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Skog Ogvann

Finale: Poetry Slam auf Burg Sonnenberg

Das Publikum bestimmte den Sieger. Es durfte machen was es wollte. „Nach sechs Minuten ändert sich die Lichtfarbe, nach sieben Minuten wird Beethoven eingespielt.“ Als Korrektiv nahm auf der Bühne der Sommerfestspiele Wiesbaden eine Jury Platz.

Volker Watschounek 7 Monaten vor 0

Die Einen sagen Poetry Slam, die Anderen Dichterwettstreit: Beide meinen Hessens größtes Open Air Wortgefecht in einzigartiger Kulisse.

Für das diesjährigen Poetry Slam Finale im Rahmen der Sommerfestspiele Wiesbaden auf Burg Sonnenberg waren sechs talentierte Künstler nominiert. Bei der Vorstellung der angereisten Künstler waren es dann nur fünf, die sich bei wechselhaften Wetter der Ausscheidung um den Poetry Slam Champions 2023 stellten. Mali, –  Ännikay Hei, Smog Ogvann, Michael Goehre, Emily Schilze und Uli Höhmann, hatten sich zuvor durch ihre Siege beim monatlichen Poetry Slam im Theater im Palast für das Finale empfohlen.

Wir sind hier in der Burg Sonnenberg. Seit gefühlt fünf Jahren wird hier gebaut. Solange ist das Restaurant Golfer schon nicht hier. Und vielleicht erleben wir es ja mit den Sommerspielen noch mit, dass das Restaurant wieder geöffnet wir. – Wolfgang Vielsack

Leider musste die Wiesbadener Schülerin Mali ihre Teilnahme absagen, wodurch das Finale in diesem Jahr ohne lokale Beteiligung stattfand. Der Klasse und den fünf Darbietungen war das kein Hindernis. Anstelle von 13 Redebeiträgen, waren es eben nur 11. Schnell war die Reihenfolge der ersten Runde auf solide und faire Weise gelöst. Der Intendant des Künstlerhaus43, Wolfgang Vielsack, schlug vor, sich nach dem Geburtsmonat der Teilnehmer zu richten. Ännikay Hei aus Kassel eröffnete den Abend und erzählte mit eindrucksvollen Worten von der Bedeutung des Lebens. Sie signierte über Bestimmung, Licht und Hoffnung. Stellte das Leben auf den Kopf.

Bäume standen hinter dieser SCHEUNE, nicht einmal Laub und Nadelbäume. Fragt sich ein ortskundiger Raabe. Und knallt gegen die Kläranlage.

Als zweites trat der Märzsieger Skog Ogvann vor das Mikrofon. Der Leipzige gab pragmatisch zu Beginn sein Gedicht Der Raabe zum Besten. Damit erzielte er beim Publikum einige amüsante Reaktionen sorgte – was ihn zum weitermachen animierte. Michael Goehre aus Essen, der Dritte im Bunde, zog das Publikum als begeisterter Metall-Fan mit Anekdoten über das berühmte Wacken-Festival in seinen Bann. Dabei reihte er Wiesbaden direkt in die Liste der Ws mit ein: Wacken, Wasser, Wiesbaden – und brachte die Zuschauer zum Lachen.

Wiesbaden. Das Publikum ruft zurück Wiesbaden. Kommentar: Geil so asozial kann Wiesbaden sein. Die Immobilienpreise am Sonnenberg sind gerade um 10 Prozent gefallen. Gelächter im Publikum.

Uli Höhmann sprach über das wichtige Thema des Genderns und erklärte, dass das im Moment ein großes Thema bei ihm im Job sei. Er arbeitet als Moderator bei dem linearen Ausspielweg Hessischer Rundfunk. Früher habe man dazu Radio gesagt. Doch das Wort radio sage man nicht mehr. Radio sei von gestern. Alles andere seie Digital Channels – also Social Media, Mediatheken, Websites die den Content an die User distribuieren … Willkommen im Reich der Anglizismen. Mit seinem Beitrag hat er sich direkt fürs Finale qualifiziert.

Wir fragen, uns gendern oder nicht gendern.Sternchen (*) oder nicht Sternchenm(*). Doppelpunkt mit innen (:innen) – wie sprechen wir das?Da Echauffieren sich Kollegen immer noch der Sprachverhunzung. 

Die talentierte Emily Schilze beeindruckte mit ihrer Geschichte über das Entdecken ihrer Stimme und ihre Fähigkeit, sich durch Worte auszudrücken. Sie auszusprechen, und ihre Stimme zu nutzen. Davon wie sie zum ersten Mal die Stimme verlor und sie enorme Selbstzweifel plagten.

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In der ersten Runde konnte sich Oli Höhmann aus Frankfurt durchsetzen und sich somit den Einzug ins Finale sichern. Dort fand er seinen Meister, der in der zweiten Runde in einem erneuten Wettstreit zwischen den verbliebenen Kandidaten,ermittelt wurde. Es war wieder eng. Am Ende sprach sich der Leipziger Skog Ogvann mit seinen Rasanten Reimen in die Herzen der Zuhörer: was nachhallte und ihn durchs Finale trug.

Duo „Jazzy Lines“

Das Poetry Slam Finale der Sommerfestspiele Wiesbaden auf Burg Sonnenberg war eine gelungene Veranstaltung, die das Publikum trotz zwischenzeitlicher Regeneinlagen in den Bann zog und mit abwechslungsreichen und beeindruckenden Auftritten begeisterte. Für den musikalischen Rahmen dabei sorgten Klänge von Jazzy Lines, von dem Duo Gitarrist Marek Herz und Saxofonist Frederick Peterka, die mit Reggae, Funk und Rock zu dem gelungenen Gesamtpaket beigetragen haben.

Archivfoto oben @2023 Volker Watschounek

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Die Internetseite der Sommerfestspiele Wiesbaden finden Sie unter www.sommerfestspiele-wiesbaden.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.