10.124 Anregungen und Bewertungen haben die Bürger bei den vier Infomessen, dem Online-Dialog und über das Kontakt-Formular zur CityBahn geäußert.

Die Ergebnisse der Info-Messen und des Dialogs zur CityBahn zeigen: Es hat sich gelohnt. Die ersten Erkenntnisse aus dem langwierigen Prozess sind bei der aktuelle Planungen bereits berücksichtig. Speziell in Biebrich gibt es Änderungen – soll die Strecke über den Herzogsplatz, Rathenauplatz und die Rheingaustraße führen. Diesen sowie weitere Vorschläge hat die CityBahn GmbH den politischen Gremien zur weiteren Abstimmung übergeben.

Die jetzt vorgeschlagene Linienführung ist die beste Balance zwischen Bürgerwünschen, Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit.“ – Hermann Zemlin, Geschäftsführer der CityBahn GmbH

Verkehrsdezernent Andreas Kowol ergänzt, dass Biebrich als einwohnerstärkster Stadtteil von Wiesbaden eine besondere Bedeutung habe. Es sei enorm wichtig, dass die CityBahn nicht an Biebrich vorbeifahre, sondern für möglichst viele Biebricher gut erreichbar sei. Außerdem solle die Kasteler Straße, die obere Breslauer Straße und die Glarusstraße in ihrer Funktion als Verkehrsachse für den PKW-Verkehr behalten, wenn nicht har verstärkt werden, um den Ortskern von Biebrich zu entlasten. „Beide Wünsche können wir der Lösung erfüllen,“ so Kowol. Die Linienführung über Rathenauplatz und Rheingaustraße biete außerdem den Vorteil einer schnellen, umsteigefreien Verbindung vom Biebricher Ortskern nach Kastel und Mainz. Im Verlauf der Biebricher Allee und der Rheinstraße bleibt so der Alleecharakter beider Straßen erhalten.

Ideen und Anregungen

Zusätzliche Anregungen, die sich im Rahmen der Infomessen ergeben haben, werden weitere Vorteile für den Ortsteil Biebrich bringen. Dabei handelt es sich vor allem um die Anpassungen im Busnetz: Durch die Verlängerung der Buslinie 3 bleibt die umsteigefreie Anbindung der Siedlung Parkfeld an die Innenstadt bestehen. Darüber hinaus entsteht eine umsteigefreie Verbindung zwischen den Biebricher Gewerbegebieten und der Mainzer Straße. Die bisherige Buslinie 9 soll von der Rheingaustraße in die Kasteler Straße verlegt werden und eine Funktion als S-Bahn-Shuttle bekommen. Biebrich und auch Schierstein erhalten damit eine verbesserte Direktanbindung an den Bahnhof Wiesbaden Ost und somit ans S-Bahn-Netz nach Frankfurt und Mainz.

Zusätzliche CityBahn-Haltestellen

In Kastel entsteht auf Bürgerwunsch die zusätzliche CityBahn-Haltestelle Johannes-Großner-Straße und zur Verbesserung der Umsteigesituation eine zusätzliche Bushaltestelle der Linie 33 an der Ecke Otto-Suhr-Ring/Wiesbadener Straße. Auch der Stadtteil Amöneburg wird eine CityBahn-Haltestelle erhalten.

Im Stadtteil Südost soll sich ebenfalls die Umsteigesituation verbessern: Es wird geprüft, ob sich durch die Führung der Buslinien 5, 15 und 48 in Ost-West-Richtung über Rheinstraße und Bahnhofstraße und von dort weiter zum Dernschen Gelände mit einer neuen Haltestelle an der Ecke Rheinstraße/Bahnhofstraße der Komfort für die Fahrgäste erhöhen lässt.

„Die Vision eines verkehrsberuhigten Platzes hinter der Ringkirche schien lange unerreichbar. Mit der CityBahn rückt sie in greifbare Nähe.“ – Andreas Kowohl, Verkehrsdezernent

Bereits im Februar hatten die Planer der CityBahn das Votum der Bürger für den Verlauf der CityBahn über die Rheinstraße und nicht durch die deutlich schmalere Luisenstraße ausgemacht n– was bei der Ausarbeitung der neuen Vorschlagslinienführung bedacht wurde.

„Theodor-Heuss-Brücke – Rampenstraße – Wiesbadener Straße – Biebricher Straße – Rheingaustraße –Adolf-Todt-Straße – Stettiner Straße – Rathenauplatz – Straße der Republik – Biebricher Allee – Wiesbaden Hauptbahnhof – Bahnhofstraße – Rheinstraße – Ringkirche – Klarenthaler Straße – Hochschule RheinMain.“ – Linienführung der CityBahn

Mit Blick auf den Nutzen-Kosten-Quotienten, die technische Realisierbarkeit, die späteren betrieblichen Vorteile und eine attraktive Anbindung möglichst vieler Wiesbadener schlägt die CityBahn GmbH damit insgesamt nun folgende Linienführung für die Entwurfsplanung vor: Theodor-Heuss-Brücke – Rampenstraße – Wiesbadener Straße – Biebricher Straße – Rheingaustraße –Adolf-Todt-Straße – Stettiner Straße – Rathenauplatz – Straße der Republik – Biebricher Allee – Wiesbaden Hauptbahnhof – Bahnhofstraße – Rheinstraße – Ringkirche – Klarenthaler Straße – Hochschule RheinMain.

5-, 10, 20 und 60-Minuten-Taktung

Das sich aus der Linienführung ergebende Betriebskonzept sieht derzeit montags bis freitags zwischen Hochschule RheinMain und Biebrich tagsüber einen 5-Minuten-Takt vor, auf dem weiteren Streckenabschnitt von Biebrich nach Mainz einen 10-Minuten-Takt. Für den Abendverkehr ist ein 10-Minuten-Takt bzw. ein 20-Minuten-Takt vorgesehen. Nachts soll ein 60-Minuten-Takt zwischen Hochschule RheinMain und Mainz angeboten werden.

Ergebnisse nicht vor 2019

Zunächst sind nun die an der Strecke liegenden Ortsbeiräte von Kastel, Amöneburg, Biebrich, Südost, Mitte, Rheingauviertel-Hollerborn und Westend-Bleichstraße gefragt, sich mit dem neuen Vorschlag zur Linienführung zu beschäftigen. Anschließend geht die Linienführung als Grundlage für die Entwurfsplanung zur Beschlussfassung in die Stadtverordnetenversammlung. Die Ergebnisse der Entwurfsplanung werden den  Bürgern dann voraussichtlich im Frühjahr 2019 präsentiert.

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