Kinder sind Träger eigener Grundrechte, weil sie Kinder sind. Sie  haben spezifische Bedürfnisse, Wünsche, Ängste und Nöte und brauchen besonderen Schutz. Deshalb haben sie verbriefte Rechte! Der  Weltkindertag und sein „Kinder brauchen Freiräume“ geben Anlass, sich das ins Gedächtnis zu rufen.

Anlässlich des Weltkindertag weisen der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Familienminister Stefan Grüttner deutlich  auf die Änderung der Hessischen Verfassung am 28. Oktober hin. Zusammen betonen sie, dass Hessen die Kinder- und Jugendrechte weiter stärke. Angefangen habe man damit bereits vor gut einem Jahr, als die hessische Landesregierung Frau Prof. Gerarts eine Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte in die Landesregierung berufen hatte. Dies sei ein Zeichen gewesen, womit der Weg konsequent begleitet und engagiert weiter gegangen wird.

„Die bereits vorgelegte Kinder- und Jugendrechte-Charta ist ein starkes Signal an die Kinder und Jugendlichen, die so mit ihren Rechten und Anliegen weiter in die Mitte unserer Gesellschaft rücken. Und es ist ein Signal, zu zeigen: Ihr habt Rechte, für die Ihr eintreten sollt und dürft.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier und Familienminister Stefan Grüttner

Junge Menschen, die in diesem Bewusstsein aufwachsen, seien in der Lage, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Damit gestalten sie den eigenen Lebensraum, aber auch den gesellschaftlichen – getreu dem Motto des Kindertages – mit. Grüttner betonte, dass Hessen Familiensinn habe. Das zeige nicht nur das aktuelle Kinderbarometer eindrucksvoll. Ein Barometer, bei dem Kinder mehrheitlich sagen, dass sie sich in Hessen wohl fühlten – und das nicht nur zum Weltkindertag.

„Kinder und Jugendliche sind  die verwundbarste Gruppe unserer Gesellschaft. Ihnen muss unser besonderer Schutz gelten und wir müssen sie in ihren Rechten stärken. Es ist mein Anliegen als Hessischer Familienminister, Kinder zu fördern, ihnen Perspektiven zu eröffnen und ihnen die Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben.“ – Familienminister Stefan Grüttner

Das Motto des diesjährigen Weltkindertages sei vom Deutschen Kinderhilfswerk und UNICEF mit ,Kinder brauchen Freiräume‘ betitelt, ergänzte die Hessische Kinderrechtebeauftragte Prof. Dr. Katharina Gerarts. Tatsächlich bräuchten Kinder und Jugendliche eine Balance aus Fürsorge und Freiheit. Für die gute Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sei es essentiell, dass ihnen neben angeleiteten Bildungsangeboten stets auch Freiräume zur Verfügung stünden. Dazu gehörten auch, dass sich Kinder und Jugendliche beteiligen könnten. Das stärke ihre Selbstwirksamkeit und mache sie zu selbstbewussten  Bürgern, so die Kinderbeauftragte weiter

„Mit der Kinder- und Jugendrechte-Charta und diesem Kinderrechte-Leitfaden ist Hessen ein Vorreiter in Deutschland. In keinem anderen Bundesland gibt es eine so konzipierte Charta, bei deren Anfertigung Kinder und Jugendliche derart intensiv eingebunden waren.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Die Charta formuliert als erste Handlungsempfehlung, die Kinderrechte auch rechtlich zu verankern. Dafür haben die hessischen  Bürger bei der Hessischen Landtagswahl am 28. Oktpber die Gelegenheit. Den zusätzlich zu den Landtagsabgeordneten findet die Abstimmung über die Verfassungsänderung statt. Eine der 15 vorgeschlagenen Änderungen bezieht sich auf die Aufnahme der Kinder- und Jugendrechte in die Hessische Landesverfassung. Bisher sind die Kinderrechte bereits in 14 Landesverfassungen in der Bundesrepublik integriert, in Hessen und Hamburg ist dieser Schritt noch zu machen. Hier hätten Hessens Bürger die großartige Chance, die Kinder- und Jugendrechte in die Landesverfassung aufnehmen zu lassen. Kinder und Jugendliche sollen damit gestärkt werden, so die Beauftragte.

„Kinder brauchen Freiräume ohne Repression, Räume zum Lernen, Leben, Spielen und zur Entfaltung. Wir werden in Hessen nicht nachlassen, uns für Kinder und Jugendliche einzusetzen. Darauf werden die Familien sich verlassen können“, so Bouffier und Grüttner abschließend.

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