Mal sind es vier Einsätze am Tag, dann auch mal acht – oder eben keiner. Im Durchschnitt kommen die Feuerwache III auf vier Einsätze am Tag.

Nicht erst seit gestern ertönt circa viermal am Tag das Martinshorn der Berufsfeuerwehr oder des Rettungsdienstes. Seit mehreren Tagen schon laufen in Igstadt die Drähte heiß, wenn im Osten vom Wiesbaden etwas schlimmes passiert. Ganz gleich ob eine Mülltonne oder eine Küche brennt, ob eine Katze vom Baum zu holen ist oder ein schwerer Unfall auf der Autobahn gemeldet wird. Die Feuerwehr ist auf Zack. Wird Alarm ausgelöst, dauert es keine 120 Sekunden, bis der Trupp auf dem Weg ist. Und das jetzt auch offiziell. Zur offiziellen Inbetriebnahme der Feuerwache III gab es  am Samstag, 12. November einen Umzug der Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdiensts in Igstadt.

„Es war ein langer Weg bis hierher, aber nun ist es endlich soweit. Der Neubau ist notwendig geworden, weil die Feuerwache III in Bierstadt in einem nicht mehr zeitgemäßen und in einem baulich veralteten Gebäude untergebracht war. Hier in Igstadt bilden jetzt Architektur und Nutzungseigenschaften eine Einheit.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende.

Um die Feierlichkeiten nicht zu stören, wurde die neue Feuerwache III einen Tag vom Netz genommen, die Feuerwache am Südfriedhof in erhöhte Bereitschaft versetzt. Damit konnte der feierliche Umzug am Samstagvormittag  aus Bierstadt kommend, störungsfrei auf das Gelände mit dem riesigen Klinkerbau aus Bierstadt einfahren. Vorneweg, Oldtimer Emma, einst das führende Zugfahrzeug mit dem Kommandeur der Standortverwaltung der Amerikaner in Europa (Grand Marshal), dahinter die Fahrzeuge der – ehemaligen – Feuerwache III in Bierstadt, die Rettungswagen der Rettungswache Ost und die Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Igstadt. In Empfang genommen wurde die Kolonne auf dem Diensthof der Feuerwache durch Amtsleiter Andreas Kleber, der die Einsatzkräfte an ihrer neuen Arbeits- und Wirkungsstätte willkommen hieß und den Haustürschlüssel an den Oberbürgermeister überreichte.

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Das Projekt Neubau Feuer- und Rettungswache III wurde 2014 ins Leben gerufen. Zwei Jahre später stand der Gewinner des Architektenwettbewerbs fest: den ersten Preis erlangten die Architekten Bayer & Strobel aus Kaiserslautern. Nach ihrem Entwurf wurde die neue Wache ab 2019 errichtet. Dreieinhalb Jahre später ist es soweit, der durch Feuerwehr und Rettungsdienst lang ersehnte Moment ist gekommen: die neue Wache wurde am 12. November offiziell in Betrieb genommen werden. Viel Schweiß hat es nicht nur die Handwerker, sondern auch die zuständigen von Feuerwehr und Hochbauamt gekostet, bis die neue Feuer- und Rettungswache bezugsbereit war. Hauptsächlich Lieferengpässe aufgrund der Coronapandemie führten zur Verlängerung der Bauzeit.

„Im Erdgeschoss befinden sich in der Fahrzeughalle Helme, Jackenu nd Handschuhe. Im Zwischengeschoss befinden sich Besprechungsräume, Wachräume und Gästezimmer, im zweiten Geschoss die Sozialräume. Dazu zählen zwei TV Räume, die Küche, ein Fitnessraum und Ruhe- resp. Schlafräume.“– Christoph Lederer

Mit der Inbetriebnahme gehören die Container-Rettungswache und das viel zu kleine Feuerwehrgerätehaus in Igstadt der Vergangenheit an. Der Neubau wird die Rettungswache Ost, die Freiwillige Feuerwehr Igstadt und einen Teil der Berufsfeuerwehr beherbergen. In der San-Arena werden zukünftig Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst aus- und fortgebildet. Die Prüfung der feuerwehrtechnischen Ausstattung wird ab sofort in der großen Halle mit Kran und modernem Equipment durchgeführt. Auch ein Teil des Wiesbadener Katastrophenschutzlagers wird im Neubau untergebracht sein. Der große Übungsturm wird als Ausbildungsstätte durch die gesamte Feuerwehr Wiesbaden genutzt werden. Die offizielle Eröffnungsfeier, auch für die Bevölkerung, wird im Frühjahr 2023 stattfinden.

Foto oben @2022 Volker Watschounek

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Eine Übersicht der Wiesbadener Wachbezirke der Feuerwehr finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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