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La Nuit de Paris im thalhaus Theater im Nerotal.

Evi Niessner bringt Paris auf die Bühne

Ein Abend wie ein Spaziergang durch nächtliche Pariser Gassen: La nuit de Paris bringt am 21. und 22. Mai Chanson, Sehnsucht und große Gefühle nach Wiesbaden – mit Evi Niessner, Akkordeon, Geige und einer Stimme, die Geschichten erzählt, statt sie nur zu singen.

Volker Watschounek 11 Stunden vor 0

La Nuit de Paris entführt Wiesbaden ins alte Paris: Evi Niessner singt Piaf, Sehnsucht und große Gefühle – begleitet von Akkordeon und Geige.

Manchmal genügt ein Ton, und schon kippt die Realität. Ein Akkordeon atmet, eine Geige hebt an – und Wiesbaden klingt plötzlich nach Paris. La Nuit de Paris schafft genau diesen Moment. Ohne Flugticket, ohne Koffer, aber mit erstaunlicher Wirkung. Dieser Abend reist nicht. Er verwandelt.

thalhaus Theater, kurz gefasst

Evi Niessner La Nuit de Paris
Eintritt: 28,00 Euro an der Abendkasse
Wann: Mittwoch + Donnerstag, 21. + 22. Mai 2026, 20:00 Uhr
Wo: thalhaus, Nerotal 18, 65193 Wiesbaden

Evi Niessner betritt die Bühne und lässt keine Distanz zu. Sie formt jede Zeile, sie spielt mit Pausen, sie zieht das Publikum hinein. Worte bekommen Gewicht, Melodien bekommen Haltung. Hier geht es nicht um Perfektion. Es geht um Ausdruck. Um Geschichten, die sich nicht verstecken. Um Emotionen, die sich nicht erklären lassen müssen.

„Parlez-moi d’amour“ klingt bei ihr nicht wie ein Zitat. Es wirkt wie ein Gespräch, das längst begonnen hat.

Drei Instrumente, unzählige Welten

Das Akkordeon von Annegret Cratz treibt, trägt, erzählt. Es wechselt die Rollen, begleitet nicht nur, sondern führt. Mal tänzelt es leicht, mal zieht es die Melodie tief nach unten. Dann setzt die Geige von Dimi Rey ein. Sie spannt Bögen, lässt Töne steigen und stürzen. Sie gibt dem Abend eine zusätzliche Farbe – manchmal hell, manchmal rau, immer präsent.

Zusammen entsteht kein Arrangement. Es entsteht ein Klangraum.

Zwischen Bekanntem und Überraschung

Das Programm greift Klassiker auf, doch es bleibt nicht dabei. Bekannte Titel treffen auf selten gespielte Stücke, bekannte Motive auf neue Perspektiven. Kurt Weills „Youkali“ taucht auf, verschiebt Stimmungen, öffnet neue Türen. Und mittendrin: ein eigenes Chanson, das dem Abend seinen Namen gibt. Ein Stück, das nicht zurückblickt, sondern weiterspinnt.

Die Erzählung dieses Abends bleibt nicht an der Oberfläche. Sie zeigt nicht nur Glanz, sondern auch Brüche. Sie tastet sich vor, dorthin, wo Sehnsucht entsteht und manchmal unbeantwortet bleibt. Gerade diese Reibung macht den Reiz aus. Hier wird nichts geglättet. Hier darf es knistern.

Ein Nachhall, der bleibt

Wenn die letzten Töne verklingen, geht niemand sofort. Man sitzt noch, hört nach innen, hält den Moment fest. Vielleicht summt jemand leise weiter. Vielleicht denkt jemand an eine längst vergangene Nacht.

Und genau darin liegt die Kraft dieses Abends: Er endet nicht mit dem Applaus.

Foto – Ein Streifzug durch die engen Gassen von Paris. ©2026 M&G Showcompany

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Die Internetseite des thalhaus-Theater finden Sie unter www.thalhaus.de.
Die Internetseite von Evi Niesser finden Sie unter: mg-showcompany.com.

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