Im Moment flattern auf den Äckern im Ostfeld Getreideähren im Wind. Im Feuchtbiotop tummeln sich Molche und Frösche. Mit der Entwicklung des Ostfelds wird sich das ändern.

Mit der Entwicklung vom Ostfeld erfolgt nach den Plänen von Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler die einzig richtige Reaktion auf die große Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsstätten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Wiesbaden verfolge damit das Ziel, im Südosten der Stadt einen  urbanen, innovativen, neuen Stadtteil zu schaffen. Einen Stadtteil  der das Potenzial hat, zu einem klimafreundlichen Musterquartier weit über Stadtgrenzen hinaus zu werden, so Kessler.

„Ich freue mich, dass das Projekt Ostfeld in die nächste Phase geht. Gerade der Aspekt des bezahlbaren Wohnraums ist dabei für Wiesbaden von zentraler Bedeutung.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Die erste Sitzungsvorlage dient der Beschlussfassung über die förmliche Festlegung einer Entwicklungssatzung für den städtebaulichen Entwicklungsbereich Ostfeld als Voraussetzung zur ganzheitlichen Entwicklung des Gebietes im Süden Wiesbadens mittels einer so genannten Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) gemäß § 165 BauGB. Eine solche Entwicklung wäre allein mit dem vorhandenen planerischen Kapazitäten der Kernverwaltung der Landeshauptstadt Wiesbaden nicht zu leisten. Die Vorlage sieht vor, dass die Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbh (SEG) als treuhänderisch tätiger Entwicklungsträger für die Landeshauptstadt Wiesbaden beauftragt werden soll. Der zu fassende Satzungsbeschluss ist der offizielle Startschuss für die weiteren zahlreichen Verfahrensschritte, Detailplanungen und notwendigen Gutachten, die sämtliche Fragen zu Klima, Lärm, Verkehr, Städtebau oder sozialer Infrastruktur weiter vertiefen werden. Sämtliche Ergebnisse werden im Rahmen einer umfangreichen Bürgerbeteiligung selbstverständlich veröffentlicht werden.

„Wir wollten bewusst keine vorschnellen Fakten schaffen, sondern eine breite Faktengrundlage für den weiteren Entscheidungsprozess zur Verfügung stellen.“ – Hans-Martin Kessler, Stadtentwicklungsdezernent

Die zweite Sitzungsvorlage vertieft auf Bitten der Stadtverordnetenversammlung einige Fragen, die sich aus dem Ende 2019 vorgelegten Bericht über die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen zum Projektgebiet Ostfeld/Kalkofen ergeben hatten. Dies betrifft unter anderem Fragen des Lärmschutzes und der Sichtflugachsen im Zusammenhang mit dem Militärflughafen in Wiesbaden-Erbenheim sowie Fragen der verkehrlichen Erschließungssituation des Ostfeldes.

„Wichtig ist es, dass alle Beteiligten ausreichende Beratungszeit haben, um die für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, von neuen Arbeitsplätzen sowie von wertvollen Naturräumen in Wiesbaden so wichtigen Vorhaben im Detail zu prüfen.“ – Hans-Martin Kessler, Stadtentwicklungsdezernent

Die Sitzungsvorlagen wurden noch nicht inhaltlich beschlossen, sondern gelten lediglich als in den Geschäftsgang eingebracht, um in den folgenden Wochen eine eingehende Auseinandersetzung mit den Inhalten und eine fundierte Willensbildung zum Projekt zu ermöglichen. Nach der Sommerpause sollen dann auch formal die erforderlichen Beschlüsse der städtischen Gremien gefasst werden, nachdem ab sofort neben dem Magistrat und den Mandatsträgern der Stadtverordnetenversammlung auch die betroffenen Ortsbeiräte Gelegenheit haben, sich mit den Sitzungsvorlagen zu befassen. (Archivbild: Volker Watschounek)

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite zum Projekt Ostfeld finden Sie unter dein.wiesbaden.de.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!