Der Kaiser-Wilhelm-Turm oben auf dem Schläferskopf ist das Pendant zum Kellerskopf – seit über einem Jahr ist die Gastronomie geschlossen.

Wer hätte das gedacht – dass die Gastronomie oben auf dem Schläferskopf solange leer steht. Die Verantwortlichen auf Seiten er Stadt sicher nicht. Deshalb hat die Landeshauptstadt Wiesbaden ihre Ausschreibung auch überdacht und modifiziert – was nicht heißen soll, dass alle EWandersleut und Besucher bis dahin warten müssen.

Kaiser-Wilhelm-Turm, kurz gefasst

Besichtigung – er thront auf dem Schläferskopf
Wann: 5. Mai 2019, 13:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Schläferskopf, 65199 Wiesbaden

Zusammen mit dem Rhein-Taunus-Klub öffnet die Stadt am Sonntag erneut von 13 bis 16 Uhr den Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Schläferskopf. Besucher können dann auch ohne gastronomisches Angebot die wunderschöne Aussicht über Wiesbaden und den Rhein bis hin zum Feldberg genießen.

Außerdem informiert der Rhein-Taunus-Klub über die Geschichte des, nach dem Jagdschloss Platte, zweithöchsten Kulturdenkmals der Stadt Wiesbaden. Auch über die von der Stadt am Turm durchgeführten Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahre erfahren die Besucher Wissenswertes. Und wer weiß, vielleicht wird auch das Geheimnis, wie es weiter geht, offenbart.

Kaiser-Wilhelm-Turm

Bereits 1883 wurde auf dem Schläferskopf ein hölzerner Aussichtsturm errichtet, der wegen Baufälligkeit im Jahre 1900 abgetragen wurde. Bei dem heutigen, insgesamt rund 30 Meter hohen Turm, der aus Taunusquarzit und Basaltlava gebaut wurde, handelt es sich um den Nachfolgerbau. Er entstand in den Jahren 1905/1906 auf Betreiben des damals sehr aktiven Wiesbadener Verschönerungsvereins. Nach den Plänen des Architekten Euler wurde ein pittoresker Rundturm errichtet, der mit seinem auf der Aussichtsplattform aufsitzenden Warttürmchen einem mittelalterlichen Wachturm oder auch Bergfried nachempfunden ist.

Gegenläufige Spiralen

Der Turm ist – zusammen mit dem angrenzenden Kaisersaal – ein wesentlicher Baustein im Rahmen des systematischen Ausbaus der Wiesbadener Kur-Landschaft, der vor allem durch die Bürger der Stadt selbst vorangetrieben wurde. Gestaltung, Namensgebung und Inschrift sind zugleich politische Manifeste mit überregionalem Anspruch. Architekturgeschichtlich bemerkenswert ist vor allem die Treppenanlage mit zwei gegenläufig gesetzten Spiralen, die oben und unten zu separaten Ein – oder Ausgängen führen und einen getrennten Auf – oder Abstieg ermöglichen.

Kaiser-Wilhelm-Turm

Die Gastronomie auf dem Schläferskopf ist geschlossen. Ein neuer Pächter ist bei weitem nicht in Sicht. Das sich das ändern muss, sehen nicht nur die nach Wasser und Gerstensaft lechzenden Biker so. Immer wieder standen und stehen Wanderer vor verschlossenen Türen. Interessenten haben bis Juni Zeit, Ihr Interesse hau bekunden.

Gesucht wird ein kompetenter und solventer Investor mit einem erfahrenen Gastronom an seiner Seite, der ein nachhaltiges Betriebskonzept zusammen mit dem Ziel einer Ausflugsgastronomie und der Sicherstellung der öffentlichen Zugänglichkeit des Kaiser-Wilhelm-Turmes, umsetzen kann – oder alternativ ein erfahrener Gastronom als Mieter mit einem solchen nachhaltigen Betriebskonzept. In diesem Fall wäre beabsichtigt, die notwendige Sanierung auf das Betriebskonzept abzustimmen.

Die Gaststätte sowie die Wohneinheiten sind in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Es bestehen Möglichkeiten der Kombination verschiedener gastronomischer Bereiche durch großzügige Flächen. Bauliche Veränderungen der nicht unter Denkmalschutz stehenden Bereiche sind im Rahmen des neuen Konzeptes denkbar. Das neue Nutzungskonzept muss zwingend den Bestandteil der Ausflugsgastronomie berücksichtigen. Hier geht es zur vollständigen Ausschreibung.

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