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Das Heimkehrer-Mahnmal in der Robert-Krekel-Anlage.

Biebrich redet mit: Wie soll die Robert-Krekel-Anlage aussehen?

Wie soll Biebrich morgen aussehen? Beim Tag der Städtebauförderung bringt Wiesbaden Bürger, Ideen und Planung zusammen. In der Robert-Krekel-Anlage wird diskutiert, ausprobiert und gestaltet – direkt vor Ort, mitten im Stadtteil und mit Blick auf die Zukunft.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 7 Tagen vor 0

Biebrich gestaltet neu: Bürger bringen Ideen ein, diskutieren und planen mit. Die Robert-Krekel-Anlage wird zur Bühne für Stadtentwicklung.

Städtebau klingt oft nach Plänen, Paragrafen und Papier. In Biebrich wird daraus an diesem Nachmittag etwas anderes: ein Gespräch. Eines, das nicht im Sitzungssaal beginnt, sondern im Grünen – mitten in der Robert-Krekel-Anlage.

Tag der Städtebauförderung, kurz gefasst

Mitreden – bei der Neu-Gestaltung der Robert-Krekel-Anlage
Eintritt: frei
Wann: Freitag, 24. April 2026, 18:00 Uhr
Wo: Robert-Krekel-Anlage, 65203 Biebrich

Am Freitag, 24. April, öffnet Wiesbaden zwischen 15 und 18 Uhr die Bühne für genau diese Begegnung. Bürger kommen nicht nur, um zuzuhören. Sie bringen Ideen mit, diskutieren, hinterfragen – und gestalten mit. Sollte der Himmel nicht mitspielen, zieht das Ganze kurzerhand in den Bürgersaal der Galatea-Anlage um. Der Dialog bleibt wetterfest.

Zwischen Schaukel und Stadtentwicklung

Die Robert-Krekel-Anlage wirkt auf den ersten Blick wie ein Ort für Spaziergänge, Pausen, vielleicht ein Eis auf der Bank. Doch sie steht vor einem Wandel. Die Stadt plant, die Grünfläche neu zu denken – mit mehr Aufenthaltsqualität, mehr Begegnung, mehr Zukunft.

Das bedeutet: neue Sitzmöglichkeiten, Bewegungsangebote für Jung und Alt, vielleicht auch Rückzugsorte. Gleichzeitig fließen Themen wie Klimaanpassung und Biodiversität in die Planung ein. Bäume sollen nicht nur Schatten spenden, sondern auch Teil eines größeren ökologischen Konzepts werden.

Wer hier mitredet, redet also nicht über Details – sondern über die Frage, wie ein Stadtteil künftig leben will.

Mitmachen statt Zuschauen

Der Nachmittag bleibt bewusst niedrigschwellig. Kinder probieren sich an Mitmachaktionen aus, Erwachsene bleiben an Infoständen stehen, kommen ins Gespräch, diskutieren mit Menschen, die den Stadtteil prägen. Es geht nicht um perfekte Vorschläge, sondern um ehrliche Perspektiven.

Die Ideen landen nicht in der Schublade. Sie fließen in einen Planungsentwurf ein, den die Stadt ab Herbst politisch beraten lässt. Wer also jetzt spricht, beeinflusst, was später gebaut wird. Parallel dazu informiert der städtische Engagement-Beauftragte darüber, wie sich Bürger langfristig einbringen können. Denn Beteiligung endet nicht nach drei Stunden – sie beginnt dort oft erst.

Städtebau als Gemeinschaftsprojekt

Hinter der Veranstaltung steht ein größeres System: die Städtebauförderung. Bund, Länder und Kommunen bündeln hier Mittel, um Quartiere zu stärken, soziale Strukturen zu stabilisieren und Städte zukunftsfähig zu machen. Programme wie Sozialer Zusammenhalt oder Lebendige Zentren laufen über Jahre – oft ein Jahrzehnt. Sie greifen dort ein, wo Veränderung Zeit braucht. Biebrich-Mitte gehört zu diesen Fördergebieten.

Was abstrakt klingt, zeigt sich an diesem Nachmittag ganz konkret: in Gesprächen, Skizzen, Ideen – und vielleicht auch in kleinen Streitpunkten. Denn wo viele mitreden, entsteht Reibung. Und genau daraus oft die besten Lösungen.

Oder anders gesagt: Städtebau beginnt nicht mit dem Bagger. Sondern mit einer Frage.

Tickets gibt es im Vorverkauf sowie an der Abendkasse. Wer sich darauf einlässt, erlebt keinen klassischen Leseabend. Sondern einen, der sich bewegt.

Foto – Das Heimkehrer-Mahnmal in der Robert-Krekel-Anlage. ©2026 Volker Watschounek

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Erstveröffentlichung: 08.04.2026
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