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Fairtrade-Rosen zum Valentinstag: Umweltamt Wiesbaden wirbt mit Aktion für fairen Handel und nachhaltige Lieferketten in der Mauergasse.

Verteilaktion: Fairtrade-Rosen zum Valentinstag

um Valentinstag verteilt Bürgermeisterin Christiane Hinninger in der Mauergasse Fairtrade-Rosen und wirbt für bewussten Konsum. Die Aktion des Umweltamts rückt faire Arbeitsbedingungen, stabile Einkommen und ökologische Standards in den Fokus – und erinnert daran, dass Wertschätzung Verantwortung einschließt.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 5 Stunden vor 0

Das Umweltamt Wiesbaden wirbt für faire Lieferketten, stabile Einkommen und ökologische Standards. Eine kleine Geste – mit globaler Wirkung.

Am Valentinstag bleibt in der Mauergasse kaum jemand stehen, ohne zu lächeln. Bürgermeisterin Christiane Hinninger reicht Passanten eine Rose, wünscht einen guten Tag – und erzählt, warum diese Blume mehr bedeutet als ein romantisches Symbol. Mit der Verteilaktion von Fairtrade-Rosen setzt das Umweltamt Wiesbaden ein sichtbares Zeichen für verantwortungsvollen Konsum.

Blumen sagen mehr als tausend Worte

Der Valentinstag lebt von Gesten. Menschen kaufen Blumen, schreiben Karten, planen kleine Überraschungen. Rosen wechseln millionenfach den Besitzer. Doch nur selten fragen Käufer, woher die Blumen stammen, unter welchen Bedingungen sie wachsen und wer sie schneidet.

Fairtrade als städtische Haltung

Wiesbaden trägt seit 2012 den Titel Fairtrade-Town. Die Stadt erfüllt damit internationale Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne. Verwaltung, Zivilgesellschaft, Kirchen, Hochschulen und Unternehmen arbeiten in einer Steuerungsgruppe zusammen. Sie organisieren Veranstaltungen, informieren Schulen, beraten Betriebe und regen Diskussionen an.

Das Umweltamt koordiniert viele dieser Aktivitäten. Es entwickelt Konzepte, lädt zu Vorträgen ein und sucht den Dialog mit Einzelhandel und Gastronomie. Die Rosenaktion zum Valentinstag fügt sich in diese Reihe ein. Sie bringt das Thema aus Sitzungsräumen auf die Straße.

„Der Valentinstag ist für viele Menschen mit dem Verschenken von Rosen verbunden“, sagt Hinninger. „Wir nutzen diesen Anlass bewusst, um zu zeigen, dass Wertschätzung und Verantwortung zusammengehören.“ Sie spricht ruhig, aber klar. Faire Arbeitsbedingungen entlang internationaler Lieferketten seien keine Selbstverständlichkeit. Wer eine Rose überreiche, könne zugleich Respekt für die Menschen zeigen, die sie anbauen.

Die verteilten Fairtrade-Rosen tragen kleine Informationskarten. Sie erklären, welche sozialen und ökologischen Standards hinter dem Siegel stehen. Sie nennen Mindestpreise, Prämien für Gemeinschaftsprojekte, Vorgaben zum Umweltschutz. Die Botschaft bleibt einfach: Jede Kaufentscheidung wirkt.

Globale Lieferketten im Alltag

Rosen wachsen häufig in Ländern Afrikas oder Lateinamerikas. Sie benötigen Wasser, Energie, Transport. Sie entstehen in einem Markt, der stark auf Preis und Tempo reagiert. Fairtrade setzt hier an. Das Siegel verpflichtet Produzentinnen und Produzenten zu ökologischen Standards. Es garantiert Mindestpreise und zahlt Prämien, die Gemeinschaften in Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur investieren.

Die Aktion in Wiesbaden verweist damit auf ein größeres Thema: Nachhaltigkeit im Alltag. Hinninger betont, dass faire Bedingungen nicht nur Blumen betreffen. Auch Kaffee, Kakao, Textilien oder Bananen durchlaufen globale Lieferketten. Wer genauer hinsieht, erkennt, wie eng Konsum und Verantwortung verknüpft sind.

Kleine Geste, große Wirkung?

Ob eine Rose die Welt verändert, bleibt offen. Doch sie kann Gespräche anstoßen. Sie kann Bewusstsein schaffen. Sie kann zeigen, dass Politik nicht nur in Haushaltsplänen und Beschlüssen stattfindet, sondern im direkten Austausch.

Am Ende des Tages verschwinden die Rosen aus den Händen der Bürgermeisterin in Taschen, Rucksäcken, vielleicht später in Vasen. Zurück bleibt ein Impuls. Der Valentinstag erhält eine zusätzliche Dimension. Er verbindet Gefühl mit Haltung.

Wiesbaden nutzt diesen Moment, um Fairtrade-Rosen in den Mittelpunkt zu stellen – und erinnert daran, dass Verantwortung nicht laut auftreten muss. Manchmal reicht eine Blume, um eine Debatte zu beginnen.

Foto ©2026 LH Wiesbaden

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Die Internetseite der Fairtrade-Gemeinde finden Sie unter www.fairtrade-towns.de.

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