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Zwischen Büchern und Ideen: Die Ausstellung im Neuen Rathaus zeigt, wie Vorlesen Kinder stärkt und Beziehungen wachsen lässt.

Ausstellung im Rathaus: „Vorlesen für Kinder – Tipps und Tricks“

Vorlesen kann mehr als Geschichten erzählen: Im Rathaus zeigt die Landeshauptstadt vom 18. Mai an eine Ausstellung, wie Nähe entsteht, Sprache wächst und Fantasie fliegt. Wer Kindern vorliest, entdeckt hier neue Wege – mit Witz, Praxis und überraschend einfachen Tricks für den Alltag.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 3 Wochen vor 0

Das Rathaus zeigt eine Ausstellung, wie Vorlesen Kinder stärkt, Beziehungen vertieft und Sprache lebendig macht – mit vielen praktischen Tipps.

Wer im Neuen Rathaus durch das Foyer schlendert, stolpert dieser Tage nicht über Aktenberge, sondern über Geschichten. Sie liegen nicht auf Papier – sie springen aus Bildern, Ideen und Impulsen. Die Ausstellung „Vorlesen für Kinder – Tipps und Tricks“ zeigt, wie ein einfaches Ritual plötzlich zum Abenteuer wird.

Neues Rathaus, kurz gefasst

Ausstellung Vorlesen für Kinder – Tipps und Tricks
Eintritt: frei
Wann: vom 18. bis bis 29. Mai 2026
Öffnungszeiten: Mo–Fr 7:00 – 18.30 Uhr; Sa 09:00 bis 15:00 Uhr
Wo: Rathaus, Rathausfoyer, Schloßplatz 6, 65183 Wiesbaden

Denn Vorlesen kann viel. Es beruhigt, es verbindet, es bringt Kinderaugen zum Leuchten – und manchmal auch Erwachsene zum Staunen. Die Ausstellung lädt dazu ein, genau hinzusehen: Wie liest man eigentlich richtig vor? Und noch wichtiger – gibt es überhaupt ein „richtig“?

Zwischen Stimme und Beziehung

Die Antwort: Ja. Und nein. Wer hier durchgeht, merkt schnell, dass Vorlesen weniger mit Perfektion zu tun hat als mit Präsenz. Die Initiatoren – die MitInitiative e.V., „Lies mit mir!“ und das Queere Zentrum Wiesbaden e.V. – setzen auf Nähe statt Norm.

Sie zeigen, wie dialogisches Vorlesen funktioniert. Also nicht: einer liest, alle hören zu. Sondern: alle reden mit, fragen nach, spinnen weiter. Geschichten werden hier nicht konsumiert, sondern gemeinsam gebaut. Das klingt nach Pädagogik – fühlt sich aber eher wie ein gutes Gespräch an.

Praxis statt Predigt

Und weil gute Ideen allein selten reichen, liefert die Ausstellung gleich das Werkzeug mit. Großeltern, Eltern und alle, die den Mut zum ersten Buch suchen, bekommen konkrete Tipps: Welche Bücher passen zu welchem Alter? Wie bleibt ein Kind dran, wenn die Aufmerksamkeit plötzlich fliegt? Antworten geben nicht nur Tafeln, sondern auch Menschen. Pädagogische Fachkräfte und ehrenamtliche Vorleser stehen bereit, erklären, zeigen, probieren aus. Wer will, setzt sich dazu – und liest einfach los.

Vier Nachmittage, viele Aha-Momente

Noch intensiver wird es bei den begleitenden Workshops. An vier Nachmittagen – Donnerstag, 21. Mai, Freitag, 22. Mai, Mittwoch, 27. Mai, sowie Donnerstag, 28. Mai, jeweils von 14 bis 15 Uhr – öffnen sich Räume für Praxis: zuhören, ausprobieren, lachen, vielleicht auch scheitern – und genau daraus lernen. Die Termine liegen bewusst im Alltag, zwischen Schulschluss und Abendbrot. Wer also dachte, Vorlesen passe nicht in den Zeitplan, bekommt hier eine neue Perspektive.

Ein leiser Raum mit großer Wirkung

Die Ausstellung läuft vom 18. bis 29. Mai – und sie wirkt leise. Keine großen Effekte, keine lauten Stimmen. Stattdessen kleine Impulse, die bleiben. Vielleicht ist genau das ihre Stärke. Denn am Ende geht es nicht um die perfekte Geschichte, sondern um den Moment dazwischen: wenn ein Kind innehält, eine Frage stellt – und plötzlich eine ganz eigene Welt entsteht.

Oder, um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: Wer hier rausgeht, liest danach anders. Und vielleicht sogar ein bisschen besser.

Symbolfoto ©2026 KI-genriert

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