprung herausarbeiten. Beide Mannschaften brachten ihr Angriffsspiel bis zum Spielstand von 6:5 für den VCW durch. Die Punktetafel zur ersten Technische Auszeit zeigte 8:5 für Wiesbaden. Es war nun das Team von Gäste-Coach Davide Carli, das den Faden verloren hatte. Carli nahm früh im Satz beide Teamauszeiten, um seine Mannschaft neu zu fokussieren. In der Folge konnte Wiesbaden den SCP aber auf Distanz halten und bis auf 22:15 davonziehen. Diesen Vorsprung ließ sich der VCW dann nicht mehr nehmen. Er sicherte sich mit 25:17 den Gewinn des dritten Satzes.

„Wir werden das Spiel jetzt ganz genau analysieren und dabei herausfinden, woran es gelegen hat und wie wir uns verbessern können.“ – Dirk Groß, VCW Coach

Doch das Aufbäumen sollte nicht reichen. Dirk Groß wechselte im Laufe des vierten Satzes zwar nochmal frische Kräfte ein (Mertens für Kemmsies und Grozer für Großer), doch den frühen 1:8-Rückstand konnten die Hessinnen am Ende nicht mehr kompensieren. Das Publikum brach im Anschluss an das Spiel nicht den Stab über das verunsicherte Heim-Team, das bei seiner Free-TV-Premiere einen gebrauchten Tag erwischte. Vielmehr klatschten die stets fairen Zuschauer beiden Mannschaften freundlich zu.

Am Samstagabend hat das junge Wiesbadener Team bei Allianz MTV Stuttgart die nächste Chance, sich weiter zu entwickeln.

Impressionen vom Spiel

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Ergebnisse der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen

Mi, 07.02.18 18:00 VCO Berlin – Suhl  1:3 / 78:95 (17:25 25:20 14:25 22:25)
Mi, 07.02.18 18:30 Wiesbaden – Potsdam  1:3 / 86:92 (21:25 22:25 25:17 18:25)
Sa, 10.02.18 18:00 Aachen – Erfurt
Sa, 10.02.18 19:00 Potsdam – Suhl
Sa, 10.02.18 19:00 Vilsbiburg – Münster
Sa, 10.02.18 19:30 Stuttgart – Wiesbaden
So, 11.02.18 16:00 Vilsbiburg – VCO Berlin

Tabelle der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen

1 Dresdner SC 16 14 44:14 41
2 Allianz MTV Stuttgart 15 13 41:13 40
3 SSC Palmberg Schwerin 16 13 44:14 39
4 VC Wiesbaden 15 9 31:25 26
5 Ladies in Black Aachen 15 9 32:25 25
6 USC Münster 15 7 30:28 24
7 Rote Raben Vilsbiburg 15 7 26:28 20
8 SC Potsdam 15 5 22:34 16
9 VfB Suhl LOTTO Thüringen 16 4 16:40 12
10 Schwarz-Weiß Erfurt 16 3 13:43 9
11 VCO Berlin 14 0 7:42 0

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