Das fünf-neun-zwei vereint Carbonara, Botarga und kreative Pizzen – Modern Italian mit persönlichem Zahlencode.
5-9-2 klingt zunächst wie eine Hausnummer. Tatsächlich steckt ein Geburtstag dahinter: der 5. Mai 1992. „Das ist mein Geburtsdatum“, sagt Enrico Fragola, 28, Gastronom mit sardischen Wurzeln. Aus der Zahl formt er zusammen mit seinem Geschäftspartner Moritz Günther den Namen seines Restaurants – fünf-neun-zwei. Kein Zufall, sondern ein persönlicher Marker. Wer hier isst, betritt gewissermaßen sein kulinarisches Tagebuch.
Blick in die Speisekarte
Fünf Neun Zwei | 592 | Modern Italian, Michelsberg 9, 65183 Wiesbaden
Mittags Buiness Lunch auf der Tageskarte
Pizza
Margherita – Tomaten aus San Marzano, Fior di Latte, Basilikum …….. 13,00 Euro
Marinara Mezzo Mezzo – Rote und gelbe Tomaten, Knoblauch, Oregano …….. 11,90 Euro
Truffle Lover – Schwarzer Trüffel, Fior di Latte, Parmesan …….. 19,90 Euro
Viola Veggie – Süßkartoffelcreme, Basilikum-Pistazienpesto, Feige …….. 18,00 Euro
Pasta
Tagliatelle Tartuffo – Tagliatelle, schwarzer Trüffel, Trüffelcreme, Parmesan …….. 22,00 Euro
Gnocchi Pesto – Gnocchi, Pistazienpesto, Tomaten …….. 14,00 Euro
Vongole e Bottarga – Spaghetti, Venusmuscheln, Bottarga, Knoblauch, Petersilie …….. 21,00 Euro
Spaghetti Aglio Olio – Spaghetti, Knoblauch, Peperoncino, frische Tomaten, Olivenöl …….. 14,00 Euro
(Auswahl aus der umfangreichen Karte)
…
Seit gut zwei Jahren führt Fragola das Restaurant am Michelsberg. Er will nicht einfach „noch ein Italiener“ sein. „Wir interpretieren die italienische Küche modern. Die italienischen Restaurants bieten hier fast alle das Gleiche an. Wir möchten Leute bedienen, die seit 20 Jahren gern ihre Pizza Salami essen, aber trotzdem Lust auf etwas Neues haben“, erklärt er.
Carbonara bleibt Carbonara
Kreativität kennt Grenzen und so bleibt manches heilig. Die Carbonara kommt klassisch: Pecorino, Guanciale, Eigelb. Keine Sahne, keine Experimente. „Das ist ein traditionelles Gericht, da rütteln wir nicht dran“, erklärt Fragola. Hier endet für ohne die Spielwiese.
Bei der Pizza aber beginnt das Ausprobieren. Beim Belag, aber nicht beim Teig, ein orginal authentischer neapolitanischer Pizzateig aus nur 4 Zutaten. Wenn der Teig fertig ist, ruht er 72 Stunden, nimmt über 75 Prozent Wasser auf, entwickelt Struktur und Luftigkeit. „Heute mache ich den Teig, in drei Tagen wird er benutzt.“ Geduld wird im 5-9-2 zur Zutat.
Die Pizza „Bella Italia“ etwa setzt auf Ricotta-Creme als Basis, darauf frische Tomaten, Parmesan. Die besodere Note gibt Basilikum – vertraut und mit Pistzienpesto doch anders gedacht. Andere Kreationen kombinieren Süßkartoffelcreme mit Feige oder Zucchini-Creme mit Pinienkernen. Farben, Kontraste, Texturen. Fragola spricht von Respekt vor der Tradition – und vom Mut, sie weiterzudenken.
Sardinien auf dem Teller
Ein Signature-Gericht trägt seine Herkunft besonders deutlich: die „Vongole e Bottarga“. Pasta mit Muscheln und Bottarga, dem getrockneten Rogen, wie man ihn auf Sardinien schätzt. „Das ist ein klassisch sardisches Gericht“. Hier schmeckt man Meer, Salz, Süden.
Viele Produkte bezieht der Gastronom direkt aus Italien. Salami, Spianata, Mortadella, Parmaschinken – freitags verladen, sonntags in Wiesbaden. Auch bei den Weinen setzt Fragola Akzente: Grillo aus Sizilien, Vermentino aus Sardinien, dazu bekannte Namen wie „Cantine Bruni“ aus Kalabrien oder dem „Le Volte“ aus der Toskana.

Zwischen Klassiker und Neugier
Rund 50 Plätze drinnen, etwa 15 draußen. Drei Parkhäuser in unmittelbarer Nähe. Das Publikum mischt sich: Stammgäste bestellen Pizza, andere probieren saisonale Specials, die ohne festen Rhythmus auftauchen. „Wir probieren uns immer aus, nicht saisonal, sondern ohne festem Konzept – einfach so“, sagt Fragola.
Damit will fünf-neun-zwei kein Bauchladen sein, sondern ein klares Statement: italienische Küche, italienisch geführt, mit italienischen Köchen und Pizzabäckern. Und ein Name, der daran erinnert, wo alles begann – am 5.5.1992.
Foto – Innenleben ©2026 Volker Watschounek
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Mehr Informationen zum 5-9-2 (fünf-neun-zwei).



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