„Impfungen werden ausgeweitet.“: Ab dem 7. Juni bekommt jeder interessierte Wiesbadener ohne Einschränkung das Recht auf eine Corona-Impfung. Dann fällt die aktuell gültige Priorisierung weg.

Hessen hat die nächste Ausweitung der Impfkampagne beschlossen. Unberücksichtigt der Tatsache, dass es bei den zur Verfügung stehenden Impfstoffen zu Engpässen kommt, hat die Bundesregierung angekündigt, dass in den Priorisierungsgruppen 1 und 2 bundesweit ab voraussichtlich Juni 2021 die Priorisierung bestimmter Personengruppen wegfallen. Von da an soll  sich jeder in Hessen einen Impftermin registrieren können. Die Terminvergabe werde allerdings nicht nach dem Prinzip First Comes, sondern erst einem priorisiert abgearbeitet.

„Wir alle wollen, dass so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich die wichtige Schutzimpfung erhalten. Die hessische Impfkampagne hat deutlich an Fahrt aufgenommen, aber trotzdem können wir noch nicht allen ein Terminangebot machen. Solange der Impfstoff noch ein knappes Gut ist, verteilen wir die Dosen so zügig und gerecht wie möglich.“ – Hessens Innenminister Peter Beuth

In den Priorisierungsgruppen 1 und 2 sei Hessen gut vorangekommen. Impfwillige aus diesen Gruppen seien nahezu alle geimpft oder haben zeitnah ihre Termine. Merklich gesunkene Infektionszahlen bei den Ältesten unserer Gesellschaft seien der beste Beleg dafür und bekräftigen das Land in diesem Vorgehen. Regionale, demografisch bedingte Unterschiede würden sich in der Impfkampagne deutlich bemerkbar machen. Vielerorts impfe man bereits Personen aus der Priorisierungsgruppe 3. Trotzdem werde es in den meisten Teilen Hessens voraussichtlich noch bis in den Juli hinein dauern, bis die dritte Personengruppe ihre Impftermine erhalten habe.

„Damit die Impfkampagne überall fortschreiten kann, planen wir im Einklang mit der bundesweiten Impfkampagne im Juni die Registrierung für alle zu ermöglichen. Dort, wo alle aus der Priorisierungsgruppe 3 einen Termin erhalten haben, können dann alle anderen Impfwilligen sukzessive drankommen.“ – Peter Beuth, Hessens Innenminister

Damit die Impfkampagne auch Bürger an sozioökonomisch benachteiligten Orten besser erreicht und um zugleich die Impfbereitschaft zu steigern, erfolgen bereits erste Vor-Ort-Impfaktionen auf Initiative der betroffenen Kommunen mit mobilen Teams. Solche quartiersbezogenen Impfaktionen innerhalb der derzeit geltenden Priorisierungsregeln unterstützt das Land ausdrücklich. Nach Absprache mit den kommunalen Spitzenverbänden entscheiden die Kommunen in eigener Zuständigkeit über Art und Umfang dieser Impfaktionen. Gleiches gilt für Impfaktionen, wie z. B. für wohnsitzlose Menschen.

„Impfschutz brauchen und wollen alle. Daher soll der Anspruch auf eine Schutzimpfung so niedrigschwellig wie möglich umgesetzt werden können. Die Impfallianz, der Öffentliche Gesundheitsdienst und die von uns seit Jahren entwickelten Strukturen vor Ort, mit denen Bürger in unterschiedlichsten Lebenssituationen erreicht werden können, helfen uns beim Thema Corona-Schutzimpfung. Insofern ist es richtig, dass die Kommunen diese Projekte selbst steuern.“  – Gesundheitsminister Kai Klose

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) und die die der Impfallianz Hessen zusammengeschlossenen Partner – Kassenärztliche Vereinigung Hessen, Landesärztekammer Hessen, Hessischer Hausärzteverband, Landesapothekerkammer Hessen, Hessischer Apothekerverband, HMSI – werden benachteiligte Gruppen, die von ihnen versorgt werden, auf die Impfangebote des Landes hinweisen und so zusätzlich motivieren, diese in Anspruch zu nehmen. Bereits jetzt sind Informationen zur Corona-Schutzimpfung in zwölf Sprachen online verfügbar. Diese werden weiter verstärkt in die Gesundheitsämter und die kommunalen Netzwerke mit Verbänden und Migrantenorganisationen verbreitet, um die Zielgruppe noch besser zu erreichen. Mehrsprachige Videoclips sind ebenfalls erstellt und können auch über Social-Media-Kanäle verbreitet werden.

Meine Impfmotivation gegen das Coronavirus

Das Video ist mit verschiedenen Protagonisten in zwölf Sprachen zu sehen. Eine Übersicht finden Sie unter integrationskompass.hessen.de.

Zum Impffortschritt

Bis einschließlich 16. Mai 2021 haben mit 2328258 Personen bereits 37 Prozent der hessischen Bevölkerung eine Erstimpfung in den Impfzentren oder bei niedergelassenen Ärzten erhalten. Darüber hinaus haben 639062 Personen bereits ihre Zweitimpfung erhalten (10,2 Prozent). Insgesamt wurden bereits fast drei Millionen Erst- und Zweitimpfungen in Hessen durchgeführt (genau: 2967320).

„Im Ergebnis haben alle Strukturen – von den Impfzentren über die Impfallianz bis hin zu den Pilotprojekten der Impfung durch Betriebsärzte – unter Beweis gestellt, dass jeder einen wichtigen Beitrag für den Impffortschritt leistet. Wir freuen uns sehr über diese gemeinsam erbrachte Leistung der Impfzentren und der Impfallianz. Es zeigt sich, wie leistungsfähig auch die bewährten Strukturen von den Apotheken bis zur Hausarztpraxis sind. Seit Anfang April wurden hier bereits fast 700.000 Impfungen parallel zum regulären Geschäfts- und Praxisbetrieb durchgeführt.“ – Gesundheitsminister Kai Klose

Von den rund 350000 in der zentralen Terminvergabe der Impfzentren Registrierten der Priorisierungsgruppe 1 haben rund 348000 Personen ein Terminangebot erhalten; von den 865000 registrierten Personen der Priorisierungsgruppe 2 haben fast 853500 Personen ein Impfterminangebot bekommen. Die Priorisierungsgruppe 1 kann damit als nahezu vollständig abgearbeitet angesehen werden. Bei den verbliebenen rund 2000 Registrierungen der Gruppe 1 (0,6 Prozent) handelt es sich um erst kürzlich Registrierte, die stets zeitnah ihre Impftermine erhalten. In der Priorisierungsgruppe 2 verbleiben noch 11500 kürzlich Registrierte (1,3 Prozent), denen ebenfalls zügig ihre Impftermine zugehen. Wer den Gruppen 1 oder 2 angehört und sich aktuell erstmals registriert, erhält ein Terminangebot in maximal sieben Tagen.

„Auch wenn wir die Priorisierung aufheben, wird es nicht möglich sein, alle innerhalb des Junis zu impfen.“ – Gesundheitsminister Jens Spahn

Aus der Priorisierungsgruppe 3 haben sich bislang 797000 Personen registriert, von denen rund 288000 Personen bereits Impftermine erhalten haben. Weitere Impftermine werden fortlaufend nach den Lieferprognosen des Bundes vergeben. Die vom Bund für die Impfzentren bereitgestellten bzw. angekündigten Impfstoffmengen belaufen sich nach wie vor – entsprechend der Beschlusslage der Ministerpräsidentenkonferenz – auf wöchentlich zwischen 2,25 und 2,4 Mio. Dosen, was einem Anteil für die hessischen Impfzentren von 170000 – 180000 Dosen entspricht.

Foto: ©2021 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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