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Wiesbaden hat sein Konzeptionsförderung und seine Arbeitsstipendien vergeben.

Konzeptionsförderung: Neue Wege für Darstellende Kunst in Wiesbaden

Das Projekt „SpielRaum: Interaktives Theater für Jugendliche“ erhält von der Stadt eine Konzeptionsförderung. Parallel unterstützen Arbeitsstipendien fünf Künstler dabei, neue Formen zu entwickeln, gesellschaftliche Themen aufzugreifen und kreative Prozesse mutig voranzutreiben.

Volker Watschounek 2 Monaten vor 0

Wiesbaden fördert die Darstellende Kunst neu: Konzeptionsförderung und Arbeitsstipendium eröffnen Künstlern kreative Freiräume.

Wiesbaden stärkt die Darstellende Kunst und öffnet neue Räume für Ideen. Eine fünfköpfige Jury hat sich entschieden und die Konzeptionsförderung sowie mehrere Arbeitsstipendien vergeben. Sie reagiert damit auf eine Szene, die sich bewegt, Fragen stellt und nach neuen Ausdrucksformen sucht.

Arbeitsstipendien erhalten

Katharina Heißenhuber mit „Musikalische Hybride“
(Stimmbildung und Komposition genreübergreifender Songs)
Ann Kathrin Pfahler mit „Von Astronauten und Tiefseetauchern // UFO (AT)“
(Schreiben eines Theaterstücks)
Moritz Buch mit „Nationalism reloaded – 20 Jahre Sommermärchen (AT)“
(Entwicklung einer transdisziplinären, multimedialen Performance zum Thema Nationalismus)
Elena Packhäuser mit „Herland (AT)“
(Konzeption zur theatralen Umsetzung des Buchs „Herland“ von Charlotte P. Gilman)
Matthew Tusa mit „Tanzrecherche: Warum besteht das Patriarchat weiterhin?“
(Patriarchatskritische Tanzrecherche)
Lena Kunz mit „tauchgänge (((((((( of echoes & ghosts ((((((((((((((“
(Bewegungs- und Textrecherchen zu transgenerationalen Traumata)

Der Jury gehörten folgende Personen an
Antigone Akgün, freischaffende Performerin, Autorin und Dramaturgin
Bernhard Siebert, Theaterwissenschaftler und Forschungsreferent an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt
Anne Tysiak, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Leiterin Junges Staatstheater
Mareike Uhl, ID Tanzhaus Frankfurt Rhein-Main, Co-künstlerische Leiterin
Franziska Domes, Abteilungsleiterin der Abteilung Stadtteilkultur – Darstellende Kunst – Musik – Artistik im Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden

Im Zentrum steht ein Projekt, das Grenzen verschiebt: „SpielRaum: Interaktives Theater für Jugendliche“. Nora Koschel-Gelecker entwickelt es zusammen mit Christiane Stahl. Beide tauchen direkt in die Lebenswelten junger Menschen ein, sprechen mit ihnen, arbeiten mit ihnen, lassen ihre Erfahrungen in den künstlerischen Prozess einfließen. Theater entsteht hier nicht auf Distanz, sondern im Dialog.

Kunst, die beteiligt

Das Konzept bricht mit klassischen Rollen. Zuschauer sitzen nicht mehr still im Dunkeln. Sie greifen ein, entscheiden mit, übernehmen Verantwortung. Der Raum verwandelt sich in ein Spielfeld, in dem Bewegung, Interaktion und Dynamik den Verlauf bestimmen. Die Künstlerinnen verbinden dokumentarische Recherche mit Performance und Elementen aus dem Game-Theatre. Sie holen Jugendliche auf Augenhöhe ab und laden sie ein, selbst Teil der Darstellenden Kunst zu werden.

Freiraum für Ideen

Neben der Konzeptionsförderung vergibt die Stadt mehrere Arbeitsstipendien. Sie unterstützen Recherche, Weiterbildung und erste künstlerische Entwürfe. Die Themen reichen von musikalischen Grenzgängen über gesellschaftspolitische Performances bis hin zu feministischen und historischen Stoffen. Diese Förderung setzt früh an. Sie ermöglicht es Künstlern, Ideen zu prüfen, zu verwerfen, neu zu denken. Genau dort entsteht oft die Kraft, die später auf der Bühne sichtbar wird.

Fünfköpfige-Jury

Antigone Akgün, freischaffende Performerin, Autorin und Dramaturgin
Bernhard Siebert, Theaterwissenschaftler und Forschungsreferent an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt
Anne Tysiak, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Leiterin Junges Staatstheater
Mareike Uhl, ID Tanzhaus Frankfurt Rhein-Main, Co-künstlerische Leiterin
Franziska Domes, Abteilungsleiterin der Abteilung Stadtteilkultur – Darstellende Kunst – Musik – Artistik im Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden

Eine Szene in Bewegung

Mit ihren Entscheidungen vereint die Jury Perspektiven aus Theater, Wissenschaft und Praxis. Sie wählt Projekte aus, die Risiken eingehen und neue Wege suchen. Wiesbaden zeigt damit: Die Darstellende Kunst lebt nicht nur von fertigen Produktionen, sondern vor allem vom Prozess.

Symbol – Kulturförderung © 2025 Wiesbaden lebt!

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