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Burgfestspiele Wiesbaden in der Burg Sonnenberg.

Burgfestspiele: Oper „Hin und Rück“ trifft Hinterhofklang

Eine kleine Oper, große Fragen und viel Gefühl: Die Wiesbadener Burgfestspiele laden am 17. Mai zu einem ungewöhnlichen Musiktheaterabend. Hindemith trifft Eisler, Vergangenheit spiegelt Gegenwart – und ein junges Ensemble zeigt, wie intensiv, direkt und überraschend „Taschenoper“ heute klingen kann.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 1 Stunde vor 0

Zwischen Burgmauern und Sommerluft entfaltet sich Musiktheater: Die Wiesbadener Burgfestspiele bringen Hindemith und Eisler in den Burggarten.

Manchmal reicht ein kurzer Weg – hin und zurück –, um eine ganze Welt zu erzählen. Die Wiesbadener Burgfestspiele wagen genau das. Sie laden ein in den Burggarten der Burg Sonnenberg und schicken ihr Publikum auf eine musikalische Reise, die Vergangenheit und Gegenwart klug ineinander verschränkt.

Burgfestspiele Wiesbaden, kurz gefasst

OperHin und Rück
Eintritt: 15,00 Euro, ermäßigt 10,00 Euro
Wann: Sonntag, 17. Mai 2026, 19:00 Uhr
Wo: Burg Sonnenberg, Am Schloßberg, 65191 Wiesbaden

Kleine Oper, große Wirkung

Im Mittelpunkt steht Paul Hindemiths Kurzoper „Hin und zurück“. Ein Werk, das sich nicht lange aufhält, sondern direkt zur Sache kommt. Es erzählt, spitzt zu, dreht die Zeit – und stellt Fragen, die auch heute noch treffen.

Das junge Ensemble Thespis greift diese Vorlage auf, spielt, singt, probiert. Dirigent Noah Damm hält die Fäden zusammen, lässt Tempo entstehen und gibt Raum für Nuancen. So entsteht kein museales Stück, sondern lebendiges Theater.

Hinterhöfe, die Geschichten erzählen

Doch der Abend bleibt nicht bei Hindemith stehen. Lieder von Hanns Eisler mischen sich ein – als „Hinterhofszenen“. Sie kommentieren, widersprechen, vertiefen. Sie holen die großen Themen herunter auf den Asphalt des Alltags.

Krieg, Verlust, Verantwortung: Das klingt schwer, wird hier aber nicht pathetisch vorgetragen. Stattdessen entstehen Bilder, die berühren, ohne zu belehren. Das Publikum schaut nicht nur zu – es hört genauer hin, denkt mit, fühlt nach.

Taschenoper: Nah dran statt weit weg

Die Burgfestspiele setzen bewusst auf Nähe. Ihr „Taschenopern“-Format verzichtet auf große Distanz und sucht den direkten Kontakt. Kein Orchestergraben trennt Bühne und Zuschauer. Stimmen, Blicke, Bewegungen erreichen das Publikum ungefiltert.

Das funktioniert besonders gut unter freiem Himmel. Wenn die Abendluft kühler wird und die Burgmauern langsam Schatten werfen, entsteht ein Raum, der Theater nicht nur zeigt, sondern spürbar macht.

Bühne frei für junge Stimmen

Gleichzeitig öffnen die Wiesbadener Burgfestspiele ihre Bühne für Nachwuchs. Sie geben jungen Künstlerinnen und Künstlern die Chance, sich auszuprobieren und zu wachsen. Das Publikum erlebt dabei nicht Perfektion als Selbstzweck, sondern Entwicklung in Echtzeit.

Wer also Lust hat auf Musik, die denkt, Theater, das fühlt, und einen Abend, der nachklingt, sollte sich diesen Termin vormerken.

Foto – Burg Sonnenberg ©2026 Veranstalter

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Mehr Informationen zu den Burgfestspiele Wiesbaden.

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