Der Bedarf ist da. Seit Beginn des Wirtschaftsführerscheins hat sich die Zahl der teilnehmden Schüler in Wiesbaden „plus“ nahezu verdreifacht.

Genau 724 Jugendliche aus 18 Schulen aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis sind am Dienstag zum  Auftakt des IHK-Wirtschaftsführerscheins 2018 in das Große Haus vom Hessischen Staatstheater gekommen.

IHK Wirtschaftsführerschein, kurz gefasst

Aus Wiesbaden nehmen teil: Alexej-von-Jawlensky-Schule, Erich-Kästner-Schule, Freie Christliche Schule Wiesbaden, Gerhart-Hauptmann-Schule, Heinrich-von-Kleist-Schule, Hermann-Ehlers-Schule, IGS Kastellstraße, Sophie-und-Hans-Scholl-Schule, Werner-von-Siemens-Schule, Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule, Helene-Lange-Schule, Wilhelm-Leuschner-Schule

Aus der Region nehmen teil: Aartalschule (Aarbergen-Michelsbach), Feldbergschule (Idstein), Limesschule (Idstein), Heinrich-von-Brentano-Schule (Hochheim am Main), St. Ursula-Schule (Geisenheim), Theißtalschule (Niedernhausen),

Damit feiert das Projekt, mit dem die Jugendlichen von Haupt-, Real- und Gesamtschulen ihre Ausbildungschancen verbessern, ein kleines Jubiläum: Der IHK-Wirtschaftsführerschein geht in seine zehnte Runde. Mehrere tausend Schüler sind seit dem Auftakt im Jahr 2009 mit dem in dieser Form bundesweit einmaligen Wirtschaftsführerschein ins Arbeitsleben gestartet.

„Seit Jahren fordert die Wirtschaft, dass die Jugendlichen in den Schulen besser auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereitet werden.“ – Dr. Christian Gastl, IHK-Präsident

Mit dem IHK-Wirtschaftsführerschein werden Jugendliche optimal auf ihren Einstieg ins Berufsleben vorbereitet. Der Wirtschaftsführerschein macht Schüler fit für ihr späteres Arbeitsleben – „und sichert damit zugleich der Wirtschaft in unserer Region Bewerber, die wissen, was sie wollen,“ so Gastl weiter.

„Der IHK-Wirtschaftsführerschein nimmt dem  Thema an, das viele Ausbildungsbetriebe beschäftigt: die mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher“ – Dr. Christian Gastl, IHK-Präsident

Sowohl bei den Schulen in der Region als auch bei den Unternehmen hat sich der IHK-Wirtschaftsführerschein inzwischen fest etabliert. An den Start gebracht hat ihn die IHK Wiesbaden im Jahr 2009 mit 322 Schülern. In den zurückliegenden Jahren haben sich nahezu alle staatlichen und privaten Wiesbadener Schulen mindestens einmal beteiligt. Einige von ihnen sind jedes Jahr dabei.

Talente undInteressen ausloten

In diesem Jahr haben sich 724 Schüler der Klassen 8 und 9 angemeldet. Über einen Zeitraum von fünf Monate erwerben sie wirtschaftliches Grundwissen. Darüberhinaus lernen sie in gezielten Eignungstests mehr über die eigenen Talente und Interessen. Ein auf die Schüler zugeschnittenes Bewerbungs- und Persönlichkeitstraining rundet die fünfmonatige Projektphase ab und erleichtert den Teilnehmern so die berufliche Orientierung.

Absolvieren die Jugendlichen alle acht Bausteine des Projekts und die Abschlussprüfung mit Erfolg, erhalten sie das Zertifikat zum IHK-Wirtschaftsführerschein, das auch in der Bewerbungsmappe Pluspunkte bringt, wie IHK-Präsident Gastl betonte.

Arbeitgeber trifft Auszubildende

Dass auch zahlreiche Unternehmer zum Auftakt ins Staatstheater gekommen waren, zeige, wie wichtig es der Wirtschaft in der Region ist, die Jugendlichen beim Start ins Berufsleben zu begleiten – so öffnen Unternehmen jedes Jahr ganzen Klassen des IHK-Wirtschaftsführerscheins ihre Türen für Betriebsbesuche.

Weder in Hessen noch in ganz Deutschland gibt es ein vergleichbares Modell. So werden die Gesamtkosten vollständig von der IHK und damit von der Wirtschaft der IHK-Region Wiesbaden finanziert.

Bewerbungs- und Sozialkompetenztraining

Insgesamt besteht der IHK-Wirtschaftsführerschein aus acht Bausteinen, für welche die Schüler auch einen Teil ihrer Freizeit investieren müssen: Auftaktveranstaltung, Kompetenzfeststellung, Besuch der Ausbildungsmesse, Bewerbungs- und Sozialkompetenztraining, Betriebsbesuch, Abschlusstest zu Wirtschaftswissen und Trainingsinhalten sowie die Ehrung der Besten im Präsidentenzimmer der IHK. Etabliert hat sich auch der Baustein „Zeitung und Bildung“, bei dem die Schüler über vier Wochen täglich eine Tageszeitung lesen und anschließend einen Bericht zu einem Wirtschaftsthema schreiben.

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