Fünf Projekte öffnen Räume für neue Perspektiven: Bei den Maifestspielen zeigt Wiesbaden, wie Kunst Fragen stellt und Grenzen verschiebt.
Wiesbaden schafft Platz für Experimente. Mit dem Programm Freiräume – Projektstipendium Internationale Maifestspiele bringt die Stadt gemeinsam mit dem Hessisches Staatstheater Wiesbaden junge Positionen auf die Bühne. Fünf ausgewählte Projekte zeigen, wie Kunst sich bewegt, Fragen stellt und Grenzen verschiebt.
Körper, Klang und Erinnerung
Den Auftakt setzt „There will be no blood“. Die Performance blickt auf den weiblichen Körper und erzählt von Wandel, Unsicherheit und Selbstermächtigung. Sie führt durch Erinnerungen, tastet sich an Tabus heran und sucht eine neue Sprache für eine oft verdrängte Erfahrung.
Termin: Mittwoch, 6. Mai, 19.30 Uhr, Studio, Hessisches Staatstheater, Christian Zais Straße 3, Eintritt: 18 Euro, ermäßigt 9 Euro.
Ganz anders arbeitet das art.ist.kollektiv. In „Wir müssen spielen oder: Quatsch keine Opern“ zerlegt es Sprache, setzt sie neu zusammen und verwandelt Worte in Rhythmus. Die Künstler spielen, stolpern, hören zu – und zeigen, wie Verständigung entsteht.
Termin: Samstag, 9. Mai, 19.30 Uhr, Kunsthaus, Schulberg 10. Eintritt: 18 Euro, ermäßigt 9 Euro.
Zwischen Innen und Außen
Mit „re-“ lädt ein Ensemble um Johannes Schropp in einen Raum zwischen Tanz, Klang und Installation. Die Arbeit untersucht Maskulinität, löst feste Bilder auf und sucht nach weichen Übergängen. Bewegung trifft auf Resonanz, Körper reagieren auf Klang, Raum beginnt zu erzählen.
Termine: Freitag, 15. Mai, 19.30 Uhr, Georg Buch Haus, Wellritzstraße 38, und Samstag, 16. Mai, 16 Uhr, Georg Buch Haus, Wellritzstraße 38. Eintritt: 18 Euro, ermäßigt 9 Euro.
Träume, die sich wehren
„Stücke für Jetzt Vol. 3“ öffnet einen surrealen Kosmos. Träume lösen sich von ihren Trägern, wachsen, rebellieren. Die Performance verbindet Tanz und Konzert, erschafft Bilder, die sich nicht festhalten lassen – und genau darin ihre Kraft finden.
Termin: Mittwoch, 20. Mai, 19.30 Uhr, Wartburg, Schwalbacher Straße 51. Eintritt: 18 Euro, ermäßigt 9 Euro.
Der Puls der Gemeinschaft
„An den Grenzen des Pulses“ verbindet Musik, Technologie und Körper. Herzschläge werden hörbar, sichtbar, spürbar. Die Performance schafft ein kollektives Erlebnis, das den eigenen Rhythmus mit dem der anderen verschränkt.
Sonntag, 31. Mai: Im Rahmen der Öffnungszeiten des Kunsthauses (Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag, feiertags von 11 bis 17 Uhr; Donnerstag von 13 bis 19 Uhr),
Termin Konzert: Freitag, 29. Mai, 19.30 Uhr, Kunsthaus, Schulberg 10. Eintritt: 18 Euro, ermäßigt 9 Euro (Konzert), Installation kostenfrei.
Kunst, die Räume öffnet
Das Stipendium zeigt, wie lebendig die freie Szene arbeitet. Es schafft Freiräume, in denen Künstler riskieren, suchen und neu denken. Wiesbaden wird so zur Bühne für Experimente – und für Begegnungen, die bleiben.
Foto – Maifestspiele ©2026 Staatstheater Wiesbaden
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