Die Rhinos holten zwei Siege in 24 Stunden, zeigten Nervenstärke und stiegen nach einem intensiven Doppelspieltag auf Platz zwei der Tabelle.
Aus Sicht der Rhine River Rhinos fühlte sich dieses Wochenende wie ein Prüfstein an – und wie ein Versprechen. Zwei Spiele in weniger als 24 Stunden verlangten alles: Kraft, Konzentration, Klarheit. Die Wiesbadener nahmen die Herausforderung an, wuchsen mit jeder Minute und belohnten sich mit zwei Siegen – und dem Sprung auf Rang zwei der Bundesliga.
Rhythmus gefunden, Spiel gedreht
Beim Auswärtsspiel gegen die Köln 99ers gerieten die Rhinos zunächst unter Druck. Köln startete mutig, traf früh und setzte Akzente. Wiesbaden brauchte Zeit, um Zugriff zu bekommen, blieb aber über Rebounds und Einsatz im Spiel.
Im zweiten Viertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Mojtaba Kamali und Kei Akita übernahmen Verantwortung und hielten das Team im Rennen. Nach der Pause kippte die Partie. Nico Dreimüller traf aus der Distanz, brachte Tempo ins Spiel und verschob die Balance. Die Defensive griff, zwang Köln zu schwierigen Abschlüssen.
Im Schlussviertel kontrollierten die Rhinos das Geschehen. Sie verteidigten konsequent, sicherten zweite Chancen und spielten geduldig. Schritt für Schritt wuchs der Vorsprung – bis zum verdienten 58:72-Auswärtssieg.
Crunchtime vor heimischem Publikum entschieden
Keine 24 Stunden später wartete der nächste Härtetest. Gegen den BBC Münsterland blieb die Partie lange offen. Beide Teams spielten auf Augenhöhe, reagierten, konterten und ließen sich nicht abschütteln. Die Rhinos setzten Akzente, doch Münsterland blieb dran. Kei Akita, Takuya Furusawa und James Palmer trafen in wichtigen Momenten. Die Führung wechselte mehrfach, das Spiel blieb offen.
Im letzten Viertel entschieden die Rhinos die Partie. Sie verteidigten entschlossen, sicherten Rebounds und trafen die richtigen Entscheidungen. Kamali und Diedrich arbeiteten stark unter dem Korb, die Offensive nutzte ihre Chancen. Auch als Münsterland noch einmal verkürzte, blieb Wiesbaden stabil – und brachte den 62:54-Heimsieg ins Ziel.
Mehr als nur zwei Siege
Headcoach Christopher Huber sah Fortschritte – und Aufgaben. Sein Team gewann, obwohl nicht jede Phase überzeugte. Teemu Partanen forderte mehr Kommunikation und Wachsamkeit. Takuya Furusawa hob den Zusammenhalt hervor. Die Rhinos wussten: Diese Siege zählten doppelt. Sie zeigten, dass das Team enge Spiele entscheiden konnte – auch unter Belastung.
Sprung nach oben
Mit der maximalen Ausbeute krönten die Rhinos ein intensives Wochenende. Sie kletterten auf Platz zwei der Tabelle, festigten ihre Position im oberen Feld und setzten ein klares Zeichen im Rennen um die Playoff-Plätze. Der Kraftakt zahlte sich aus – sportlich, mental, als Mannschaft.
Rollstuhl Basketball Bundesliga, 2025.2026, 15. Spieltag
| 1 | RSB Thuringia Bulls | 15 | 15 | 0 | 1417:736 | +681 | 30 |
| 2 | Rhine River Rhinos Wiesbaden | 13 | 11 | 2 | 921:666 | +255 | 22 |
| 3 | RSV Lahn-Dill | 14 | 11 | 3 | 932:711 | +221 | 22 |
| 4 | Hannover United | 15 | 10 | 5 | 1033:868 | +165 | 20 |
| 5 | BBC Münsterland | 15 | 8 | 7 | 1054:994 | +60 | 16 |
| 6 | Doneck Dolphins Trier | 14 | 8 | 6 | 929:921 | +8 | 16 |
| 7 | RBC Köln 99ers | 14 | 5 | 9 | 842:937 | -95 | 9 |
| 8 | BSC Rollers Zwickau | 14 | 2 | 12 | 686:1163 | -477 | 4 |
| 9 | RBB München Iguanas | 15 | 1 | 14 | 797:1144 | -347 | 2 |
| 10 | RSV Bayreuth | 15 | 1 | 14 | 767:1238 | -471 | 2 |
Foto ©2025 Rhine River Rhinos / Ana Sasse
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