Seit Sonntag wird in Wiesbaden gegen das Coronavirus geimpft. Zuerst werden Heimbewohner und das medizinische Personal mit Schutzimpfungen versorgt. Hessens Politiker rufen auf zu mehr Besonnenheit.

Der Auftakt zur größten Impfaktion in der Geschichte unseres Landes könne uns zuversichtlich stimmen. Es sei zwar noch ein langer Weg, um die Pandemie zu besiegen und wir werden noch eine Weile mit Einschränkungen leben müssen, um unsere Nächsten und uns selbst vor einer Ansteckung zu schützen. Besonnenheit ist weiterhin das Gebot der Stunde. Doch die Schutzimpfungen bieten uns einen Ausweg aus der Pandemie. Gestern sind wir erfolgreich gestartet, sagt Ministerpräsident Volker Bouffier.

„Der Start ist geglückt. Viele Hände haben dazu beigetragen, dass am gestrigen Sonntag die ersten Schutzimpfungen an diejenigen verabreicht werden konnten, die den Schutz am dringendsten benötigen. Es ist ein kleiner Anfang, der uns aber mit dem Ausblick auf weitere Impfstofflieferungen positiv stimmen darf.“Innenminister Peter Beuth

Der Bund hatte den Ländern am 26. Dezember 2020 in einem ersten Schritt zunächst rund je 10000 Impfdosen geliefert, so dass gestern bundesweit die ersten Impfungen erfolgen konnten. Eine zweite Impfstoff-Lieferung des Bundes mit 39000 Vakzinen ist bereits heute im geschützten hessischen Lager- und Verteilzentrum eingetroffen. Insgesamt soll Hessen in diesem Jahr fast 100000 Impfdosen erhalten. Die Hälfte davon wird unmittelbar an die Kreise und kreisfreien Städte zur weiteren Verimpfung in den dortigen Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie an die sieben koordinierenden Krankenhäuser verteilt. Die andere Hälfte wird nach bundesweit einheitlicher Regelung jeweils für die notwendige Zweitimpfung eingelagert.

„Der Impfstoff ist in der Handhabung anspruchsvoll. Doch die Liefer- und Kühlkette sowie die Verabreichung vor Ort haben gut funktioniert. Hier und da werden sich Abläufe noch einspielen müssen. Die Aussicht darauf, die Pandemie mit dieser konzertierten Aktion besiegen zu können, motiviert alle Beteiligten zu Höchstleistungen.“ – Innenminister Peter Beuth

Impfen sei eines der wirkungsvollsten Instrumente, die uns die Medizin präventiv zur Verfügung stelle. Impfstoffe gehören zu den am stärksten geprüften Medikamenten, das gelte auch für den Corona-Impfstoff. Er hat unser Vertrauen verdient, sagte Gesundheitsminister Kai Klose. Zunächst brauche es aber noch etwas Geduld. Nutzen Sie die Zeit, um sich zu informieren und bitte: Lassen auch Sie sich impfen, damit wir bald als Gemeinschaft geschützt sind. Bis dahin tragen wir alle am wirkungsvollsten durch Einhaltung der AHA+L-Regeln dazu bei, uns zu schützen, so Hessens Gesundheitsminister weiter.

Abhängig von der Impfstoff-Zufuhr: Drei Phasen der ersten Impfungen

Sobald Impfstoff in ausreichendem Maß vorhanden ist und ein Großteil der Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern geimpft wurde, werden in der nächsten Phase sechs zentrale Impfstellen in Hessen öffnen können. Diese Regional-Impfzentren werden in den hessischen Zentren Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sein. Diese sechs der insgesamt 28 Impfzentren übernehmen die Schutzimpfung für die eigene Gebietskörperschaft und die umliegenden Kreise. Abhängig von einer stetigen Zufuhr an hinreichend Impfstoff können im nächsten Schritt die weiteren 22 hessischen Impfzentren hochgefahren und geöffnet werden. Wenn alle 28 Impfzentren unter Volllast betrieben werden, können täglich etwa 30000 Corona-Schutzimpfungen in Hessen erfolgen. Dieses Ziel ist perspektivisch erst erreichbar, sobald ein Zufluss entsprechender Mengen an Vakzinen stetig und planbar sichergestellt ist.

Anmeldung für persönlichen Impftermin

Personen, die laut Impfverordnung des Bundes in die höchste Priorität fallen (§ 2 CoronaImpfVO), haben ab der Öffnung der ersten sechs Regional-Impfzentren die Möglichkeit, ihren persönlichen Impftermin über eine bundesweit einheitliche Hotline sowie ein Anmeldeportal im Internet zu vereinbaren. Hotline und Online-Anmelde-Portal werden vom Bund einheitlich für ganz Deutschland zur Verfügung gestellt. Die Länder kümmern sich jeweils im Hintergrund der bundesweit einheitlichen Hotline und Anmeldemaske um die konkrete Terminvergabe. Aktuell ist noch keine Terminvereinbarung möglich. (Symbolfoto: „Corona-Schutzimpfungen erfolgreich gestartet“ ©2020 tomwieden auf Pixabay)

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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