Hessens Antisemitismus-Beauftragter Becker kritisiert die Buchautorin Baumgarten. Relativierung von Terrorakten sei inakzeptabel. Veranstaltung muss abgesagt werden.
Hessen erlebt derzeit eine Debatte, die über Bücher hinausgeht. Uwe Becker, Beauftragter für Jüdisches Leben, erhebt deutliche Worte gegen die Buchautorin Helga Baumgarten. Sie leugnet die Massenvergewaltigungen der Hamas am 7. Oktober 2023 und relativiert die Rolle der Terrororganisation. Becker kritisiert, dass einer solchen Relativierung in Hessen keine Bühne geboten werden dürfe.
Eine rote Linie überschritten
Becker weist darauf hin, dass bereits andere deutsche Städte die Hetze Baumgartens nicht tolerieren. Wer den größten Massenmord an Juden seit der Shoah verharmlost, setze Grenzen des Sagbaren. Hessen positioniert sich klar: antisemitische Ideologien haben hier keinen Platz.
Kooperationen kritisch hinterfragt
Neben der Autorin steht die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen in der Kritik. Frühere Hasstiraden gegen Israel und Hetze gegenüber dem Zentralrat der Juden belegen eine problematische Haltung. Becker appelliert an alle Mitveranstalter, darunter der Verein Friedens- und Zukunftswerkstatt und die Stadt Frankfurt, Verantwortung zu übernehmen und die Lesung abzusagen.
Politischer Appell
„Es darf keine Allianzen mit israelbezogenem Antisemitismus geben“, betont Becker. Die öffentliche Aufmerksamkeit solle genutzt werden, um Sensibilität für jüdisches Leben und die Gefahren von Relativierung von Terrorakten zu fördern. Hessen sendet ein deutliches Signal: Wachsamkeit ist Pflicht, Toleranz darf nicht in Verharmlosung münden.
Foto – Hessischer Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker wünscht den jüdischen Gemeinden ein frohes und süßes neues Jahr. Uwe Becker – Eigenes-Werk-Wikipedia-CC-BY-SA40.jpg
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