Nervenkitzel pur: Drittes Saisonspiel, zweites Auswärtsspiel und der dritte Tiebreak. Der VC Wiesbaden verliert sein Auswärtsspiel beim Liga-Schlusslicht Schwarz-Weiß Erfurt.

Die Mannschaft von Trainer Christian Sossenheimer fand auswärts in Erfurt in den ersten beiden Sätzen nicht wirklich in die Partie. Das lag vor allem an der schwachen Annahme und einer Reihe von Angriffsfehlern – und vielleicht auch daran, dass mit Tanja großer eine wichtige Spielerin nicht mit auf dem Platz stand. Nach einer Knieverletzung im Spiel gegen Achen, wird Großer für die nächsten Wochen ausfallen. Mit 17:25 mussten sich Lena Vedder, Frauke Neuhaus und Co. den besseren Erfurterinnen geschlagen geben. Besonders Mittelblockerin Jasmine Gross punktete zuverlässig für die Gastgeberinnen.

„Leider konnten wir heute unser Spiel nicht so aufbauen, wie wir es uns vorgenommen haben, weil wir in allen Elementen zu viele Fehler gemacht haben.“ – Selma Hetmann

Im zweiten Satz war das Spiel enger und der VCW hatte die Chance, zum 1:1 nach Sätzen auszugleichen. Ab Mitte des Satzes erarbeiteten sich die VCW-Spielerinnen einen Vorsprung, der bis zum 23:22 hielt. Ein Annahmefehler von Lena Vedder brachte Erfurt den 23:23-Ausgleich. Es folgten je ein Angriffsfehler von Selma Hetmann und von Marijeta Runjic und schon war auch der zweite Satz verloren.

„Insgesamt 23 Angriffsfehler sind einfach zu viele, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen. Aber auch in der Annahme standen wir durch den Ausfall von Tanja Großer heute nicht so stabil wie sonst.“ – Christian Sossenheimer, VCW-Cheftrainer

In den Sätzen drei und vier wandelte sich das Bild: Der VCW konnte den dritten Satz mit 25:16 so deutlich gewinnen wie Erfurt den Ersten. Grundlage für den Erfolg war die deutlich geringere Eigenfehler-Quote, die eine starke Angriffseffizienz von 54 Prozent zur Folge hatte. Der vierte Satz war schließlich so eng wie der zweite – diesmal hatte nur der VCW die Nase vorn und entschied das Spiel mit 28:26 für sich.

 „Wir müssen dieses Match jetzt gründlich analysieren und eine Woche hart arbeiten, damit es im Pokal nächste Woche besser klappt.“ – Christian Sossenheimer, VCW-Cheftrainer

Damit ging es für den VCW wie schon gegen Münster und Aachen in den Tie-Break, der über Sieg und Niederlage entscheiden sollte. Dieses Mal hatten die Gastgeberinnen das Momentum auf ihrer Seite und gingen Dank einer besseren Annahme und einem besserem Angriff bereits zum Seitenwechsel mit 8:4 in Führung. Diesen Vorsprung konnte der VCW nicht mehr aufholen und so ging der Tie-Break mit 15:11 an Schwarz-Weiß Erfurt. Damit fuhren die VCW-Spielerinnen mit einem Punkt nach Hause. Als wertvollste Spielerin der Partie wurde Außenangreiferin Marijeta Runjic gekührt, die mit 17 Zählern die beste Punktesammlerin des VCW war.

„Wir haben in den ersten beiden Ligaspielen gezeigt, was in unserem Team steckt. Daran müssen wir in den kommenden Wochen wieder anknüpfen.“ –Selma Hetman

In einer Woche steht für den VCW das Achtelfinale im DVV-Pokal an. Das Team ist zu Gast beim VfB Suhl LOTTO Thüringen. Das Spiel beginnt um 19:00 Uhr und wird live und kostenlos bei Sporttotal.TV übertragen.

1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2020.2021, 3. Spieltag, Ergebnisse

Heim Gast Ergebnis / Sätze
Erfurt Wiesbaden 3:2 / 106:104  (25:17 25:23 15:25 26:28 15:11)
Potsdam Suhl 3:0 / 75:46  (25:13 25:18 25:15)

1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2020.2021, 3. Spieltag, Tabelle

# Mannschaft Spiele Siege Sätze Punkte
1 SC Potsdam 5 4 14:06 12
2 SSC Palmberg Schwerin 4 4 12:05 10
3 Dresdner SC 3 2 06:04 6
4 Rote Raben Vilsbiburg 4 2 07:08 5
5 Ladies in Black Aachen 3 1 07:07 5
6 VC Wiesbaden 3 1 07:08 4
7 NawaRo Straubing 3 1 05:07 4
8 Allianz MTV Stuttgart 1 1 03:00 3
9 VfB Suhl LOTTO Thüringen 4 1 05:10 3
10 USC Münster 4 1 05:11 3
11 Schwarz-Weiß Erfurt 4 1 06:11 2

VCW -Erfurt: noch mal Revue passieren lassen

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Die offizielle Internetseite des VC Wiesbaden finden Sie unter www.vc-wiesbaden.de.

 

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