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Professorin Sophie Wolfrum, Amtsleiter Camillo Huber-Braun, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Planungsreferent Sven Kötschau und SEG-Geschäftsführer Roland Stöcklin.

Ostfeld: Letzter Austausch der Büros mit dem Preisgericht

Der Fahrplan steht fest: In zwei Wochen ist die Deadline für das Bürgerbeteiligungsverfahren zum neuen Stadtteil Ostfeld erreicht. Bis zum 31. Mai haben alle Interessierten die Möglichkeit, ihre Meinung und Wünsche zur Zukunft des Stadtteils einzubringen. Die Abgabe der Entwürfe durch die Planungsteams rückt damit näher.

Volker Watschounek 3 Wochen vor 0

Zahlreiche Faktoren greifen ineinander. Sofern die Bagger im nächsten Jahr rollen, ist davon auszugehen, dass die ersten Menschen 2030 im Stadtteil Ostfeld einziehen können.

Nach der Präsentation der Entwürfe vor der Stadtgesellschaft im Kulturzentrum Schlachthof letzte Woche (Wiesbaden lebt! berichtete) hatte sich das über 100 Mitglieder zählende Preisgericht am 22. Mai für zwei Tage beratend zurückgezogen, um sich über die vorliegenden Entwürfe des Ideenwettbewerbs Ostfeld auszutauschen. Es war ein erster, neutraler Austausch über die sieben Planungsmodelle, der nach den Spielregeln der lebendigen Stadt, von erneuerbaren Energien, dem optimierten Klima-Stadtgrün und anderen mehr beschreibend als vergleichend erfolgte.
Die Termine im Überblick Online-Beteiligung, Website: vom 22. Mai bis 2. Juni. Online sind alle Entwürfe jetzt einzusehen. Ausstellung, Gustav-Stresemann-Ring 15, Gebäude B, Erdgeschoss, 27. Mai bis 7. Juni (Montag, Dienstag, Mittwoch: 8 bis 16 Uhr; Donnerstag: 8 bis 18 Uhr; Freitag: 8 bis 12 Uhr). Führung durch die Ausstellung, Gustav-Stresemann-Ring 15, Gebäude B, Erdgeschoss, Dienstag, 28. Mai, 18 bis 19.30 Uhr. Treffpunkt ist um 17.45 Ihr im Foyer des Gebäudes. Anmeldung per E-Mail unter Ostfeld@seg-wiesbaden.de. Für die Führung sind noch Restplätze vorhanden. Es besteht bis zum 31. Mai 2024 die Möglichkeit, ONLINE SOWIE vor Ort Feedback zu hinterlassen.
Professorin Sophie Wolfrum, stellvertretende Preisgerichtsvorsitzende, betonte, dass die Pläne von Pesch Partner Architektur, Querfeldein Partner, Studio Wessendorf, OLA – Office for Living Architecture, Hähniung Gemmeke Architekten, Schneider + Schumacher Städtebau und Rheinflügel alle auf einem Stand stünden und sich noch keine Präferenzen herauskristallisiert hätten. Der Entscheidungsprozess beginne erst nach dem 15. Juni, und man wolle bis dahin so viele Bürger wie möglich beim Beteiligungsverfahren mit auf die lange Reise Ostefeld nehmen.

Kooperatives Beteiligungsverfahren

Den Weg zum Stadtteil Ostfeld bezeichneten Professorin Sophie Wolfrum, Amtsleiter Camillo Huber-Braun, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Planungsreferent Sven Kötschau und SEG-Geschäftsführer Roland Stöcklin als bemerkenswert. Normalerweise sei es unüblich, dass Experten aus den Bereichen Stadt- und Landschaftsplanung, Wiesbadener Stadträte, Vertreter des Bundes, der städtischen Fachämter sowie Gesellschaften, der Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden und externe Fachexperten zu den Themen Klima, Energie, Mobilität und Wasser mit den Büros – und jeder für sich auch mit Bürgern – in einen Austausch treten. In intensiven Gesprächen haben die Stadtplaner bereits in der ersten Planungsphase mit jedem Büro unterschiedlichste Themen erörtert sowie letzte Fragen und Hinweise auf Grundlage des Bürgerbeteiligungsverfahrens für die finale Ausarbeitung der Entwürfe gegeben. Dabei lag es dem Preisgericht besonders am Herzen, die Büros darin zu bestärken, ihre konzeptionelle Idee als Besonderheit ihres Entwurfs herauszuarbeiten und ein Alleinstellungsmerkmal für das Ostfeld zu definieren. Ein Prozess, der auch jetzt fortgeschrieben wird.

OB Mende: Offener Prozess mit großer Beteiligung

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende zeigte bekannte sich zu dem offenen und konstruktiven Ablauf des Wettbewerbsverfahrens. Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz sagte er, dass die Diskussionen zwischen Jury und Stadtgesellschaft den gesamten Prozess zum neuen Stadtteil bereichert hätten und auch jetzt noch allen Beteiligten die Möglichkeit geben, intensiv am Stadtteil mitzuwirken, um die bestmöglichen Lösungen für das Ostfeld zu finden. Hierzu habe jeder noch bis zum 31. Mai die Möglichkeit, sowohl online als auch im Stadtplanungsamt teilzunehmen. Danach werden die Ergebnisse wieder zusammengefasst und den Planungsbüros als kleines Pamphlet zur Verfügung gestellt.

Büros bleibt Zeit zur Optimierung

Die stellvertretende Vorsitzende des Preisgerichts und Vorsitzende des Wiesbadener Gestaltungsbeirates, Professorin Sophie Wolfrum, gab sich zuversichtlich, dass die Büros die letzten Hinweise nutzen und ihre Entwürfe bis zur finalen Abgabe am 15. Juli weiter optimieren werden. Die bereits vorgestellten Entwurfsideen seien allesamt vielversprechend und erfüllten die Anforderungen der gestellten Aufgabenstellung sehr gut. Gleichwohl entsprächen sie nur einem Zwischenstand, einer Projektidee. Die Auslobung des Gewinners ist für den 31. Oktober vorgesehen.
Zeitplan Stadtteil Ostfeld

Planungsphase Stadtteil Ostfeld

Entscheidungsfindung 

Gut zwei Monate werde sich das Preisgericht zurückziehen, um die sieben Entwürfe miteinander zu vergleichen, die Vor- und Nachteile der Entwürfe für den Stadtteil Ostfeld sowie für den Standort des Bundeskriminalamtes abwägen. Wer löst die Aufgabenstellung für den neuen Stadtteil mit mindestens 10.000 Menschen und der Bundeskriminalamt Village am besten? Sollte am Ende der Entwurf der BKA Village des Planungsbüros A und der Entwurf des Stadtteils Ostfeld vom Planungsbüro B besser gefallen, werde man auch zwei Planungsbüros beauftragen, so Camillo Huber-Braun. Eine gemeinsame vergäbe ist nicht zwingend. Mit dem Zuschlag seien dann die Weichen für das neue Stadtgebiet gestellt.

Bis zum Baubeginn: Aufgaben für die Stadt

Bis die Arbeiten auf dem Plangebiet tatsächlich beginnen, muss die Stadt noch einige Aufgaben erledigen. Dazu gehört etwa der Flächenerwerb. Obwohl bereits gut 60 Prozent der benötigten Fläche aufgekauft werden konnten, stellt die Gewinnung der restlichen Flächen eine Herausforderung dar. Wie zuletzt berichtet, hat die Stadt den Eigentümern verbesserte Angebote unterbreitet. Um eine Enteignung zu vermeiden, hofft die Stadt, dass die Grundbesitzer sich doch noch zum Verkauf entschließen. Sollte das nicht über den Ankauf zu regeln sein, hofft die Stadt mittels adäquater Tauschangebote und Tauschgrundstücke erfolgreich zu sein. Bis zum Baubeginn: Aufgaben für die Stadt.

Wann ziehen die ersten Bürger ein?

Die Frage, wann die ersten Menschen einziehen können, lässt sich schwer antworten. Doch soviel steht fest: Bevor die Arbeiten für den Stadtteil Ostfeld richtig anfangen, wird das neue Zuhause des Bundeskriminalamtes priorisiert behandelt. Hier sei man an Verträge und zeitliche Vorgaben gebunden, so der Amtsleiter des Stadtplanungsamts Wiesbaden. Genauen Klärungsbedarf gebe es auch beim Thema Schienenanbindung. Schließlich wolle man für die ersten Ostfelder Bürger kein Haus in die Pampa setzen, sondern gleich eine Mindest-Infrastruktur mit anbieten. Bauleitplanung und die Änderung des Flächennutzungsplans stehen ebenfalls noch als offene Punkte auf der Agenda. Fazit: Vor 2030 ist im Stadtteil Ostfeld mit keinem Einzug zu rechnen.
Foto oben ©2021 Volker Watschounek Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier. Weitere Informationen zum Stadtverordnetenversammlung finden Sie unter www.wiesbaden.de.
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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.