Treffen der Spitzen der Landeshauptstadt und des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Hessen um den Wirtschaftsmotor und die Gastronomie in Wiesbaden schnell wieder ans Laufen zu bekommen. 

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz sowie Umwelt-, Grünflächen-  und Verkehrsdezernent Andreas Kowol haben sich am Donnerstagabend, 14. Mai, mit Vertretern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Hessen unter Führung von Präsident Gerald Kink sowie Wiesbadener Gastronomen zu einem Gespräch wegen der aktuellen Corona-Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen sowie der Öffnung von Restaurants und Hotels getroffen.

Handeln statt abwägen

Seit Freitag, 15. Mai, dürfen Restaurants, Cafés und Gaststätten unter Auflagen wieder für Gäste öffnen. Wir haben in einer für die Branche wirtschaftlich schwierigen Zeit ein sehr offenes und konstruktives Gespräch geführt. Wir kümmern uns im Rahmen der Möglichkeiten um alle Wirtschaftszweige. So haben wir beispielsweise die Stundung der Gewerbesteuer und von Gewerbemieten, soweit die Stadt Vermieter ist, sehr schnell veranlasst, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende nach dem Treffen. Die Wiesbadener Gastronomen können auf schnelle Unterstützung der Stadt zählen. Die Vielfalt ihres Angebots trage zur Lebensqualität in Wiesbaden bei und die Stadt wolle den Wirten in schwieriger Zeit helfen, so Mende weiter. Dazu werden wir in einem sehr schnellen und formlosen Verfahren weitere Flächen für die Außenbewirtschaftung bereitgestellt.

„Wir wollen auch den Wirten und Schaustellern in Wiesbaden ermöglichen, zusätzliche Stände in der Stadt zu aufzubauen und zu bewirtschaften.“ – Gert-Uwe Mende

Das Coronavirus treffe die Gastronomie und Hotellerie massiv, ergänzt Bürgermeister Dr. Oliver Franz. Deshalb sei es das Ziel des Treffens gewesen, Erfahrungen aus den vergangenen Wochen seit Beschränkung der sozialen Kontakte auszutauschen und daraus konkrete Maßnahmen zu entwickeln. „Maßnahmen, die der Gastronomie und dem Wirtschaftsstandort Wiesbaden dabei helfen, die Corona-Krise besser zu überstehen. „Soweit es die Räumlichkeiten zulassen, unterstützte ich die Pläne weitgehend, die Außengastronomie auszuweiten,“ so Franz weiter.

„Geprüft werden muss natürlich. Wir bauen hier aber keine bürokratischen Hürden auf, sondern suchen nachdem formlos der Antrag gestellt wurde, mit allen Beteiligten nach einer entsprechenden Lösung.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

Auch Stadtrat Andreas Kowol sagte unbürokratische Hilfen zu. Ziel sei es, die gastronomische Vielfalt in unserer Stadt am Leben zu erhalten. Die Außenbewirtschaftung soll mit einem formlosem Antrag auf größere Flächen erweiterbar sein. Auch Gastronomen, die noch keine Außenbewirtschaftung haben oder hatten, sollen schon bald draußen Gäste bewirten können. Als konkretes Beispiel sagte Kowol die Prüfung von Außenbewirtschaftung auf dem Sedanplatz zu. Zeitnah soll es diesbezüglich eine Begehung und Gespräche mit ansässigen Gastronomen geben.

In dem in Kürze erscheinenden „Positionspapier zum Tourismus in Wiesbaden“ machen wir deutlich, welchen Stellenwert die Branchen Gastronomie, Hotellerie und inhabergeführter Einzelhandel in unserer Stadt haben.“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz

Des Weiteren wurde in dem Gespräch beschlossen, ein Konzept von Gastronomen und Schaustellern zur Bewirtschaftung von öffentlichen Plätzen in der Stadt zu erarbeiten. Zudem soll in einem Schreiben an den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf die prekäre Situation von Gastronomie und Hotellerie aufmerksam gemacht und um weitergehende Hilfen nachgesucht werden.

„Die Gastronomie, Hotellerie und der inhabergeführter Einzelhandel müssen wie Zahnräder ineinander greifen, um gemeinsam den Wirtschaftsmotor der Landeshauptstadt am Laufen zu halten“, führt Dr. Franz weiter aus.

Das Referat für Wirtschaft und Beschäftigung hat während der vergangenen Wochen bereits mehrere Projekte umgesetzt oder vorbereitet. Dazu gehören die beiden Seiten Buy Local und Eat Local für Handel und Gastronomie sowie ergänzend dazu ein Gutscheinsystem, welches über Wiesbaden Congress & Marketing GmbH (WICM) bereitgestellt wird. Als nächster Baustein wird zeitnah der bereits vorbereitete virtuelle Gästeführer „wiesbaden-erleben.de“ integriert. Dies, verbunden mit einem update der Marketingstrategie der WICM. (Archivbild)

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Wiesbadens Gaststätten, Restaurants und Cafés, eine Übersucht finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!