Wiesbaden Rheingau zeigt auf der ITB Berlin Präsenz, knüpft Kontakte und entwickelt Strategien für internationalen Tourismus.
Die „Destination Wiesbaden Rheingau“ tritt auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin nicht einfach nur auf – sie arbeitet, verhandelt, wirbt. Als Premiumpartner des Landes Hessen nutzt sie die Bühne der weltweit größten Reisemesse, um sich im internationalen Wettbewerb sichtbar zu halten. Und der ist, das zeigen die Gespräche, längst kein Spaziergang mehr entlang des Rheins.
Am Hessenstand verdichtet sich die Branche. Vertreter von Reiseveranstaltern, Reedereien und Busreiseanbietern kommen ins Gespräch, vergleichen Angebote, prüfen Kooperationen. Das Team der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH (WICM) und der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH (RTKT) hört zu, fragt nach, justiert nach. Märkte wie die Benelux-Staaten, Skandinavien, die USA oder die Golfregion stehen im Fokus – Zielgruppen, die Qualität suchen und Erlebnisse erwarten.
Arbeitsteilung mit System
Die Strategie folgt dabei einer klaren Logik: Während der Rheingau den deutschen Markt sowie die Niederlande und Skandinavien bearbeitet, richtet Wiesbaden den Blick stärker auf internationale Fernmärkte. Das klingt nach nüchterner Planung – ist aber vor allem eines: Teamarbeit.
Gemeinsam mit Partnern wie Hessen Tourismus und Frankfurt Tourismus entstehen neue Ansätze, die Region als Einheit zu vermarkten. Denn Reisende denken selten in Verwaltungsgrenzen, sondern in Erlebnissen: Wein, Kultur, Natur – möglichst alles gleichzeitig.
Trends, die den Ton angeben
In den Gesprächen dominieren Themen, die die Branche bewegen. Nachhaltigkeit wird nicht mehr diskutiert, sondern erwartet. Mobilität muss funktionieren, Qualität muss stimmen, Personal muss gefunden werden. Gleichzeitig drängen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in den Alltag der Touristiker.
Und dann ist da noch die Rückkehr des Gruppengeschäfts. Während individuelle Reisen schwanken, gewinnen organisierte Angebote wieder an Bedeutung. Wein-Incentives, Kulturreisen, Festivals – sie bringen Menschen zusammen. Und sie bringen Übernachtungen.
Kultur als Visitenkarte
Wiesbaden nutzt die ITB auch, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Große Ausstellungen, renommierte Festivals, internationale Künstler – das kulturelle Programm liest sich wie ein Versprechen. Es soll Gäste anziehen, aber auch das Profil der Stadt schärfen.
Parallel dazu präsentiert sich die Region kulinarisch. Sekt von Schloss Henkell, Weine aus Kloster Eberbach – Gespräche laufen hier oft leichter, wenn ein Glas in der Hand liegt. Netzwerken funktioniert eben manchmal besser mit Riesling.
Fazit mit Weitblick
Die ITB bleibt für die Destination Wiesbaden Rheingau mehr als ein Pflichttermin. Sie wirkt wie ein Seismograf für Trends und Erwartungen. Wer hier zuhört, erkennt früh, wohin sich der Markt bewegt.
Oder, anders gesagt: Zwischen Messestand und Moselglas entsteht die Zukunft des Tourismus – und Wiesbaden Rheingau mischt dabei kräftig mit.
Symbolfoto ©2025 Messer Berlin
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Die Internetseite der ITB finden Sie unter www.itb-berlin.de.




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