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Limesschule Idstein: Geschichten aus dem Wiener Wald

19 März / 19:00
Candwelihgnht Konzert, Candlelight Christmas im Kurhaus Wiesbaden. Das Bild zeigt ein Meer aus Kerzen im Staatstheater Wiesbaden auf der Bühne.

Kategorie: Gastspiele
Bühne: Kleines Haus
Komponist:
Produktion:
Alter:
Wien in den frühen 1930er-Jahren: In einer kleinen Straße im achten Bezirk der Stadt bereitet sich die junge Marianne (gespielt von Kiara Stöhr) auf die Hochzeit mit ihrem Verlobten, dem Fleischhauer Oskar (Michael Morawski), vor. Die Tochter eines Spielwarenhändlers (Frederik Dietzmann), der sich selbst „Zauberkönig“ nennt, sieht dem freudigen Ereignis allerdings wenig zuversichtlich entgegen: Sie liebt Oskar nicht, hat aber ohne Ausbildung wenige Optionen, sich außerhalb der Ehe eine Existenz aufzubauen.

Auch die Familie Zentner hat ihre besten Zeiten hinter sich. Der einstige Wohlstand ist weitgehend dahin, durchgebracht vom einzigen Sohn Alfred (gespielt von Ben-Leighton Wagner), der abwechselnd das Vermögen der Familie oder die karge Pension seiner älteren Freundin Valerie (Petra Radovanovic) beim Pferderennen verspielt. Er begegnet Marianne kurz vor ihrer Verlobung und wittert in der unglücklichen jungen Frau die Chance auf ein Abenteuer. Es kommt jedoch anders.

Marianne verliebt sich in Alfred. Sie lässt die Verlobung platzen, bricht mit Oskar und ihrem Vater und wird schwanger. Doch ohne Beruf und finanzielle Ressourcen gelingt es den beiden immer weniger, für sich selbst und das Kind zu sorgen. Alfred drängt Marianne, den gemeinsamen Sohn zu seiner Mutter (Nina Grzesik) und Großmutter (Violetta Nekrasov) zu geben, nicht zuletzt, um sich der Verantwortung für das Kind zu entziehen. Als Mariannes Anhänglichkeit ihm lästig wird, vermittelt er sie an die Tanzgruppe des „Maxim“, eines zwielichtigen Wiener Lokals, und setzt sich ab.

Ödön von Horváth verfasste die „Geschichten aus dem Wiener Wald“ im Jahr 1931 vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krise und der politischen Spannungen der Zwischenkriegszeit. Arbeitslosigkeit, soziale Verelendung und der Aufstieg autoritärer Bewegungen prägten den Alltag. Horváth reagierte darauf mit einem Stück, das hinter der Fassade des Wiener Volksstücks die zunehmende Härte und moralische Verwahrlosung einer Gesellschaft zeigt, die auf den Abgrund zusteuert.

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