Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung „Erzähl mir von Europa“ – Gespräche über Praktika, Stimmen von Zeitzeugen und historische Einordnung.
Europa entsteht nicht nur in Verträgen und politischen Debatten. Europa wächst aus Geschichten, Erinnerungen und Begegnungen. Genau dort setzt das Begleitprogramm zur Ausstellung „Erzähl mir von Europa“ im Stadtmuseum am Markt an. Gespräche, Vorträge und persönliche Erfahrungen führen Besucher mitten hinein in einen Kontinent voller Stimmen.
Öffentliche Führungen im sam
- Samstag, 18. April 2026, 14 Uhr
4 Euro Führungsgebühr.
Ohne Anmeldung, Teilnehmendenzahl begrenzt. - Donnerstag, 30. April, 16 Uhr
4 Euro Führungsgebühr.
Ohne Anmeldung, Teilnehmendenzahl begrenzt.
Im Vorfeld der Filmvorführung im Caligari, s. „L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr“ - Donnerstag, 7. Mai 2026, 18 Uhr
6 Euro Führungsgebühr.
Mit Sektausschank, mit Anmeldung. - Sonntag, 17. Mai 2026, 11.30 Uhr
– kostenfrei, am Internationalen Museumstag
Europa erfahren – junge Perspektiven
Am Dienstag, 24. März, richtet sich der Blick auf die Zukunft Europas. Von 15 bis 16.15 Uhr lädt das Stadtmuseum am Markt gemeinsam mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft zu einem Peer-Talk über Praktika während der Berufsbildung ein.
Junge Menschen berichten aus erster Hand, wie sie während ihrer Ausbildung in europäischen Ländern arbeiten und leben. Sie erzählen von neuen Perspektiven, ungewohnten Arbeitsweisen und Begegnungen, die den eigenen Horizont erweitern. Wer überlegt, selbst ein Praktikum im Ausland zu wagen, erhält hier konkrete Einblicke und kann Fragen direkt im Gespräch stellen. Der Eintritt ist frei.
Stimmen aus der Nachkriegszeit
Am Mittwoch, 25. März, richtet sich der Blick zurück. Um 18 Uhr spricht der Berliner Historiker Dr. Axel Doßmann über eine außergewöhnliche Sammlung historischer Interviews.
Im Sommer 1946 befragte der Sozialpsychologe David P. Boder mehr als hundert sogenannte „Displaced Persons“ – Menschen, die nach Krieg und Verfolgung durch Europa irrten. Boder zeichnete die Gespräche auf Tondraht auf und schuf damit die weltweit erste umfangreiche Sammlung von Audiointerviews zur Geschichte des Holocaust und der deutschen Besatzung Europas.
Viele der Befragten waren damals sehr jung, einige hatten ihre Familien verloren. Ihre Stimmen erzählen von Flucht, Verlust und Neubeginn. In seinem Vortrag lässt Doßmann ausgewählte Aufnahmen hören – auch Interviews, die in Wiesbaden entstanden.
Fotos ©2026 Volker Watschounek
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Das vollständige Rahmenprogramm gibt es im Flayer.



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