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Die Mannschaft des SVWW arbeitet geschlossen am Erfolg.

Scherning: „Wissen alle, was im Pokal möglich ist“

Der SVWW reist gewarnt nach Fernwald. Im Hessenpokal-Viertelfinale trifft der Drittligist auf einen kampfstarken Hessenligisten. Cheftrainer Daniel Scherning fordert Klarheit, Haltung und Seriosität – und rotiert mit Verantwortung. Hundert Tage im Amt, jetzt soll der nächste Schritt folgen.

Avatar-Foto Bela Rettich 2 Monaten vor 0

SVWW tritt im Hessenpokal bei FSV Fernwald an. Scherning plant Rotation, fordert Ernsthaftigkeit und will ins Halbfinale einziehen.

Der Tag vor dem Viertelfinale im Hessenpokal trägt Symbolkraft. Wenn der SV Wehen Wiesbaden am Dienstagabend beim Hessenligisten FSV Fernwald antritt, steht Daniel Scherning exakt hundert Tage als Cheftrainer an der Seitenlinie. Der Blick geht zurück – und zugleich nach vorn. Denn der SV Wehen Wiesbaden will ins Halbfinale. Und er weiß, was der Pokal bereithält.

HESSENPOKAL, kurz gefasst

Virtelfinale – FSV Fernwald – SV Wehen Wiesbaden
Wann: Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:00 Uhr
Wo: FSV Fernwald, Oppenröder Str. 2, 35463 Fernwald

Fernwald spielt eine Liga tiefer – aber Scherning warnt. „Sie sind ein spielstarker Hessenligist. Wir haben sie in zwei Spielen beobachtet und uns so akribisch vorbereitet wie auf einen Drittligisten“, sagt er. Der enge Kunstrasen zwingt in Zweikämpfe. Fernwald nutzt Standards, wirft lang ein, sucht das direkte Duell. „Sie werden dieses Spiel zu ihrem absoluten Highlight machen.“

Der SVWW reist nicht naiv an. „Wir wissen alle, was im Pokal möglich ist. Wir brauchen Seriosität, Ernsthaftigkeit und Klarheit.“ Die Liga spielt keine Rolle. „Es kommt auf die richtige Einstellung an. Die wollen wir morgen auf den Platz bringen.“

Rotation mit Verantwortung

Die Woche fordert Kraft. Drei Spiele in sieben Tagen. Scherning plant Wechsel – aber ohne Risiko. „Ein paar Jungs werden im Kader stehen, die sich zuletzt richtig gut präsentiert haben.“ Er unterstreicht: „Das bedeutet nicht, dass ich den Gegner unterschätze.“

Kevin Broll wird beginnen. „Auch um ihn bereitzuhalten für den Moment, in dem er vielleicht nochmal gebraucht wird.“ Ryan Johansson kehrt nach Hüftproblemen zurück, trainierte voll, soll jedoch dosiert spielen. Robin Kalem, Simon Stehle und Florian Stritzel fehlen verletzt.

Neun Tage als Fundament

Im Winter legte der SVWW im Trainingslager die Basis. „Wir hatten neun gute Tage als Team“, sagt Scherning. Dort festigten sich Abläufe. Dort wuchs Vertrauen. Seitdem wirkt die Mannschaft gefestigt, spielt klarer, verteidigt konsequenter.

Der Trainer arbeitet täglich mit kurzen Videoanalysen. Er spricht mit Gruppen, mit einzelnen Spielern. Vor dem Spiel gegen Duisburg nahm er die Innenverteidiger gesondert zur Seite. „Wenn Inhalte auf dem Platz funktionieren, ist das der Lohn der Arbeit.“

Flow – aber mit Reizen

Scherning will keinen Stillstand. „Monotonie ist der Tod einer Mannschaft“, zitiert er Lukas Kwasniok. Der SVWW befindet sich im Flow. Selbstvertrauen trägt. Doch der Trainer setzt bewusst Impulse. „Letzte Woche gab es im Training einen Moment, mit dem ich überhaupt nicht zufrieden war.“ Er greift ein, fordert nach.

Der Anspruch wächst. Die Werte stehen. „Wir wollen sie Woche für Woche abrufen – im Training wie im Spiel.“ Fernwald wird prüfen, ob der SVWW Haltung zeigt.

Hundert Tage Scherning. Jetzt zählt der Pokal.

Foto – Robert Kalem im Spiel gegen den MSV ©2026 Volker Watschounek

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