Mit einer fulminanten Aufholjagd erreichen Wiesbadens Volleyballerinnen die Runde der letzten Acht. Erster Gegner in den Playoffs ist der MTV Stuttgart.

Samstagabend am Platz der Deutschen Einheit – die Strapazen vom Auswärtsspiel in Schwerin prägten die Anfangsphase des letzten Hauptrundenspiels, und es war ein hartes Stück Arbeit bis Tanja Großer, Jennifer Hamson und Co. mit den 1.983 Zuschauern ausgelassen feiern konnten. Einige Spielerinnen waren außerdem erkältungstechnisch angeschlagen, Sina Fuchs musste aus einer Vorsichtsmaßnahme heraus gegen die Thüringerinnen sogar gänzlich passen.

VC Wiesbaden – VfB Lotto Suhl 1:3

Satz 1, 28 Minuten – 13:25
Satz 2, 30 Minuten – 26:24
Satz 3, 24 Minuten – 25:23
Satz 4, 27 Minuten – 25:20

MVP Gold, Jennifer Hamson | MVP Silber, Antike Siebring

Der VC Wiesbaden fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Nichts, aber auch gar nichts wollte den Hessinnen gelingen. Der VfB Suhl hingegen schien an jeden Ball zu kommen und spielte vor allem im Aufschlag und in der Feldabwehr sehr stark, sodass VCW den ersten Satz selten deutlich in der eigenen Halle mit 13:25 abgab. Im zweiten Durchgang fanden die Gastgeberinnen wieder zu ihrem Spiel und lagen gegen Ende fast schon sicher in Front. Suhl kämpfte sich jedoch nochmal heran und die Wiesbadenerinnen mussten ordentlich schuften, um den Satz gerade so mit 26:24 nach Hause zu holen.

„Das war heute kein schönes Spiel von uns. Gerade im ersten Satz hat Suhl sehr stark aufgeschlagen, da haben wir keine Sonne gesehen.“ – Dirk Groß, Chef-Trainer

Den Auftakt nach der 10-Minuten-Pause verschlief der VCW gänzlich. Erst beim Stand von 0:11 kamen die Wiesbadenerinnen zu ihrem ersten Punkt. Was sich jedoch dann abspielte, war an Willensleistung kaum zu überbieten. Punkt um Punkt pirschte sich der VC Wiesbaden an die Gäste aus Thüringen heran. Dabei half auch, dass Dirk Groß fleißig durchwechselte und jeder Spielerin eine Verschnaufpause gönnte. Neben der gesamten Teamleistung war es in dieser Phase wieder einmal Diagonalangreiferin Jennifer Hamson, die ihre Mannschaft im Spiel hielt.

 „Was danach kam war eine bärenstarke Teamleistung. Wir haben eine charakterstarke Mannschaft und stehen verdient in den Playoffs.“ – Dirk Groß, Chef-Trainer

Mit 21 Zählern sollte die US-Amerikanerin im dritten Heimspiel in Folge als wertvollste Spielerin ausgezeichnet werden. Die Aufholjagd endete nach dem Satzball zum 25:23 mit stehenden Ovationen und lautstarkem Applaus des Wiesbadener Publikums. Danach war der Wille beim VfB Suhl Lotto Thüringen, der sich trotzdem mit einer starken Leistung und vor über 100 mitgereisten Fans aus der Saison verabschiedete, gebrochen. Es war VCW-Zuspielerin Nynke Oud, die mit einem gelegten Ball den 25:20-Satzgewinn und damit den 3:1-Erfolg der Hessinnen perfekt machte.

„Das ist ein sehr starkes Team, aber wir haben zu Saisonbeginn gezeigt, dass wir dort mithalten können. Wir sind jedenfalls alle schon sehr aufgeregt.“ – Jennifer Hamson

Daran hatte vor drei Wochen niemand mehr geglaubt. Wiesbadens Volleyballerinnen stehen in den Playoffs. Dort bekommt es der VC Wiesbaden jetzt mit Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart zu tun. Zunächst muss der VCW in Stuttgart ran: Der Auftakt ins Playoff-Viertelfinale findet am Sonntag, dem 31. März, um 15:30 Uhr in der SCHARRena statt. Das zweite Playoff-Viertelfinale gegen den MTV steigt dann in Wiesbaden, nämlich am 3. April. Auch hierfür gibt es ab Montag Tickets im VCW-Ticketshop.

Letzte Spiele

27.01.2019 19:15
1. VC Wiesbaden  0:3 Allianz MTV Stuttgart
10.11.2018 19:30
Allianz MTV Stuttgart 3:2 VC Wiesbaden
10.02.2018 19:30
Allianz MTV Stuttgart 3:0 1. VC Wiesbaden
20.12.2017 19:00
Allianz MTV Stuttgart 1:3  VC Wiesbaden
02.12.2017 19:00
VC Wiesbaden 1:3 Allianz MTV Stuttgart

Volleyballbundesliga, Damen, 2018.2019, 22. Spieltag, Ergebnisse

Schweriner SC 01:03 1.VC Wiesbaden
Allianz Volley Stuttgart 02:03 SC Potsdam
1.VC Wiesbaden 03:01 VfB Suhl Thüringen
FTSV Straubing 01:03 Dresdner SC
USC Münster 00:03 PTSV Aachen
Rote Raben Vilsbiburg 03:02 SWE Volley Team
Schweriner SC 03:00 VCO Berlin

Volleyballbundesliga, Damen, 2018.2019, 22. Spieltag, Tabelle

Platz Mannschaft Sp S U N Sätze Diff Pkt
1 Allianz Volley Stuttgart 22 20 0 2 64:14 50 59
2 Schweriner SC 22 20 0 2 62:17 45 57
3 Dresdner SC 22 14 0 8 50:30 20 45
4 SC Potsdam 22 12 0 10 47:39 8 39
5 Rote Raben Vilsbiburg 22 13 0 9 41:33 8 37
6 PTSV Aachen 22 12 0 10 43:36 7 37
8 1.VC Wiesbaden 22 12 0 10 42:41 1 34
7 USC Münster 22 12 0 10 40:39 1 34
9 VfB Suhl Thüringen 22 9 0 13 33:46 -13 26
10 FTSV Straubing 22 5 0 17 22:55 -33 16
11 SWE Volley Team 22 3 0 19 22:60 -38 10
12 VCO Berlin 22 0 0 22 10:66 -56 2

Das Spiel in Bildern

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