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Leere Impfdosen, Corona-Regeln

Positive Bilanz: Hessens Impfallianz ist zufireden

Rund 1,6 Millionen Impfdosen wurden in Hessen inzwischen gespritzt, davon knapp rund 70000 alleine in Wiesbaden. Seitdem die Hausärzte sich an der Schutzimpfung beteiligen, nimmt der Impfzug fahrt auf. Der fehlende Impfstoff ist die Bremse Nummer 1.

Volker Watschounek 3 Jahren vor 1

Impfallianz: „Der Start zeigt, zu welcher Schlagzahl die Vertragsärzteschaft in der Lage ist und künftig noch stärker sein wird – gebt uns Impfstoff und wir machen aus dem lauen Lüftchen einen Orkan.“

Nach den ersten beiden Wochen, in denen Impfungen gegen SARS-CoV-2 neben den Impfzentren auch bei Hausärzten möglich waren, ziehen die Impfallianz und Gesundheitsminister Kai Klose eine positive Zwischenbilanz. Die Einbeziehung der ärztlichen Regelstruktur in die Impfungen und die Versorgung durch die Apotheken vor Ort funktioniere hervorragend. Wir sehen eine sehr hohe Bereitschaft der Ärzte, sich bei den Impfungen zu engagieren und eine hohe Nachfrage und auch ein großes Vertrauen der impfwilligen Personen, so der Minister. Klose führt weiter aus, dass der limitierende Faktor weiterhin der durch den Bund gelieferte Impfstoff ist.

„Wir hoffen, dass die Menge hier in der nächsten Zeit, wie durch den Bund angekündigt, signifikant erhöht werden kann. Außerdem bereiten wir uns darauf vor, weitere ärztliche Strukturen einzubeziehen. Hierfür ist eine entsprechende Anpassung der Corona-Impfverordnung des Bundes notwendig.“ – Gesundheitsminister Kai Klose

Die Allianz-Partner ziehen ebenfalls überwiegend eine positive Zwischenbilanz: So sagen Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, dass die niedergelassenen Hausärzte viel mehr leisten könnten, wenn der Bund mehr Impfstoff zur Verfügung stellen würde. Die ersten Tage vermitteln allenfalls eine Ahnung dessen, was möglich ist, schon gar, wenn die fachärztlichen Praxen noch dazukommenEin großes Lob und Dankeschön gehe in Richtung der Apotheken, mit denen die Impfstofflogistik reibungslos funktioniere.

„Auf der anderen Seite steht das überragende Engagement und Ergebnis der Niedergelassenen, durch das sofort neue Impftagesrekorde erreicht wurden. Der Erfolg der Niedergelassenen beweist eindrucksvoll, dass es die ambulante Versorgung sein wird, die Deutschland aus der Pandemie herausimpft.“Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

Festzuhalten bleibt: Die Praxen agieren viel flexibler und patientenorientierter als dies andere Einrichtungen können. Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen und Monika Buchalik, Vizepräsidentin der Landesärztekammer Hessen, ergänzen, dass mit dem Start der Impfungen in den Hausarztpraxen die Impfkampagne an Fahrt aufgenommen habe. Das Vertrauensverhältnis zu Hausärzten fördere die Impfakzeptanz der Patienten. „Allerdings fordern wir vom Bund mehr Planungssicherheit bezüglich der Impfstofflieferungen und weniger Bürokratie in Zusammenhang mit den Impfungen“ so Monika Buchalik, Vizepräsidentin der Landesärztekammer Hessen und niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin.

„Seitdem unsere Kollegen in die hessische Impfkampagne eingebunden sind, steigen die Impfzahlen deutlich. Die geübte Zusammenarbeit zwischen Apotheken und niedergelassenen Ärzten funktioniert reibungslos. Die Patienten sind überaus dankbar, jetzt schnell und unbürokratisch zu ihren Impfterminen zu kommen. Insbesondere die immobilen und schwer erkrankten Patientengruppen.“ – Armin Beck, 1. Vorsitzender, Hessischer Hausärzteverband

Es ist allerdings nur schwer einsehbar, dass nach einem tollen Start die Lieferungen an die Praxen wieder gedrosselt werden. Diese müssen im Gegenteil seitens des Bundes deutlich gesteigert werden! Die Ärzte wünschen sich deutlich mehr Impfstoff in den Praxen, so Armin Beck, der 1. Vorsitzende des hessischen Hausärzteverbandes, um die ewig langen Wartelisten unserer Patienten abarbeiten zu können.

„Bei der Versorgung der Hausarztpraxen mit COVID-19-Impfstoff hat sich wieder einmal gezeigt, wie hervorragend die Zusammenarbeit und die Organisation vor Ort ist. Gerade bei einem hinsichtlich der Transport-, Lager- und auch Zubereitungsbedingungen anspruchsvollem Impfstoff wie bei Cominarty® funktionierte die Arbeit komplikationslos.“Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen

In den Apotheken werden aus den Lieferungen des Großhandels praxisgerecht die Vials nebst Zubehör für jede Praxis individuell konfektioniert, unter optimalen Temperaturbedingungen zügig in die Praxis gebracht. Der gesamte Prozess wird lückenlos dokumentiert. Das sei ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig die gemeinsame heilberufliche Versorgung vor Ort für die Menschen sei, so Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.

„Die Apotheken haben qualifiziertes Personal, sie haben die nötige Erfahrung. Solange sie Impfstoffe erhalten, werden sie die Arztpraxen damit zuverlässig versorgen und ihren Teil zum Erfolg der Impfkampagne beitragen.“ – Holger Seyfarth, Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes

Die rund 1400 Apotheken vor Ort haben in den vergangenen zwei Wochen hessenweit Hausarztpraxen mit rund 150000 Dosen Corona-Impfstoff versorgt. Dabei stellten sie sicher, dass der besonders empfindliche Impfstoff durchgängig gekühlt und erschütterungsfrei umgepackt und transportiert wurde. Seit dieser Woche versorgen die Apotheken Praxen auch mit Impfstoff von AstraZeneca. Der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes, Holger Seyfarth, sieht die Apotheken gut aufgestellt, um die in den nächsten Wochen zunehmenden Sorten und Mengen an Impfstoffen zu verarbeiten.

Foto oben ©2021 Pixabay

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Aktuelle Cornona-Informationen aus Hessen gibt es online unter www.hessen.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.