Nationale Teststrategie: Wiesbaden arbeitet daran, die Voraussetzungen für wöchentliche Tests aller Bürger zu schaffen. Aktuell bieten einzelne Apotheken sowie das Landes Test-Zentrum „kostenlose“ Corona-Schnelltests an. 

Trotz steigender Infektionszahlen und hochansteckender Virus Varianten sind am Morgen weitere Lockerungen in Kraft getreten. Der Besuch des Fitnessstudios, das Stöbern in Buchhandlungen, Einkaufen mit Termin – dies uns vieles mehr sind möglich. Die Test- und Impfstrategie des Landes soll dabei helfen, wieder mehr Leben möglich zu machen. Wesentlicher Bestandteil der Strategie ist es, dass sich jeder Bürger seit dem 8. März einmal die Woche kostenlos auf Corona testen lassen kann. Um der Masse der zu Testenden gerecht zu werden, hat sich der Verwaltungsstab der Stadt am 8. März intensiv mit dem Thema beschäftigt. Die Probleme sind erkannt. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz bekennen sich zu den Schwierigkeiten, eine entsprechende Test-Logistik innerhalb von wenigen Tagen zu organisieren. Deshalb bitten sie die Bürger, nur die von ihrem Wohnort aus, die am schnellsten zu erreichenden Teststellen aufzusuchen, und auf einen Test-Reisetourismus durch die Stadt zu verzichten.“

„Auf keinen Fall werden die Testungen innerhalb weniger Tage flächendeckend funktionieren. Trotzdem möchten wir davon abraten, unnötig eines Testes wegen durch die Stadt zu fahren.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Dr. Oliver Franz

Die Landeshauptstadt Wiesbaden ist derzeit mit den Rettungsorganisationen und mehreren privaten Anbietern im Gespräch, um möglichst eine stadtweite Abdeckung mit Testcentern zu erreichen. Derzeit sind Testcenter am DRK/Malteser Hilfsdienst an der Flachstraße, am ASB an der Bierstadter Straße vorgesehen. In AKK sind Testcenter durch die Johanniter und den privaten Anbieter CoviMedical geplant. CoviMedical betreibt weiterhin sein Testcenter an der Alten Schmelze in Schierstein. TROBASEPT/Centogene plant neben seinem Testcenter am RMCC ein weiteres am Globus in Nordenstadt. Der Wiesbadener Osten soll weiterhin durch Testcenter in Naurod und Erbenheim. Hier ist man mit Vita1 medical im Gespräch. Darüber hinaus sind wir mit Praeventia in der Abstimmung, um auch mobile Tests zu Hause anbieten zu können. Weitere Testcenter sind denkbar, zum Beispiel am Schlachthof. Wer diese weiteren Testcenter übernehmen kann, befindet sich in der Klärung. Die Landeshauptstadt Wiesbaden geht davon aus, dass im Laufe der Woche die ersten Teststellen in Betrieb gehen können. Darüber führen auch einzelne niedergelassene Ärzte und Apotheken diese Tests durch.

„Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ist die Teststrategie ein wichtiges Bauteil, das dabei hilft, in unser früheres normales Alltagsleben zurückzufinden.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Dr. Oliver Franz

Aus aktuellem Anlass informiert die Landeshauptstadt Wiesbaden die Bürger über den Umgang mit positiven Corona-Schnelltestergebnissen sowie die Einreise aus Risikogebieten. Bei positivem Befund sind alle Teststellen und Privatpersonen verpflichtet, diesen dem Gesundheitsamt binnen 24 Stunden unter infektionsschutz@wiesbaden.de namentlich zu übermitteln. Die Meldung muss die kompletten Adressdaten inklusive der Telefonnummer der infizierten Personen enthalten. Eine fehlende oder unvollständige Meldung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann entsprechend geahndet werden. Weiterhin besteht für alle Bürger entsprechend der Nationalen Teststrategie der Bundesregierung die Pflicht, im Falle eines positiven Befundes des Antigen-Schnelltests einen Antikörper-Test (auch PCR-Test) zur Bestätigung durchzuführen, da dessen Aussagekraft grundsätzlich verlässlicher ist.

„Aktuell gibt es leider immer noch nicht ausreichend Impfstoffdosen für alle Bürger. Wir als Stadt können das nicht ändern, sondern nur mit den uns zugeteilten Impfdosen arbeiten.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Dr. Oliver Franz

Positiv getestete Personen müssen sich stets unverzüglich nach Erhalt des positiven Testergebnisses in häusliche Quarantäne begeben. Da Schnelltests nicht in demselben Maße zuverlässig sind wie die herkömmlichen PCR-Tests, wird bei einem positiven Schnelltest die Quarantäne dadurch vorzeitig beendet, dass ein anschließend durchgeführter PCR-Test ein negatives Ergebnis liefert, da dann von einem so genannten  falsch-positiven Ergebnis des Schnelltests ausgegangen werden kann. Beruht das die Quarantäne auslösende positive Testergebnis hingegen auf einem PCR-Test, muss stets die reguläre Quarantänezeit eingehalten werden.

„Auf die Zuteilung haben wir ebenso wenig Einfluss wie auf die Terminvergabe über das Land und deren Erreichbarkeit.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Dr. Oliver Franz

Das Impfzentrum der Landeshauptstadt Wiesbaden im RheinMain CongressCenter (RMCC) hat seit Montag, 8. März, fünf Impfstraßen für Bürger mit Termin geöffnet – eine Impfung ohne Termin ist nicht möglich. Am vergangenen Wochenende, 6./7. März, wurden mehr als 1200 Menschen im RMCC geimpft. Im Rahmen der Praxistage wurde zusätzlich zu den regulären Terminen medizinisches Personal geimpft. Zusätzlich zu den täglich rund 600 regulären Impfterminen für die Priorisierungsgruppe eins, wurden dort am Samstag und Sonntag jeweils noch 600 Personen mit Astrazeneca geimpft.
Seit dem 27. Dezember wurden mehr als 32750 Impfungen vorgenommen, davon 21080 Erstimpfungen, sowohl im Impfzentrum als auch durch mobile Teams in den Alten- und Pflegeheimen sowie in Kliniken.

Apotheken und Ärzte

Ein Rundruf hat ergeben, dass am Montagmorgen keine Wiesbadener Apotheke kostenlose Corona-Tests angeboten hatte. Verschiedene Apotheken erklärten, dass die Räumlichkeiten fehlten, um diese anbieten zu können. Wir machen da nicht mit. Andere, wie die Park Apotheke in der Sonnenberger Straße, bereiten sich auf die kostenlose Testung vor. Bevor diese aber angeboten werden, benötige man die entsprechende Schutzausrüstung oder aber den vollumfänglichen Impfschuz.  Ende März, Anfang April könne es soweit sein. In der Welfenhof-Apotheke oder der Turm-Apotheke sind die Tests bereits Alltag. Kostenpflichtig. Anna und Clara Luh hätten sich mit ihren Apotheken beim Gesundheitsamt aber auch für die kostenlose Testung angeboten. Sie würden gleich damit starten. Gerne auch auf dem Parkplatz von real ein Zelt hierfür aufstellen. Was fehlt, sind die die vorgesehenen Testkits sowie Klarheit zu den Abrechnungsmodalitäten. Hier stehe die Kassenärztliche Vereinigung in der Pflicht. Klärungsbedarf gebe es auch dahingehend, wie verhindert werden soll, dass Menschen den Test nur einmal in der Woche in Anspruch nehmen. Bis dahin sind auch in den beiden genannten Apotheken die Tests kostenpflichtig, der Test für 30 Euro. Am Freitag gebe es neue Informationen!

Foto: ©2021 Volker Watschounek

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Offizielle Informationen zur Teststrategie finden Sie auf der Internetseite Hessisches Ministerium für Soziales und Integration unter soziales.hessen.de.

 

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