In Wiesbaden tauchen immer häufiger falsche Corona-Impfnachweise auf. Konkrete Zahlen gibt es nicht. Diese Blanko-Ausweise gibt es nicht mehr.

In Wiesbaden vereitelt die Polizei am vergangenen Wochenende per Zufall im Ansatz die Fälschung diverser Corona-Impfnachweise. Auf der Biebricher Allee kontrollierten die Beamten in der Nacht zum Sonntag einen 24-jährigen Autofahrer. Dabei stellte sich heraus, dass der Fahrer offensichtlich nicht unter Drogeneinfluss stand, sondern neben Betäubungsmittel auch diverse Blanko-Impfausweise mit sich führte.

Unkooperativ enttarnt

Da sich der Autofahrer während der Maßnahme gegenüber der Streife mehr und ehr unkooperativer verhielt, hat die Streife weitere Polizeikräfte hinzugezogen. Diese nahmen den Mann fest und inspizierten das Fahrzeug des 24. Jährigen etwas näher. Bei der Durchsuchung stießen die Polizisten auf mehrere Blanko-Impfausweise mit Covid-19 Impfeinträgen. Aufgrund des Fundes wurde noch am Sonntagvormittag auf Antrag der Wiesbadener Staatsanwaltschaft die Wohnung des Festgenommenen in Nassau im Rhein-Lahn-Kreis von der rheinland-pfälzischen Polizei durchsucht und weitere Gegenstände sichergestellt.

Zwei Jahre Haft

Der 24-Jährige muss sich nun in entsprechenden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachtes der Vorbereitung der Herstellung von unrichtigen Impfausweisen, verantworten. Seit einer Gesetzesänderung Ende November kann die Tat mit Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Gegen Fälscher

Auch beim digitalen Nachweis soll es vermehrt zu Fälschungen kommen. Seit dem 16. Dezember 2021 können die gut 18000 deutschen Apotheken beim Ausstellen digitaler Impfzertifikate daher die neue Funktion der sogenannten Chargenprüfung nutzen.

Foto oben @2020 Pixabay

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