Er ist einer von 170 Willkommenslotsen bundesweit. Er informiert und unterstützt. Gerald Beinlich vermittelt zwischen Geflüchteten und Arbeitgebern.

Vor allem in kleinen und mittleren Betrieben ist der Bedarf an passgenauer Unterstützung nach wie vor groß, wenn es um die Beschäftigung von geflüchteten Menschen geht. Es geht nicht nur um fehlende Sprachkenntnisse, sondern auch darum, auf beiden Seiten Verständnis für kulturelle Unterschiede zu fördern und unterschiedliche Erwartungen in Einklang zu bringen. So Gerald Beinlichs Fazit nach fast einem Jahr Tätigkeit als zentraler Ansprechpartner für die Integration von Geflüchteten in Wiesbaden (Wiesbaden lebt! berichtete).

„Die Unternehmen sind offen für die Aufnahme von geflüchteten Menschen  in Praktikum und Ausbildung.“ – Gerald Beinlich

Als einer 170 „Willkommenslotsen“ in Deutschland, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert werden, hat der 63-Jährige in den letzten Monaten 62 Beratungsgespräche mit Betrieben, 68 Beratungsgespräche mit Geflüchteten geführt, 15 Workshops und Vorträge in Integrationsklassen und Sprachkursen für geflüchtete Menschen und mehr als 50 Informationsveranstaltungen bei Ausbildungs- und Jobmessen, Betrieben und Institutionen gegeben. 40 Geflüchtete hat er seither in Praktika, Einstiegsqualifizierungen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze vermittelt.

„Integration braucht individuelle Begleitung – schließlich müssen Vorstellungen und Voraussetzungen auf beiden Seiten zusammenpassen.“ – Gerald Beinlich

Der Willkommenslotse begleitet die Unternehmen als Vermittler und Berater: Er unterstützt sie bei der Vorauswahl passender Bewerber aus dem Kreis der Geflüchteten, berät sie zu Förderprogrammen und nennt ihnen Möglichkeiten, eventuelle Vorbehalte und Unsicherheiten in der Belegschaft abzubauen. Die meisten Fragen der Betriebe drehen sich um die rechtlichen Rahmenbedingungen und den Verwaltungsaufwand, aber auch um konkrete Unterstützungsmöglichkeiten. Bei den Geflüchteten gehe es meist um Hilfestellung bei der Berufswahl, um berufliche Chancen, die Organisation der  Bewerbungsunterlagen und die Begleitung zum Erstgespräch im Betrieb. Dabei stellt der Willkommenslotse immer wieder fest, wie entscheidend die persönliche Begleitung der Betriebe und der Geflüchteten ist.

Erfahrung zahlt sich aus

Bei seiner Arbeit kann Gerald Beinlich auch auf die Erfahrungen aus seiner Tätigkeit beim Deutschen Roten Kreuz aufbauen, wo er 2015 die Schichtleitung in Flüchtlingsunterkünften in Aarbergen und in Wiesbaden (American Arms Hotel) übernommen hatte. Zuvor war er in Führungspositionen unterschiedlicher internationaler Unternehmen und als selbstständiger Unternehmens- und Personalberater tätig. Beim Roten Kreuz, Kreisverband Rheingau-Taunus-Kreis, ist er weiter ehrenamtlich engagiert.

Kontakt

Gerald Beinlich, Willkommenslotse bei der IHK Wiesbaden, ist erreichbar unter Telefon 0611 1500-194, g.beinlich@wiesbaden.ihk.de. Weitere Informationen zur Beschäftigung von Geflüchteten finden sich unter www.ihk-wiesbaden.de/fluechtlinge

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