Menü

kalender

März 2026
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Partner

Partner

/* */
Staatskanzlei Hessen

Antisemitismus – Antisemitismusbeauftragter warnt vor getarnter Judenfeindlichkeit

Uwe Becker: „Der Kampfbegriff des Antizionismus ist zum Leitmotiv der Antisemiten in unserem Land geworden.“

Kyra Intelliana 4 Stunden vor 0

„Wer die Hasstiraden auf judenfeindlichen Demonstrationen in Deutschland oder auch Parteibeschlüsse wie zuletzt bei der Linken sieht, erkennt immer deutlicher und zunehmend, dass der Kampfbegriff des Antizionismus zum Leitmotiv der Antisemiten in unserem Land geworden ist. Dieser Begriff vereint die unterschiedlichsten Extremisten von links und rechts bis zu den Islamisten und täuscht dabei sogar demokratische Fürsorge vor.

Die Sehnsucht nach einer sicheren Heimstätte für Jüdinnen und Juden in einer Welt jahrhundertelanger Verfolgung, Entrechtung und Ermordung ist ein verständlicher Wunsch, der sich im Zionismus widerspiegelt. Die Diffamierung dieser Sicht und damit die Verteufelung des Zionismus als angeblich rassistisch-imperialistische Ideologie ist daher nichts anderes als die Delegitimierung des Staates Israel und gleichzeitig die Diffamierung aller Jüdinnen und Juden, die sich nicht von Israel als Land distanzieren. Damit trifft der Antizionismus eben doch den größten Teil aller Jüdinnen und Juden, denn unabhängig von unterschiedlichen Sichtweisen zur jeweiligen Politik Israels würde kaum ein Jude weltweit Israel das Existenzrecht absprechen. Der Antizionismus ist der verkleidete Antisemitismus. Es braucht daher ein größeres Engagement gegen diese getarnte, aber besonders aggressive Judenfeindlichkeit“, erklärte heute der Hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker vor dem Hintergrund der enormen Zunahme sogenannter antizionistischer Aktivitäten im Land.

„Den Menschen wird von interessierten Kreisen – wie zuletzt von der Partei Die Linke – ein Zerrbild des Zionismus vermittelt und dieser mit bekannten antisemitischen Stereotypen jüdischer Weltherrschaft verpackt. Wo einst Juden als Grund allen Übels dargestellt wurden, verwenden Antisemiten heute den Kampfbegriff des vermeintlich bösen Zionisten. Bei dieser Ausprägung des Antisemitismus versagen derzeit auch die klassischen gesellschaftlichen Abwehrreflexe, weil er durch die Hintertür nahezu ungehindert in die gesellschaftlichen Salons eindringt. Und diese gesellschaftliche Anschlussfähigkeit macht ihn so gefährlich. Diesem Umweg-Judenhass müssen wir klar und konsequent entgegentreten“, so Hessens Antisemitismusbeauftragter weiter.

Diskutieren Sie mit

Diskutieren Sie mit

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert