Der Bund fördert mit dem Programm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ die Anpassung an den demographischen und strukturellen Wandel mit 290 Millionen Euro: Quartiere Lebenswerter.

Bund und Länder haben zusammen eine neue Struktur der Städtebauförderung ab 2020 erarbeitet: In drei anstatt sechs konzentrierten Förderprogrammen zur Städtebauförderung stehen jetztbinsgesamt 790 Mio. Euro zur Verfügung. Neu hinzugekommen ist neben der Fördervoraussetzung Klimawandel/Klimaanpassung einschließlich Stadtgrün auch die Möglichkeit stärkerer interkommunaler Kooperationen. In Wiesbaden ist die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH – in Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt mit der Steuerung und Koordinierung des Förderprogramms betraut.

„Das Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) ist ein wichtiger Schritt für das Stadtklima und damit zur Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität in der Innenstadt. Das Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung hilft mit gezielten Maßnahmen den Herausforderungen des Klimawandels ein Stück weit entgegenzuwirken.“ – Grünflächendezernent Andreas Kowol

Mit dem Geld aus diesem Förderprogramm, das früher die Bezeichnung Zukunft Stadtgrün trug, werden Maßnahmen zur Sanierung, Qualitätssteigerung und Vernetzung der Grün- und Freiflächen verwirklicht. Das diene auch der biologischen Vielfalt und fördert Naturerfahrung in der Stadt, so Wiesbadens Grünflächendezernent. Grundlage ist ein Maßnahmenkatalog, den die Verwaltung mit Wiesbadener Bürgern und einem Landschaftsarchitekturbüro erarbeitet hat.

„In der konkreten Umsetzung befinden sich derzeit bereits die Neugestaltungsmaßnahmen im Kulturpark und die Sanierung der Herbert-und Reisinger-Anlagen.“ – Gabriele Wolter, Leiterin der Grünflächenamtes

Auch der anstehende Bau des Wassertisches durch das Umweltamt auf dem Sedanplatz wird aus dem Förderprogramm mitfinanziert. Zu den weiteren Maßnahmen, die in Planung sind, zählen (1) Entwicklung von Grün-blaue Bänder – im  Walkmühltal, im Wellritztal, entlang der Salzbach-Route mit dem Kulturpark sowie des Nerotals; (2) Offenlegung des Kesselbachs, unter anderem am Sedanplatz und Bülowplatz im Rahmen des Programms Bäche ans Licht; (3) Alleen als Identitätsorte: unter anderem Verbesserung der Durchgängigkeit der Alleen für Fuß- und Radfahrer, Qualifizierung der Grünanlage Gustav-Stresemann-Ring, Stichwort Grüne Oasen; (4) Umsetzung des Programms 500 Bäume für Wiesbaden, Begrünung städtischer Gebäude, Schaffung und Umgestaltung von Quartiersplätzen, beispielsweise Luxemburgplatz; (5) ein Anreizprogramm, mit dem private Maßnahmen in Hinterhöfen und Vorgärten gefördert werden.

Ortsbezirke und Außnahmen

Der Planungsbereich des Förderprogramms umfasst Teilbereiche der Ortsbezirke Wiesbaden Mitte, Westend Bleichstraße, Rheingauviertel, Südost und Nordost. Ausgeklammert sind die Stadterneuerungsgebiete Aktive Kernbereiche Innenstadt-West und Sozialer Zusammenhalt Inneres Westend, da hier bereits andere Städtebauförderungsprogramme greifen.

Städtebauförderung – einfacher, flexibler, grüner

Die Städtebauförderung von Bund und Ländern stößt erhebliche Folgeinvestitionen an. Für das Jahr 2020 wird von einem durch die Förderung ausgelösten Gesamtinvestitionsvolumen von rd. 12 Mrd. Euro ausgegangen, die erwartete Bruttowertschöpfung liegt bei rd. 14 Mrd. Euro. Die Fördermittel unterstützen in hohem Maße auch die klein- und mittelständische Wirtschaft vor Ort: ca. 36 Prozent des erwarteten Bauvolumens verbleiben in der Kommune selbst, weitere ca. 48 Prozent in der Region mit einem Umkreis von 50 km. Die Bauwirtschaft profitiert dabei mit 71 Prozent der umgesetzten Investitionsmittel.

Weiter Nachrichten aus dem Grünflächenamt lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Bundes zur Städtebauförderung finden Sie unter www.staedtebaufoerderung.info.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!