Blick zurück auf das Ende der Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und Deportation von Juden aus Sicht der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Der Umgang der Deutschen mit der NS-Vergangenheit gilt heute vielen als vorbildlich. Aber die Bereitschaft zu einer Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich war lange Zeit keine Selbstverständlichkeit. Wie schwierig dieser Weg durchaus war, untersucht Philipp Kratz am Beispiel der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.
Wiesbaden und die NS-Vergangenheit, kurz gefasst
Zeitzeugen – die Zeit nagt an ihren Zähnen
Buchvorstellung: Eine Stadt und die Schuld
Wann: Dienstag, 21. Mai 2019, 19:00 Uhr
Wo: Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain, Rheinstraße 55-57, 65185 Wiesbaden
Eintritt: Frei
Philipp Kratz führt die wichtigsten Felder der Vergangenheitsbewältigung zusammen. In seinem Buch stellt er da, wie ehemalige Verfolger und Verfolgte miteinander umgehen, wenn sie im städtischen Nahraum nach Kriegsende wieder aufeinandertrafen? Er fragt: Wie stritten die Zeitgenossen um Fragen nach individueller und kollektiver Schuld und die daraus zu ziehenden Konsequenzen? Fragt weiter: Welche Formen der Bestrafung, der Wiedergutmachung und des Gedenkens, aber auch der erneuten Demütigung, Instrumentalisierung und des Beschweigens bildeten sich heraus? Und, gibt es eine »zweite Schuld«, weil die erste vielfach folgenlos blieb?
Erkenntnisse
Die konsequent lokale Perspektive erlaubt es, solchen Debatten detailliert und über einen langen Zeitraum hinweg nachzugehen. Einige seiner Erkenntnisse sowie ausgewähltes Bildmaterial stellt Philipp Kratz vor.




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