„Mr. Bond wird sich warm anziehen müssen, denn sie ist die neue blonde Geheimwaffe des MI6!“, wirbt „Atomic Blonde“. Unterm Strich ist eher eine Karikatur.

Mit der Verfilmung der Graphic Novel „The Coldest City“ bietet die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) dem Wiesbadener Publikum in ihrer Reihe „Die FBW präsentiert“ den mit Action geladenen Film „Atomic Blonde“ und anschließender Diskussion.

Caligari Film Bühne, kurzgefasst

Kino – „Atomic Blonde“
Wann: Samstag, 16. September 2017, 20:00 Uhr
Wo: Caligari Film-Bühne, Marktplatz 2, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: 7,00 Euro, ermäßigt 6,00  Euro

Nach dem Film ist eine offene Diskussionsrunde geplant. Eintrittskarten gibt es bei der Tourist-Information und an der Kinokasse.

Die FBW und die Caligari Filmbühne haben sich den Film bewusst ausgesucht. Er polarisiere und “gibt sicher Anlass für ausgelassene Diskussionen“ im Anschluss, so Bettina Buchler, Direktorin der Deutschen Film- und Medienbewertung.

„Was nach einem konventionellen dramaturgischen Vorwand für Actionszenen klingt, wird unter David Leitchs Regie zu einem durchweg packenden und mitunter schockierend gewalttätigen Kaleidoskop einer Ära der Verunsicherung.“ – Professor Dr. Marcus Stiglegger

„Atomic Blonde“ erzählt von einem Krieg der Agenten im Jahr 1989 in Berlin. Der Kalte Krieg ist so gut wie vorbei, die Maueröffnung steht kurz bevor. Die britische MI6-Agentin Lorraine Broughton, gespielt von Charlize Theron, gerät bei ihrer Mission, einen Doppelspion zu enttarnen, zwischen zwei Fronten.

„Der Regisseur inszeniert die späten 1980er Jahre in Berlin in einer gelegentlich anachronistisch-glamourösen Neuinterpretation als monochrome Post-Punk-Apokalypse.“ – Professor Dr. Marcus Stiglegger

Für die Diskussionsrunde im Anschluss an die Filmvorführung konnten die Veranstalter Professor Dr. Marcus Stiglegger, Professor für Fernsehen und Film und Vizepräsident der DEKRA Hochschule für Medien Berlin, ist der Vorsitzende des FBW Gremiums gewinnen. Stiglegger bezeichnet den Film als „Meilenstein des Agentenfilms“. Mit seiner Anwesenheit in Wiesbaden unterstreicht er noch einmal das Prädikat „besonders wertvoll“.

„Als Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der FSK bin ich am Austausch mit der Öffentlichkeit interessiert. Wir haben es am Abend mit einem Film zu tun, der erst für ein älteres Publikum freigegeben ist.“ – Birgit Goehlnich

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat den Film ab 16 Jahren freigegeben. Für Birgit Goehlnich, die bei der FSK für den Jugendschutz verantwortlich zeichnet und bereits viele Projekte zu dem Thema auf den Weg gebracht hat, ist es besonders interessant, die Arbeit der FSK und der FBW miteinander in Bezug zu setzen.

Pressestimmen

„Der Drehbuchautor und ausgesprochene Comic-Action-Aficionado Kurt Johnstad („300“), der nach eigenen Angaben die lesbische Sexgeschichte dem Original-Comic hinzugefügt hat, um seine Agentin interessanter zu machen, zeichnet seine Figuren mit groben Strichen und lässt kaum Platz für Mehrdeutigkeit.“ Spiegel Online

“Wenn es um den guten alten Agenten- und Doppelagentenkram geht, ist „Atomic Blonde“ keine Konkurrenz für le Carré. Aber ein Übermaß an Stil und James McAvoy in einer geschmackvollen Nebenrolle helfen dabei, die Zeit zwischen den Kampfszenen zu füllen. Und die stehen im Mittelpunkt, schließlich handelt es sich um einen Film des Stuntmans und Co-Regisseurs hinter „John Wick““ – The Hollywood Reporter

Hintergrund

Die Filmreihe „Die FBW präsentiert“ wurde im Jahr 2014 von der FBW in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Wiesbaden ins Leben gerufen und präsentiert in loser Reihe herausragende Filmhighlights, die von der FBW mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet wurden.

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