Wo am 6. November Trümmer kreuz und quer in die Luft geragt haben und versprochen wurde, noch 2021 die ersten wichtigen Verkehrswege wieder freizugeben, läuft alles nach Plan. Vor Weihnachten soll es soweit sein.

Seit Oktober bewegen Radlader, LKWs und Bagger im Bereich der Salzbachtalbrücke Tonnen von Sand, Beton und Metall. Waren sie erst damit beschäftigt ein entsprechendes Fallbett für die Brückensprengung herzurichten, liegt der Fokus jetzt darauf, die Trümmer der maroden Brücke zu zerkleinern und zusammen mit dem meterhoch aufgeschüttetem Fallbett zu beseitigen. Unmittelbar nach der Sprengung hatte das Abruchunternehmen ohne Rücksicht bis spät in die Nacht damit begonnen. Inzwischen hat sich vieles normalisiert.

„Wir sind jetzt seit zwei Wochen dabei die Brückentrümmer hier wegzubekommen und sind jetzt hier auch schon in den letzten Zügen, sodass Ende der Woche der Betonabbruch weitestgehend aus dem Baufeld raus ist.“ – Matthias Achauer, Abteilungsleiter Brückenbau

Mit Rücksichtnahme auf die Anwohner wurden die Arbeitszeiten angepasst – wird vorzugsweise werktags von 7:00 bis 18:00 Uhr, höchstens aber bis 20 Uhr gearbeitet. Das ist möglich, das bereits alle Brückenteile im Bereich der Bundesstraße sowie der Bahntrasse beseitigt wurden.  Das Fallbett selbst wird bis zum 4. Dezember weichen. Am Samstag vor dem zweiten Advent wolle die Autobahn GmbH die Bahntrasse an die Deutsche Bahn übergeben, sodass die dann schnellstmöglich Gleise verlegen und die alte Hochspannungsleitungen wieder in Betrieb nehmen wird. Schließlich soll der Schienenverkehrs in Richtung Wiesbaden Hauptbahnhof spätestens bis Weihnachten wieder rollen. Das gilt auch für den Autoverkehr auf der B 263.

„Wenn man alles zusammerechnet – Fallbetten, Stützwälle, Baustraßen, die Teile der gefallenen Brücke – werden hier 110000 Tonnen bewegt. Umgerechnet auf die ganzen LKWs sind das zwischen 5000 und 5500 Fahrten die hier in kürzester Zeit unterwegs sind.“ – Matthias Achauer, Abteilungsleiter Brückenbau

Wenn es soweit ist, haben Bagger, Radlader und LKWs rund 15000 Tonnen Trümmer, Stahl und Schutt innerhalb der Baustelle versetzt, zerkleinert und vorsortiert – und weiter zur Deponie transportiert, wo Gestein und Metall weiter getrennt und zerkleinert – um irgendwo anders zu Receycling-Baumaterial weiter verarbeitet werden. Ein teil der Baustoffe könnten etwa als Frostschutzschicht im Straßenbau wieder eingesetzt werden.

Salzbachtalbrücke Impressionen vom Baufeld

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Fotos oben ©2021 Volker Watschounek

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Offizielle Informationen zur Salzbachtalbrücke finden Sie auf der Internetseite der Auotobahn GmbH.

 

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