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Annkathrin Dötsch aka Annkathrin I., Wiesbadens Weinkönigin

Zwischen Lernstress und Verpflichtungen

Die ersten Tage der 46. Rheingauer Weinwoche sind vorbei und damit ein ereignisreiches Wochenende. Die Eröffnung habe ich als Kostheimer Weinkönigin bereits miterlebt. Als Wiesbadener Weinkönigin ist das aber nochmal was ganz anderes.

Volker Watschounek 7 Monaten vor 0

Schule, Ausbildung und Wiesbadener Weinkönig unter ein Hut zu bringen ist nicht immer leicht. Annkathrin Dötsch merkt man das nicht an. 

Was einem wichtig ist, beflügelt, wird zu einer Art Leichtigkeit des Seins. Zu meistern ist das nur mit Verständnis und ganz viel Organisationstalent. Ich stehe nämlich gerade kurz vor meinen Abschlussprüfungen, erzählt uns Annkathrin I. bei der Eröffnung der 46. Rheingauer Weinwoche und antwortet: Kann ich machen! Gesagt getan. Die Wiesbadener Weinkönigin schreibt zwischen Lernstress und all den anderen Verpflichtungen, wie es ihr am ersten Wochenende der Rheingauer Weinwoche ergangen ist.

Terminanfragen und Videodreh

Alles begann mit einer Reihe von Terminanfragen, in Vorbereitung auf das Weinfest. So stand ich unter dem Wiesbadener Kurier für ein Interview über das erste Jahr meiner Amtszeit Rede und Antwort. Es war ein angenehmes und ich bin sehr gespannt auf den Artikel. Ein weiteren Termin hatte ich mit Wiesbaden Marketing. Social Media ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Punkt in unser aller Leben geworden und ein Großteil an Werbung läuft darüber. Besonders um das jüngere Publikum anzusprechen habe ich festgestellt, dass man damit die besten Chancen hat. Deshalb haben wir uns am vergangenen Mittwoch in Wiesbaden getroffen, um in Mitten den Aufbauarbeiten ein kleines Video zu drehen. Ich stehe zwar eigentlich lieber hinter der Kamera, aber ich muss sagen das mir so kleinere Video Drehs inzwischen richtig Spaß machen.

Als Wiesbadener Weinkönigin noch schöner

Vergangenen Freitag war es dann soweit. Nachdem ich am Vormittag mit mäßigem Erfolg noch versucht habe ein bisschen zu lernen, musste ich mich ab mittags für den Abend fertig gemacht. Die Eröffnung und den Empfang kannte ich ja bereits aus den Vorjahren. Im Rückblick muss ich eingestehen, dass es als Wiesbadener Weinkönigin nochmal Welten schöner war. Den Empfang im Innenhof des Rathauses muss man sich für uns Weinmajestäten etwa so vorstellen: Es trudeln nach und nach alle Mädels ein. Es wird ein bisschen geredet und mal ein Gläschen Wein getrunken. Eine viertel Stunde vor der Eröffnung bewegen sich dann alle gekrönten Häupter, wie auf ein geheimes Zeichen durch die anderen Gäste, füllen schnell noch einmal die Gläser auf und dann geht die Sortiererei los. Im Seitenausgang des Rathauses stellen wir uns alle flussaufwärts hintereinander auf. Dann geht es bis kurz vor die Bühne, wo wir auf unseren Einsatz warten, um alle nacheinander aufgerufen zu werden und auf die Bühne zu gehen.

Aufstellen der Majestäten nach dem Rathausempfang

Foto: Aufstellen der Majestäten nach dem Rathausempfang ©2023 Volker Watschounek

Zu dem Zeitpunkt gehen einem zwei Gedanken durch den Kopf: Verdammt ist das warm und hoffentlich schaffe ich es heil diese Treppe nach oben. Das ist wirklich immer mit das schlimmste, vor allem wenn man vor so einem großen Publikum nach dort oben soll. Wenn die Treppe geschafft ist, kann nichts mehr Nennenswertes passieren (Anmerkung der Redaktion: Das dachte ihr Vorgängerin Michelle Gönder, aka Michelle I. zuletzt auch, bis sie nachdem alles schon vorbei schien, die Rathaustreppe heruntergefallen war, wie sie selbst gerne schmunzelnd erzählt.). Natürlich muss man noch daran denken, nett zu lächeln und so weiter. Mir fällt kein Weinfest ein, bei dem so viele Fotografen auf einen warten und man sich schon fast wie ein Hollywood Sternchen fühlen kann. So albern es auch klingen mag, irgendwie ist es auch ein tolles Gefühl.

Alles „gerockt“

Als Wiesbadener Weinkönigin musste ich eine Frage auf der Bühne beantworten. Diese kannte ich zwar im Vorhinein, allerdings war die Aufregung am Anfang schon ein bisschen da. Man will sich auf seiner Heimatbühne ja schließlich nicht blamieren. Ich bin jetzt schon sechs Jahre auf den Weinfestbühnen unterwegs. Ja Selbstlob klingt zwar manchmal blöd, aber ich finde, dass man sich ruhig ab und an mal selbst loben darf. Ich muss wirklich sagen, dass ich in meinen ganzen Amtsjahren selten so gut und frei gesprochen habe und schon gar nicht, wenn ich auch noch spontan auf weitere Fragen reagieren sollte. Ich stand völlig Tiefenentspannt auf der Bühne. Als ich das Mikro wieder weitergegeben durfte, hat es mich mit Stolz erfüllt wie ich das ganze „gerockt“ habe und bin bestimmt nochmal einen halben Zentimeter gewachsen.

Selfie mit dem Bürgermeister

Nachdem wir von der Bühne kamen, wurde ich noch für einige Bilder entführt und mein Selfie mit unserem Wiesbadener Oberbürgermeister stand auch noch auf der Tagesordnung. Das ist wirklich ein festes Ritual bei jedem unserer gemeinsamen Termine. Und nachdem ich das alles geschafft hatte, stand der spaßige Teil mit den anderen Weinmajestäten an. Wenn man schon mal die Möglichkeit hat, sich einmal durch den Rheingau zu probieren, wollten wir die Chance nutzen und sind zusammen noch ein paar Winzer abgelaufen. Nach einem langen, anstrengenden und vor allem wieder einmal warmen Tag, war ich allerdings froh, als ich dann froh, abends in mein Bett zu fallen.

Füße hoch und Kraft sammeln

Den Samstag habe ich komplett auf der Couch verbracht und zum lernen genutzt. Sonntags hieß es für mich schon wieder früh aufstehen, weil ich im Weingut arbeiten musste. Wir waren noch einmal am Kostheimer Weinprobierstand vertreten. Dabei ohne ich die zwölf Stunden ausschenken und Gläser abtrocken als Einarbeitung für Montagabend genutzt. Am Montagabend durfte ich dann nämlich auf der Rheingauer Weinwoche im Rahmen von Ihnen leuchtet ein Licht für den guten Zweck einschenken. Ehrlicherweise habe ich das Ausschenken mehr den Herren überlassen, die mit mir Dienst hatten. Ich selbst habe mich mehr der Spülmaschine gewidmet. Besonders herausfordernd war es da, den Überblick über meine drei Mitstreiter zu behalten. Bis zuletzt schien es denen nicht ganz klar gewesen zu sein, wohin mit den dreckigen Gläsern, – sodass ich Montagabend viel zeit damit verbracht habe, die dreckigen Gläser von den sauberen zu trennen. Währenddessen hatte ich aber auch Zeit für nette Gespräche mit den Gästen. Das sehe ich als einen tollen Nebeneffekt meines Amtes

Die Kunst des Teilens

Nach diesen Tagen, steht für mich jetzt das Kostheimer Weinfest im Mittelpunkt. Auch wenn ich dort am Samstagabend erst einmal wieder als Wiesbadener Weinkönigin unterwegs bin, habe ich dort das ganze Wochenende Standdienst. Und wann darf ist lernen? Eins steht fest: Die Woche könnte ich noch einen Reißverschluss gebrauchen, um mich teilen zu können. Wenn Sie also jemanden kennen, der dies möglich machen kann, melden Sie sich bitte bei mir. Bis es soweit ist, muss ich weiterhin auf mein halbwegs vorhandenes Organisationstalent zurückgreifen und leider ein paar Abstriche machen.

Vielleicht sieht man sich ja mal auf einem Weinfest.

Bis dahin

Herzlichst Annkathrin I.
Wiesbadener Weinkönigin

Foto oben ©2023 Volker Watschounek

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Die Internetseite der Rheingauer Weinwoche finden Sie unter www.wiesbaden.de.

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.