In den öffentlichen Ämtern kann es am 20. Oktober zu Behinderungen kommen. Grund dafür ist der erneute Warnstreik von verdi.

In der Tarifrunde für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen erhöht die Gewerkschaft verdi den Druck. Das Angebot, dass die Arbeitgeberseite am 19. Oktober der Arbeitnehmer-Seite gemacht haben, sei so nicht akzeptabel, sagt Landesbezirksleiter Jürgen Bothner.

„Die Arbeitgeberseite hat die bisherigen Warnungen ausgeschlagen. Deswegen werden wir vor der dritten Verhandlungsrunde noch einen Gang zulegen, um den Arbeitgebern deutlich zu machen, wie ernst es den Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist.“  – Jürgen Bothner, Verdi Landesbezirksleiter

Für den 20. Oktober ruft verdi Hessen daher in ganz Hessen zu Warnstreiks auf: Kassel, Wetzlar, Marburg, Gießen, Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Rüsselsheim, Groß-Gerau, Pfungstadt und Erbach das Mitmachen bestätigt. Gestreikt wird in der öffentlichen Verwaltung, in Altenheimen, Krankenhäusern, Sozial- und Jugendämtern, in Sozialen Diensten, Kreissparkassen, Kindertagesstätten, bei der Stadtreinigung, bei Fuhrämtern. Die geplanten Aktionen verlaufen nach den jeweiligen Hygieneauflagen. Mund-Nasenschutz wird getragen, Abstandsregeln werden eingehalten.

„Gesunderhaltung ist uns ein hohes Gut. Deswegen haben wir bei unseren Aktionen Wert darauf gelegt, dass wir die Beteiligten und die Bevölkerung schützen.“ – Jürgen Bothner, Verdi Landesbezirksleiter

Die Streikhandlungen konzentrieren sich dieses Jahr auf den Betrieb oder dessen Umgebung. Bothner sagt weiter, dass die Beteiligung an den Aktionen der Tarifrunde öffentlicher Dienst bis dato weit höher als erwartet gewesen seien. Die in den Aktionen sichtbaren Streikenden seien nur ein kleiner Teil derjenigen, die tatsächlich ihre Arbeit niedergelegt hätten. In Wiesbaden wird die vor allem am Dienstag mit einem Demonstrationszug vom Bahnhof zum Dern’schen Gelände sichtbar – wo dann eine Kundgebung stattfindet.

Hintergrund

Bereits am vergangenen Dienstag hab die angestellten im öffentlichen Dienst in Wiesbaden gestreikt. (wir berichteten). Hintergrund sind aktuelle Tarifverhandlungen, die zuletzt erneut gescheitert sind. ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden.

Weitere Nachrichte aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des ver.di Bezirk Wiesbaden finden Sie unter wiesbaden.verdi.de.

 

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