Der Branchentreff „Tourismusdialog 2026 Stadt | Land – gemeinsam Zukunft gestalten“ stieß einmal mehr auf großes Interesse.
Rund 130 Teilnehmer kamen am Montag, 23. März, im Museum Reinhard Ernst (mre) in Wiesbaden zusammen, um unter der Fragestellung „Zu Gast in ‚Wiesbaden Rheingau‘: Wer ist unser Gast von morgen?“ nach Vortrag und Talkrunde zu aktuellen Trends und Marktentwicklungen zu diskutieren, sich auszutauschen und die Gelegenheit zum Networking zu nutzen. Im Fokus der ganztägigen Veranstaltung: die aktuellen Herausforderungen, die sich unter anderem durch ein verändertes Reiseverhalten ergeben. Dies unter der Maxime „Zukunft braucht Entscheidung“.
Den Teilnehmenden wurde ein gewohnt abwechslungsreiches Programm mit anregenden Impulsen und interaktiven Workshops geboten. „Dieser unmittelbare Austausch mit den Leistungsträgern ist sehr wertvoll. Das Reiseverhalten der Kundinnen und Kunden ändert sich – nicht zuletzt aufgrund der digitalen Entwicklung und geringerer Ressourcen. Wir haben die große Aufgabe zu schauen, wie wir vorhandene Budgets passgenau für die Region einsetzen. Dazu ist dieser Tag des Dialogs ideal“, erklärte Sandro Zehner, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH, bei seiner Begrüßung der Teilnehmenden. „Mit jährlich mehr als einer Milliarde Euro Umsatz ist der Tourismus ein bedeutender Motor unserer regionalen Wirtschaft. Unser Tourismusdialog hat sich zu einem starken Treffpunkt der Branche entwickelt, der gemeinsam neue Ideen und Impulse für eine erfolgreiche Zukunft setzt“, betont Jörg Brömer, Präsident der IHK Wiesbaden.
Die Fokussierung auf eine zielgruppenspezifische Angebotsgestaltung stand dementsprechend sowohl bei der Diskussionsrunde als auch den Workshops im Mittelpunkt. Sie sind darüber hinaus Bestandteil der bisherigen von der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH entwickelten Tourismusstrategie 2026+, welche in Kürze fortgeschrieben werden soll – ebenso wie die Tourismusstrategie der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH. Dabei wird die strategische Verzahnung der Destinationsvermarktung „Wiesbaden Rheingau“ berücksichtigt sowie die Anregungen aus dem Tourismusdialog.
Mit ihrem Impulsvortrag setzte Marktforscherin und Tourismusberaterin Leonie Scherer vom dwif (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr e.V. an der Universität München) den Rahmen der Veranstaltung, in deren Verlauf unter anderem auch der Rückgang an Tagesbesuchern, Leerstände in den Innenstädten sowie verändertes Konsumverhalten erörtert wurden. „Wie sieht der Wunschgast von morgen aus?“: Eine der Fragen, die in einer lebhaften Diskussionsrunde von Dr. Oliver Kornhoff, Direktor des Museum Reinhard Ernst, Professor Gergely Szolnoki von der Hochschule Geisenheim, die die Studie „Weintourismus im Rheingau“ erarbeitete, Diana Nägler („Nägler´s Fine Lounge Hotel“), Fabian Lauer (Leiter Wirtschaftspolitik der IHK Wiesbaden) und Claudia Braun (Hessen Agentur HA) diskutiert wurden. Im Verlauf der interaktiven Workshops kristallisierte sich vor allem auch die Bedeutung der zielgruppenorientierten Ansprache heraus. Und damit auch die Beantwortung der Frage, welches Milieu zu den touristischen Angeboten passt.
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