Wo einst über Maibaumklau gesprochen wurde, zählt heute vor allem eines – gemeinsames Feiern auf dem Dorfplatz.
War da nicht was? Ein Maibaum, der verschwand, heimlich, nachts, mit viel Gelächter im Hintergrund? Eine Maibaum-Wache die geschlafen hat? Fast. Petra Georg klärt das Missverständnis schnell auf: „Das war der Kerbe-Baum – nicht der Maibaum.“ Ein kleiner Unterschied, der zeigt, wie schnell sich Dorfgeschichten im Reigen von Tradition verselbstständigen. Und wie gern man sich daran erinnert.
Frühlingsfest Auringen, kurz gefasst
Miteinander pflegen – Austauschen, Zeit teilen, einfach sein
Eintritt: frei
Wann: Sonntag, 26. April 2026, ab 11:00 Uhr
Wo: In d. Hohl, 65207 Auringen
Jetzt aber geht es nicht um Diebstahl, sondern ums Wiedersehen. Das Frühlingsfest am Sonntag bringt Auringen auf den Dorfplatz – und das ganz ohne Krimi.
Weniger Baum, mehr Begegnung
Früher stellte die Junge Initiative Auringen noch einen großen Maibaum auf: mit Blaskapelle, Kinderfahrradkorso und ordentlich Tamtam, erinnert sich das Vorstandsmitglied Georg. Heute nehme man den Druck raus und lasse das Fest atmen. Die Birke steht schon vorher, geschmückt und bereit. Am Sonntag gehört der Platz dann den Menschen.
„Wir haben es einfach angepasst“, sagt Georg. Der Verein zählt rund 30 Mitglieder. Sie organisieren, grillen, backen – und halten das Frühlingsfest am Leben. Ohne große Bühne, aber mit viel Nähe.
Maibowle statt Marketing
Hier läuft nichts von der Stange. Die Maibowle entsteht aus selbst gesammeltem Maikraut, Sirup und Apfelwein. Apfelwein, der in Auringen gekeltert wird. Das merkt jeder, der ein Glas hebt. Es schmeckt nach Auringen. Dazu kommen Salate, Kuchen und ein Grill, der mehr verbindet als nur Würstchen.
Kinder nutzen den gesperrten Dorfplatz als Spielfläche. Erwachsene bleiben stehen, reden, lachen. Musik läuft im Hintergrund, aber sie drängt sich nicht auf. Das Fest lebt vom Gespräch, nicht vom Programm.
Ein Dorf, das sich selbst genügt
Die Junge Initiative organisiert das Fest jetzt schon seit rund 30 Jahren. Aber nicht nur das. Einmal im Jahr fährt sie gemeinsam weg, trifft sich regelmäßig, bringt Leben in den Ort. Das Frühlingsfest wirkt dabei wie ein Auftakt – in eine Saison, in der man sich draußen begegnet.
Und der Maibaum? Der darf einfach stehen bleiben. Vielleicht, weil man gelernt hat: Nicht jede gute Geschichte braucht ein Drama. Manche reicht ein Grill, ein Glas Maibowle – und ein freier Nachmittag, an dem die Busse von ESWE Verkehr einen Bogen um den Dorfplatz machen.
Symbolfoto ©2026 KI-generiert / Wiesbaden lebt!
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