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Spielende Kinder auf der Straße: Kästchenspringen und Sackhüpfen.

Spielstraßen bringen wieder Kinder auf die Straße

Auch in diesem Jahr verwandeln sich mehrere Straßen in verschiedenen Wiesbadener Stadtteilen in lebendige Spiel- und Begegnungsorte. Mit den temporären Spielstraßen schafft die Stadt mehr Raum für Kinder, Familien und Nachbarschaften – mitten im Quartier und frei von Durchgangsverkehr.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 1 Monat vor 0

Spielstraßen bringen Leben zurück auf Wiesbadens Straßen: Kinder spielen, Nachbarn treffen sich, Autos pausieren – für mehr Miteinander im Quartier.

Der Verkehr gönnt sich in Klarenthal, Kastel, Bierstadt, Westend und Biebrich auch in diesem Jahr kleine Pausen – und öffnet stattdessen den Asphalt für Kreide, Kinderlachen und nachbarschaftliche Gespräche. Ausgewählte Straßenabschnitte verwandeln sich ab 17. Mai in lebendige Treffpunkte: keine Motoren, sondern menschen geben dann dort den Ton an.

Spielstraßen 2026, Termine in den Stadtteilen

Die Spielstraßen verteilen sich über mehrere Monate und Stadtteile: Den Auftakt gibt es am 17. Mai in der Innenstadt auf dem Platz der Menschenrechte. Danach folgen Klarenthal und Gräselberg am 31. Mai, Kastel am 5. Juni, Bierstadt am 4. September, Westend am 18. September und Biebrich am 27. September.

      Straßen werden zu Spielräumen

      An den im Kasten genannten Tagen sperrt die Stadt Straßen für den Durchgangsverkehr. Was sonst rollt und hupt, weicht hüpfenden Kindern, rollenden Scootern und improvisierten Fußballtoren. Eltern plaudern am Straßenrand, Nachbarn kommen ins Gespräch, und der öffentliche Raum zeigt, was er jenseits von Parkplätzen sein kann: ein Ort zum Leben.

      Dabei entsteht keine durchorganisierte Eventfläche. Vielmehr lebt das Konzept von Spontaneität. Kinder zeichnen mit Kreide, spielen Fangen oder erobern den Asphalt mit dem Ball. Erwachsene stellen Stühle raus, trinken Kaffee, beobachten – oder machen einfach mit.

      Mehr als nur ein Nachmittag ohne Autos

      Die Idee hinter der Spielstraße wirkt auf den ersten Blick simpel, trägt aber weit. Sie schafft sichere Räume für Kinder, die sonst oft zwischen parkenden Autos aufwachsen. Gleichzeitig stärkt sie das Miteinander im Viertel. Wer sich sonst nur flüchtig im Treppenhaus grüßt, kommt hier ins Gespräch.

      Die Stadt verfolgt damit ein klares Ziel: Lebensqualität im Quartier erhöhen, Begegnung fördern und den öffentlichen Raum neu denken. Statt Verkehrsdurchfluss steht Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt.

      Mitmachen ausdrücklich erwünscht

      Die Spielstraßen funktionieren nur, wenn Anwohner sie mit Leben füllen. Deshalb ruft die Stadt dazu auf, sich aktiv zu beteiligen – mit eigenen Spielideen, kleinen Aktionen oder einfach durch Präsenz. Unterstützt wird das Projekt von Kinder- und Jugendzentren, lokalen Initiativen und dem Kinderschutzbund.

      Wer selbst eine Spielstraße anstoßen möchte, kann sich an die Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung wenden. Die Stadt begleitet Planung und Umsetzung – von der ersten Idee bis zur Straßensperrung.

      Wenn die Stadt kurz innehält

      Vielleicht liegt der Reiz dieser Aktion genau darin, dass sie so unspektakulär daherkommt. Keine große Bühne, kein Programmheft – nur eine gesperrte Straße und Menschen, die sie nutzen. Für ein paar Stunden zeigt sich, wie Stadt auch funktionieren kann: leiser, offener, gemeinschaftlicher.

      Archivfoto ©2026 LH Wiesbaden

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      Weitere Informationen zu den Kinderspielstraßen.

      Erstveröffentlichung: 04.05.2026
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